Ukraine-Krieg: Russisches Schiff im Asowschen Meer versenkt
Ein Schiff des russischen Atomkonzerns Rosatom sinkt. Trump will die Rohstoffe der Ukraine. Alle Entwicklungen im Newsblog. Samstag, 1. August Ukraine versenkt Schiff im Asowschen Meer Infolge eines ukrainischen Angriffs ist im Asowschen Meer ein russisches Schiff gesunken. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj schrieb bei Telegram von Attacken im Schwarzen und im Asowschen Meer. Details nannte er zu einem Schiff, das eine Ladekapazität von 100.000 Tonnen habe, unter russischer Flagge unterwegs gewesen sei und "dank der Treffsicherheit" ukrainischer Streitkräfte gesunken sei. Von russischer Seite bestätigte der staatliche Atomkonzern Rosatom den Untergang des Schiffs. Das Schiff sei mit zwei Drohnen mehr als 200 Kilometer vor Noworossijsk angegriffen worden. "Das war ein ganz gewöhnliches, ziviles Containerschiff, das in internationalen Gewässern zivile Güter transportierte", behauptete Rosatom-Chef Alexej Lichatschow. Er warf Kiew Piratentum und Seeräuberei vor. Die 17 Besatzungsmitglieder seien von einem anderen Schiff und Marinefliegern der russischen Schwarzmeerflotte gerettet worden. Selenskyj gab auch an, dass Infrastruktur von drei Raffinerien in der russischen Teilrepublik Baschkortostan getroffen worden sei. Republik-Chef Radi Chabirow teilte bei Telegram mit, dass Trümmerteile einer abgeschossenen ukrainischen Drohne in ein Industriegebiet in Ufa gestürzt seien. Er sprach von Rauchbildung in der Folge, Verletzte gebe es nicht. Trump: Können uns nehmen, was wir wollen US-Präsident Donald Trump hat der Ukraine gedroht, die USA könnten sich jederzeit an den natürlichen Ressourcen des Landes bedienen. In einem Interview mit dem rechten US-Sender Real America's Voice sprach Trump das Abkommen an, das die USA mit der Ukraine geschlossen haben. Die Ukraine habe große Vorkommen an Seltenen Erden, die für die Vereinigten Staaten von Interesse sein könnten, so Trump. "Wir haben dazu einen Vertrag geschlossen. Wir können jederzeit einfach dort hingehen und uns alles nehmen, was wir wollen", sagte Trump im Telefongespräch mit dem Fernsehsender. "Es ist ein sehr guter Deal", fügte er hinzu. Neun Tote bei Angriffen auf Kiew Erneut hat Russland die ukrainische Hauptstadt Kiew in der Nacht mit ballistischen Raketen angegriffen und dabei viele Menschen getötet und verletzt. Medienberichten zufolge wurden mindestens neun Menschen getötet, 23 weitere verletzt, unter ihnen zwei Teenager. Der Bürgermeister der Millionenstadt, Vitali Klitschko , berichtete auf der Plattform Telegram, in mehreren Bezirken seien Wohnhäuser und Gewerbegebäude beschädigt worden sowie Autos in Brand geraten. Ein fünfstöckiges Wohnhaus sei durch herabstürzende Raketentrümmer beschädigt worden, in ihm seien Menschen eingeschlossen, schrieb Klitschko. Zuvor hatte er von Explosionen in der Stadt berichtet und mitgeteilt, Kiew werde mit ballistischen Raketen angegriffen. Die Menschen sollten in Schutzräumen bleiben. Erneut verbrachten viele Bewohner die Nacht in U-Bahnstationen oder im Freien. Das genaue Ausmaß der Schäden war zunächst noch unklar. Ukrainische Einheit zerstört russische Güterzüge Die 20. Brigade der ukrainischen Armee hat nach eigenen Angaben russische Treibstoffzüge weit entfernt von der Front angegriffen. In einem Video heißt es, dass der Angriff mit Drohnen erfolgt sei. Man wolle die Versorgung der russischen Einheiten mit Diesel und Benzin unterbinden, hieß es in dem Video. Nach russischen Angriffen auf die ukrainische Zivilinfrastruktur hat auch die Ukraine russische Energieanlagen und Transportwege ins Visier genommen. "Dieses Spiel können wir auch spielen. Während der Feind friedliche Ukrainer terrorisiert und zivile Tankstellen in Städten an der Front zerstört, sorgen wir dafür, dass die Besatzer überhaupt keinen Treibstoff mehr bekommen", erklärte die Brigade in einer Erklärung, die dem Videomaterial beigefügt war. In Russland gibt es bereits lange Schlangen vor Tankstellen. Klitschko: Raketenangriffe auf Kiew Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist nach Angaben der örtlichen Behörden in der Nacht Ziel eines massiven russischen Luftangriffs geworden. "Explosionen in der Stadt. Kiew wird mit ballistischen Raketen angegriffen. Bleibt in den Schutzräumen", erklärte Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko am frühen Samstagmorgen (Ortszeit) im Onlinedienst Telegram. Ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete von Explosionen. Russische Getreidelobby warnt vor Exportstopp Russlands wichtigste Getreidelobby hat am Freitag vor einem Stopp der Getreideexporte über das Schwarze Meer gewarnt und dies mit ukrainischen Drohnenangriffen auf russische Schiffe und Häfen begründet. Die Angriffe könnten bald zu einer "vollständigen Blockade der Exportkorridore" führen, teilte der Verband der Getreideexporteure der Nachrichtenagentur Reuters mit. Dies könne zu einem Ausfall von 30 bis 35 Millionen Tonnen russischen Weizens führen, was etwa 15 Prozent des weltweiten Weizenhandels entspreche. Die Störung der Schifffahrt stelle "eine direkte Bedrohung für die globale Ernährungssicherheit" dar und könne zu Hungersnöten in Afrika und dem Nahen Osten führen. Freitag, 31. Juli Trump äußert sich verhalten zu Patriot-Lizenzen für Kiew Die USA haben nach den Worten von Präsident Donald Trump noch nicht zugestimmt, dass die Ukraine Patriot-Flugabwehrraketen selbst herstellt. Die Gespräche darüber dauerten an, sagte Trump am Freitag bei einer Kabinettssitzung in Camp David. Man müsse jedoch sehr vorsichtig sein, wem man eine solche Technologie überlasse. "Ich glaube nicht, dass das jemals passieren wird, aber wissen Sie, es gibt Leute, denen man diese Technologie gibt, und die sich eines Tages gegen einen wenden könnten", erklärte er. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj dringt auf die Lieferung von Patriot-Raketen und Tomahawk-Marschflugkörpern. Trump hatte erst in diesem Monat bei einem Treffen mit Selenskyj in der Türkei angekündigt, der Ukraine eine Lizenz für die Herstellung der Abfangraketen zu erteilen. Davon ist er inzwischen abgerückt, obwohl er Selenskyj in dieser Woche im Weißen Haus empfing. Patriot-Raketen für die Ukraine : Diese Wende hätte Trump kaum jemand zugetraut Die Ukraine bemüht sich seit Langem um ein Abkommen zur gemeinsamen Produktion der modernsten Patriot-Raketen vom Typ PAC-3. Das Land verfügt angesichts russischer Luftangriffe nur noch über geringe Bestände dieser Raketen. Sie sind die einzigen im ukrainischen Arsenal, die ballistische Raketen abfangen können. Die ukrainische Botschafterin Olha Stefanischyna hatte am Donnerstag erklärt, sie sei zuversichtlich, dass der Hersteller Lockheed Martin die Zusammenarbeit vertiefen wolle. Lage an der Front: Die Ukraine steckt im Donbass-Dilemma Die nächsten 100 Tage könnten den Ukraine-Krieg prägen. Im Donbass wächst Russlands Druck auf die Festungsstädte, während Kiew andernorts angreift. Lesen Sie den ganzen Artikel hier . Liberale Partei Jabloko darf in St. Petersburg nicht antreten Russlands zentrale Wahlleitung hat die Oppositionspartei Jabloko zwar zur Parlamentswahl im September zugelassen, legt ihr aber in ihrer Hochburg St. Petersburg Steine in den Weg. Die Behörden haben die Kandidatenliste von Jabloko für das Stadtparlament der nördlichen Metropole wegen eines Formfehlers für ungültig erklärt. Das berichtete die Zeitung "Kommersant" über eine Entscheidung der zentralen Wahlkommission in Moskau . Die liberale Partei Jabloko ist bei der Duma-Wahl die einzige politische Kraft, die sich gegen den russischen Angriffskrieg in der Ukraine ausspricht. Die russische Führung verfolgt sonst alle Kriegsgegner. Deswegen kam die am Mittwoch verkündete Wahlzulassung auf nationaler Ebene unerwartet. Gemutmaßt wurde, dass der Kreml ein gewisses Ventil für Unzufriedene schaffen wolle . In der Stadtverordnetenversammlung von St. Petersburg stellt Jabloko bislang 2 der 50 Abgeordneten. Das liberale und kriegskritische Wählerpotenzial in der Fünfmillionenstadt dürfte indes erheblich größer sein. Anlass für den Ausschluss durch die örtliche Wahlbehörde war eine fehlerhafte Vollmacht eines Parteivertreters zur Vorlage eines Finanzberichts. Jabloko scheiterte mit einer Beschwerde bei der zentralen Wahlkommission. Die Parlamentswahl sowie zahlreiche Regionalwahlen in Russland sind für 18. bis 20. September angesetzt. Drohnenangriff auf weiteren russischen Versandhändler Nach den zahlreichen Angriffen der Ukraine auf den russischen Versandhändler Wildberries gerät jetzt wohl auch dessen Konkurrenz ins Visier. Laut Augenzeugenberichten und Videos auf lokalen Telegramkanälen griffen Drohnen am Morgen ein Warenhaus des Wildberries-Konkurrenten Ozon in der Stadt Selenodolsk (Republik Tatarstan) an. Ein Video zeigt Angestellte des Versandriesen, die nach der Evakuierung der Lagerhalle auf einem Parkplatz stehen. Eine Drohne verfehlt das Ozon-Warenhaus nur knapp und schlägt wenige Meter daneben ein. Anlage in Belgorod in Brand In der russischen Region Wolgograd brennen nach einem Drohnenangriff eine Energieanlage und mehrere Lagerhallen. Dies teilt der regionale Gouverneur Andrej Botscharow auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Fünf Menschen benötigten medizinische Hilfe, erklärt er weiter. Details zu den betroffenen Anlagen nennt er nicht. In der Region befindet sich eine Ölraffinerie des Konzerns Lukoil. Rumänien lässt Kampfjets aufsteigen Das Nato- und EU-Mitglied Rumänien lässt nach der Entdeckung von Flugkörpern nahe der Grenze zur Ukraine zwei Kampfjets aufsteigen. Die Ziele seien im Bereich der Flussgrenze geortet worden, teilt das Verteidigungsministerium auf der Plattform X mit. Im grenznahen Bezirk Tulcea sei zudem die Bevölkerung gewarnt worden. Trump zögert bei Patriot-Lizenz US-Präsident Donald Trump ist sich einem Zeitungsbericht zufolge "nicht sicher", ob er der Ukraine den Bau von Patriot-Raketen erlauben wird. "Es ist eine sehr außergewöhnliche Waffe, und wir müssen ein wenig vorsichtig sein, an wen wir Lizenzen vergeben", zitiert die "Financial Times" den Präsidenten aus einem Telefonat. Zudem kündigt Trump dem Bericht zufolge an, dass seine Sondergesandten Jared Kushner und Steve Witkoff in den kommenden Tagen erstmals in die Ukraine reisen. Donnerstag, 30. Juli Angriffe auf Häfen treffen ukrainische Erzindustrie Wichtige Eisenerz-Exporteure der Ukraine müssen wegen der Blockade der Schwarzmeerhäfen vorübergehend den Betrieb einschränken. Der Chef des Bergbaukombinats Poltawa, Viktor Lotous, kündigte Medienberichten zufolge im Parlament einen Stillstand der Förderung von zehn bis 20 Tagen an. Drei von vier Schiffen mit Eisenerzkonzentrat könnten nicht auslaufen. Überdies sei eins der Schiffe von einer russischen Drohne beschädigt worden, dabei sei ein Matrose ums Leben gekommen. Auch das große Bergbaukombinat von Krywyj Rih hat wegen der russischen Angriffe auf die ukrainischen Häfen die Eisenerzförderung in seinem Tagebau eingeschränkt. Russland tötet Familie wohl mit Rakete aus Nordkorea Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj hat Russland bei seinem schweren Luftangriff erstmals seit längerer Zeit wieder eine Rakete aus Nordkorea eingesetzt. Gerade diese Rakete habe das Wohnhaus einer Großfamilie in Raduschne bei Krywyj Rih getroffen, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache aus Kiew. "Natürlich wird es noch Untersuchungen geben, alles wird überprüft werden, aber nach derzeitigem Stand handelt es sich um eine nordkoreanische ballistische Rakete." Selenskyj warf Moskau vor, sich mit dem "wahnsinnigen Regime in Nordkorea" zu verbünden, um Waffen und Soldaten zu bekommen. In Raduschne wurden nach vorläufigen Angaben sechs Mitglieder einer Familie getötet, wobei in dem völlig zerstörten Haus zehn Menschen wohnten. Russland und das isolierte kommunistische Nordkorea haben eine enge militärische Zusammenarbeit mit gegenseitigem Beistand vereinbart. Nordkoreanische Soldaten kamen 2024 und 2025 in Russland zum Einsatz, als es darum ging, eingedrungene ukrainische Truppen aus dem westrussischen Gebiet Kursk zu verdrängen. Nach Erkenntnissen der Ukraine und westlicher Geheimdienste hat Nordkorea aber auch ballistische Raketen, Artilleriegeschütze und Raketenwerfer und Munition an Moskau geliefert. Die Ukraine warnt davor, dass Pjöngjang erneut 30.000 Soldaten an Russland abstellen könnte. Verbindung nach Europa: Finnland kappt wichtige russische Internet-Leitung Russland ist für stabile Internetverbindungen ins Ausland von Finnland abhängig. Jetzt trennt der Nachbar die Kabel. Lesen Sie den ganzen Artikel hier . Bei Drohnen abkassiert? Russischer Oligarch in Haft Wegen Betrugsverdachts beim Drohnenbau hat die russische Justiz Medienberichten zufolge den Milliardär Waleri Kustow festgenommen. Mit Kustow sei auch der Generaldirektor seines Lebensmittelkonzerns Efko, Jewgeni Ljaschenko, in Gewahrsam genommen worden, berichtete das Internetportal RBK. Die Vorwürfe drehen sich demnach um einen Staatsauftrag zum Bau von Drohnen, die Russland auch in seinem Angriffskrieg verwendet. Russland setzt Telegram-Gründer Durow auf Terrorliste Die oberste russische Finanzaufsichtsbehörde Rosfinmonitoring hat den Gründer des sozialen Netzwerks Telegram, Pawel Durow, auf ihre Liste der Terroristen und Extremisten gesetzt. Der Name des am 10. Oktober 1984 in Leningrad (heute St. Petersburg) geborenen, aber bisher nicht verurteilten Russen taucht nun neben vielen anderen Beschuldigten in der entsprechenden Behördendatei auf – ohne nähere Angaben. Rosfinmonitoring steht in der Kritik, dem Kreml als Instrument politischer Willkür gegen Andersdenkende zu dienen. Am Vortag hatte der Inlandsgeheimdienst FSB Durow Beihilfe zum Terror vorgeworfen und angekündigt, ihn zur Fahndung ausschreiben zu lassen. Hintergrund sind Vorwürfe, dass Telegram auch von den ukrainischen Geheimdiensten genutzt werde. Konkret soll es um Kontaktanbahnung zu Russen gehen, die wiederum im Auftrag Kiews Sabotageakte, Terroranschläge und andere Straftaten begingen. Laut FSB sind mehrere Verdächtige in Haft, deren Aussagen die Vorwürfe gegen Telegram stützen sollen. Der extrem populäre Messengerdienst verbreitet massenhaft Inhalte in russischer Sprache – sowohl von offiziellen Stellen als auch von Kremlgegnern. Telegram ist in Russland nicht verboten, aber blockiert, kann allerdings mit einem VPN – einer verschlüsselten Internetverbindung – genutzt werden. Die russischen Behörden hatten Durow immer wieder aufgefordert, für eine Löschung "extremistischer oder terroristischer Inhalte" zu sorgen. Selbst geäußert zu den neuen Vorwürfen hat sich Durow, der in Dubai lebt und auch die französische Staatsbürgerschaft besitzt, bisher nicht. Auch von Telegram selbst gab es keine Stellungnahme. EU erschwert ukrainischen Männern die Flucht vor dem Krieg Die EU erschwert ukrainischen Männern die Flucht vor dem Krieg gegen Russland. Wehrfähige Ukrainer profitieren in Deutschland und anderen Mitgliedsländern künftig nicht mehr von vereinfachten Aufnahmeregeln, wie ein Sprecher nach einem entsprechenden Beschluss des Rates der Mitgliedstaaten sagte. Hintergrund der Entscheidung ist der Bedarf der Ukraine an Soldaten. Nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj mobilisiert die Ukraine monatlich bis zu 34.000 Mann. Wegen der hohen Zahl von Fahnenflüchtigen kann die Armee ihre Verluste damit jedoch kaum ausgleichen. Nach früheren Angaben des ehemaligen Verteidigungsministers Mychajlo Fedorow fahndet die Ukraine nach mehr als zwei Millionen Wehrpflichtigen. Die EU-Kommission folgt nach eigenen Aussagen vor allem einer Bitte der Ukraine, die aber auch Deutschland und andere Mitgliedsländer befürworteten. EU-Migrationskommissar Magnus Brunner hatte gesagt, das Thema sei ausführlich mit der ukrainischen Seite besprochen worden. Künftig sollen nur noch diejenigen von vereinfachten Aufnahmeregeln profitieren, die ihren Wehrdienst in der Ukraine geleistet haben oder freigestellt sind. Wer in der Ukraine wegen des Kriegs hingegen einem Ausreiseverbot unterliegt, soll es in der EU deutlich schwerer haben, Schutz zu bekommen. Leere Kriegskassen: Russland verkauft tonnenweise Gold Weltweit haben Zentralbanken im zweiten Quartal mehr Gold gekauft als im ersten Quartal. Vor allem Russland wollte Teile seiner Reserven loswerden. Lesen Sie den ganzen Artikel hier . Nato-Mission: Türkei stationiert fünf Kampfjets in Estland Im Zuge des Ukraine-Kriegs hat die Nato ihre Präsenz an der Nato-Ostflanke verstärkt. Nun übernimmt die Türkei die Mission. Lesen Sie den ganzen Artikel hier . Tusk: Offenbar russische Rakete in Polen niedergegangen Bei dem im Osten Polens niedergegangenen Flugobjekt handelt es sich laut dem polnischen Ministerpräsidenten Donald Tusk offenbar um eine russische Rakete. "Alles deutet darauf hin, dass es sich um eine russische ballistische Rakete vom Typ Kh-101 handelte", sagt Tusk. "Aber wir wollen hundertprozentig sicher sein, um welchen Raketentyp es sich handelt und wer sie abgefeuert hat." Unbekanntes Objekt in Polen – Kampfjet steigt auf Die polnische Polizei hat in einem Feld einen Krater und Trümmerteile eines unbekannten Objekts gefunden. Dieses war während der russischen Angriffe auf die Ukraine vom Radar des Militärs im polnischen Luftraum erfasst worden, bevor es verschwand. Ein Kampfjet vom Typ F-16 sei zur Erkennung aufgestiegen, erklärt das Oberkommando der polnischen Streitkräfte. Das Innenministerium teilt auf X mit, der Krater habe einen Durchmesser von etwa zehn Metern. Die Polizei in der Woiwodschaft Lublin erklärt, sie habe einen Bericht über einen lauten Knall im Landkreis Bilgoraj erhalten. Polizisten hätten den Krater und verstreute Trümmerteile in einem Feld entdeckt, das etwa zwei Kilometer von den nächsten Gebäuden entfernt liege. Dem operativen Kommando der Streitkräfte zufolge wurde um 3.40 Uhr ein unbekanntes, sich westwärts bewegendes Objekt im polnischen Luftraum entdeckt. Kurz darauf sei es vom Radar verschwunden. Ein Hubschrauber sei zum letzten bekannten Standort des Objekts geflogen. Die Besatzung habe den wahrscheinlichen Absturzort in einem unbebauten Gebiet in der Nähe des Dorfes Tarnawa-Kolonia ausfindig gemacht. Lager des russischen Onlinehändlers Wildberries in Pensa getroffen In Russland ist bei einem ukrainischen Angriff erneut ein Lager des Onlinehändlers Wildberries getroffen worden. Das Lager in der westrussischen Stadt Pensa sei nach dem Drohnenangriff in Brand geraten, teilt Oleg Melnitschenko, der Gouverneur der gleichnamigen Region, auf Telegram mit. Eine Person sei verletzt worden, rund 200 Menschen seien aus dem Gebäude in Sicherheit gebracht worden. Der Krieg um "Russlands Amazon" – wer ist Tatjana Kim? Ukrainische Drohnen greifen Standorte des Onlinehändlers Wildberries an. Die Gründerin Tatjana Kim hat "Russlands Amazon" geschaffen – und gerät zwischen Oligarchen, Ramsan Kadyrow und den Ukraine-Krieg. Acht Tote bei russischen Angriffen Die Ukraine ist in der Nacht wieder zur Zielscheibe einer massiven Angriffswelle des russischen Militärs geworden. Städte bis im weit von der Grenze entfernten Westen des Landes seien mit Dutzenden Raketen und Marschflugkörpern sowie Hunderten Drohnen attackiert worden, berichteten ukrainische Medien am Morgen. Es gebe mindestens acht Tote und mehr als ein Dutzend Verletzte. In der Stadt Krywyj Rih wurde nach einem Bericht des "Kyiv Independent" das Wohnhaus einer Großfamilie von einer Rakete getroffen. Allein dort habe es sechs Tote gegeben, darunter zwei Kinder im Alter von fünf und zwölf Jahren, sowie acht Verletzte. Aus der Hauptstadt Kiew und dem Gebiet Poltawa wurden zwei weitere Todesopfer gemeldet. In Lwiw gebe es fünf Verletzte, hieß es unter Verweis auf Behördenangaben. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen. Das genaue Ausmaß der Schäden war bei Tagesanbruch noch unklar. Luftalarm in polnischer Stadt In der polnischen Stadt Lublin hat es am frühen Donnerstagmorgen einen Luftalarm gegeben. "Ich kann bestätigen, dass tatsächlich eine Luftangriffsgefahr bestand. Diese Information stammt direkt vom Sicherheitszentrum der Regierung. Sie ist glaubwürdig und bestätigt", erklärte Marcin Bubicz, Sprecher des Woiwoden von Lublin, gegenüber der Zeitung "Wirtualna Polska". Nach wenigen Minuten ertönten weitere Sirenen, um Entwarnung zu geben. Die Stadt liegt 90 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. In der Nacht hatte es erneut massive russische Angriffe mit Raketen, Drohnen und Marschflugkörpern gegeben. Klitschko meldet Angriffe auf Kiew Russische Raketen haben in der Nacht zum Donnerstag in der ukrainischen Hauptstadt Kiew Schäden angerichtet. Bürgermeister Vitali Klitschko berichtete auf Telegram von einem Brand in mehreren Gebäuden, die von herabfallenden Raketentrümmern getroffen worden seien. Auch in anderen Teilen der Ukraine hat es russische Luftangriffe gegeben, unter anderem in Lwiw im Westen. Selenskyj warnt vor Luftangriffen Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat vor einem angeblich unmittelbar bevorstehenden neuen schweren russischen Angriff aus der Luft gewarnt. Russland habe erst vor wenigen Tagen die Ukraine attackiert, "und die Wahrscheinlichkeit ist hoch", dass ein solcher Schlag auch heute Nacht ausgeführt werde, schrieb Selenskyj auf sozialen Netzwerken. Er berief sich dabei auf einen Lagebericht des ukrainischen Luftwaffenchefs Anatolij Krywonoschko. Russischer Geschäftsmann niedergeschossen Der Geschäftsführer eines russischen Drohnenherstellers ist bei einem Schusswaffenangriff verletzt worden. Andrej Tscheresow sei in der Nacht zum Mittwoch auf dem Heimweg von der Arbeit von einem unbekannten Angreifer attackiert worden, berichtete die russische Zeitung "Iswestija". Der Vorfall ereignete sich in Tula, rund 200 Kilometer südlich von Moskau. Die Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen wegen versuchten Mordes auf. Ukrainischer F-16-Kampfjet abgestürzt Die Ukraine hat einen der für sie wertvollen westlichen Kampfjets vom Typ F-16 verloren. Die Maschine sei an der Front unterwegs gewesen, um russische Luftangriffe abzufangen, hieß es aus dem Verteidigungsministerium in Kiew. Mittwoch, 29. Juli Russland greift an – Milchbetrieb gibt auf Russlands Krieg gegen die Ukraine trifft auch die Wirtschaft des Landes hart. Das zeigt das Beispiel eines Milchbetriebs in der Stadt Bohoduchiw in der Region Charkiw im Nordosten der Ukraine. Wie ein lokales Nachrichtenportal berichtet, muss die Firma den Betrieb nach einem russischen Drohnenangriff vom Mittwoch schließen. Verletzt worden sei bei dem Angriff zwar niemand, doch die Schäden an den Produktionsanlagen seien zu groß, um den Betrieb weiterzuführen, erklärte Betriebsleiter Dmytro Muraschkin nach Angaben der Nachrichtenagentur "RBC-Ukraine". Muraschkin zufolge hätten die Russen seinen Betrieb mehrfach ins Visier genommen, dieses Mal hätten sie ihr Ziel erreicht. Auf Bildern der Fabrik nach dem Angriff sind großflächige Schäden und Brandspuren zu erkennen. Dem Bericht von "RBC-Ukraine" zufolge hat auch die deutsche Handelskette Metro am Mittwoch angekündigt, ein Großhandelsgeschäft im südukrainischen Saporischschja nach wiederholten russischen Angriffen vorübergehend zu schließen. Zuletzt nahmen die russischen Truppen in der Ukraine auch gezielt Tankstellen ins Visier. Bei den Drohnenangriffen sterben auch immer wieder Zivilisten. Ein ukrainischer Branchendienst hat allein zwischen April und Anfang Juli mehr als 140 russische Drohnenangriffe auf Tankstellen registriert. Die Ukraine wiederum greift seit Monaten systematisch russische Raffinerien und Öldepots in Russland an. Zuletzt gerieten auch Logistikzentren des Onlinehändlers Wildberries ins Visier der Ukraine. Experten vermuten, dass die Ukraine mit diesen Angriffen unter anderem den Widerstand der Russen gegen den Krieg befeuern wollen. Kreml lässt Oppositionspartei überraschend bei Wahl antreten In knapp zwei Monaten ist in Russland Parlamentswahl und die Unzufriedenheit mit dem Krieg gegen die Ukraine ist groß. Sucht der Kreml jetzt ein Ventil? Mehr dazu lesen Sie hier . FSB erhebt Vorwürfe: Russland schreibt Telegram-Gründer Durow zur Fahndung aus Telegram ist der wichtigste Messengerdienst in Russland, die Behörden haben die App schon stark eingeschränkt. Jetzt geht der Kreml noch einen Schritt weiter. Lesen Sie den ganzen Artikel hier . Neuer ukrainischer Angriff auf Online-Händler Wildberries In der russischen Stadt Rjasan hat die Ukraine ein großes Logistikzentrum des Online-Händlers Wildberries und eine Raffinerie angegriffen. Der Gouverneur der Region südöstlich von Moskau, Pawel Malkow, bestätigte einen massiven Drohnenangriff. In Industriebetrieben seien Brände durch abstürzende Drohnentrümmer ausgelöst worden, teilte er in sozialen Netzwerken mit. In sozialen Medien kursierten diese Aufnahmen vom brennenden Lagerhaus in Rjasan: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte die Angriffe. Auch eine Raffinerie in Perm sei angegriffen worden. Getroffen worden seien Ziele, die Russland für die Verlängerung seines Krieges nutze. Moskau müsse die Kosten seiner Kriegsführung jeden Tag spüren, erklärte er. "Wir müssen den Aggressor schwächen und weiter Druck ausüben, um diesen Krieg zu einem Ende zu bringen", sagte Selenskyj. Es seien auch Schnellboote der Schwarzmeerflotte auf der von Russland besetzten Halbinsel Krim getroffen worden, teilte Selenskyj bei Telegram weiter mit. Russlands größter Versandhändler Wildberries teilte mit, dass in Rjasan das Logistikzentrum zur Sicherheit evakuiert und der Handel eingestellt worden sei. Seit diesem Monat attackiert die Ukraine immer wieder Logistikzentren des größten russischen Versandhauses Wildberries. Die symbolträchtigen und weithin sichtbaren Angriffe verursachen große Schäden. Selenskyj wirft Wildberries vor, mit für den Krieg wichtigen Komponenten zu handeln. US-Senat macht Weg frei für schärfere Sanktionen gegen Moskau Der US-Senat hat einen weitreichenden Gesetzentwurf für Sanktionen gegen die russische Energiewirtschaft auf den Weg gebracht. In einer ersten Verfahrensabstimmung stimmten die Senatoren am Dienstag mit 86 zu zwölf Stimmen für die Vorlage, die den wirtschaftlichen Druck auf Moskau wegen des Kriegs in der Ukraine erhöhen soll. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verfolgte die Abstimmung im Kapitol. Sie galt als Würdigung des kürzlich verstorbenen republikanischen Senators Lindsey Graham, einem der einflussreichsten Unterstützer der Ukraine im Kongress, an dessen Beerdigungstag die Abstimmung stattfand. Der Entwurf würde Präsident Donald Trump die Befugnis geben, Zölle von bis zu 100 Prozent auf Importe aus Ländern wie China und Indien zu erheben, die in großem Umfang russisches Öl und Gas kaufen. Obwohl die Demokraten die Sanktionen grundsätzlich unterstützen, gibt es Bedenken wegen dieser neuen Zoll-Befugnisse für Trump. Einige befürchten höhere Importkosten und kritisieren die Vorlage als "massive Hintertür-Autorität" für Zölle, die auch europäische Verbündete treffen könnten. Der Entwurf ist noch mehrere Schritte von einer Verabschiedung entfernt und muss nach weiteren Abstimmungen im Senat auch vom Repräsentantenhaus gebilligt werden, das erst im September wieder zusammentritt. Auf Wunsch Trumps wurden auch Sanktionen gegen den Iran in das Paket aufgenommen. Medwedew: "Das ist eine Lüge des Feindes" In Russland sollen sich nach offiziellen Angaben im ersten Halbjahr erneut rund 200.000 Freiwillige für den Angriffskrieg gegen die Ukraine gemeldet haben. Diese nicht überprüfbare Zahl nannte der Vizechef des nationalen Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew, bei einer Sitzung. In einem bei Telegram veröffentlichten Video wies er zugleich Behauptungen der ukrainischen Führung zurück, wonach Moskau wie nach Kriegsbeginn 2022 eine Mobilmachung plane, um massive Verluste bei den Streitkräften auszugleichen. Es handle sich um Lügen, Provokationen und Gerüchte, die der Feind gezielt verbreite, um die Lage in Russland vor der Parlamentswahl im September zu destabilisieren, sagte Ex-Kremlchef Medwedew. Die Angst vor einer neuen Mobilmachung ist in Russland tatsächlich mit Händen greifbar, viele Menschen glauben den offiziellen Beteuerungen nicht. Auch 2022 hatte der Kreml behauptet, es sei keine Zwangsrekrutierung geplant. Als sie doch kam, ergriffen Hunderttausende die Flucht. "Ich möchte noch einmal ausdrücklich betonen: Es besteht keinerlei Notwendigkeit für eine Mobilmachung. Das ist eine Lüge des Feindes, der selbst unter einem Mangel an Personal leidet", sagte Medwedew. Die personellen Erfordernisse der russischen Streitkräfte seien im ersten Halbjahr "vollkommen" erfüllt worden, sagte er. Russland lockt die Freiwilligen mit hohen Prämien und Einkommen. Viele Männer, die ihren Wehrdienst abgeleistet haben, berichten aber auch von Druck, sich für den Kriegsdienst zu verpflichten. Begrenzungen beim Kraftstoffverkauf in Russland gelockert Knapp zwei Monate nach dem Beginn von Begrenzungen beim Kraftstoffverkauf in Russland infolge ukrainischer Angriffe wurden am Montag und Dienstag die Maßnahmen in mindestens sieben Regionen aufgehoben oder gelockert, wie aus Angaben der Behörden und Medienberichten hervorging. Darunter waren die Hauptstadt Moskau, die zweitgrößte Metropole Sankt Petersburg sowie stark betroffene Regionen im Süden. In Moskau und Sankt Petersburg hoben die Mineralölkonzerne Lukoil, Teboil und Gazprom Neft die Abgabebeschränkungen an ihren Tankstellen vollständig oder teilweise auf, wie das Fachmedium "Infotek" berichtete. Laut örtlichen Medienberichten wurden die Einschränkungen auch in den Regionen Rostow, Wolgograd, Stawropol und Krasnodar im Südwesten sowie in der Region Omsk in Sibirien gelockert oder aufgehoben. Der für Energie zuständige russische Vizeregierungschef Alexander Nowak hatte bereits am Samstag angegeben, dass sich die Lage "schrittweise" stabilisiere. Mehrere Raffinerien hätten nach ukrainischen Angriffen ihre "Tätigkeit wieder aufgenommen". Die Lage bei der Kraftstoffversorgung habe sich auch für Landwirte "deutlich verbessert". Dienstag, 28. Juli Selenskyj erhält offenbar Zusagen für Patriot-Produktion Bei seinem Besuch in Washington hat sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nach eigenen Angaben auch mit Vertretern der Rüstungsfirma Lockheed Martin getroffen, die unter anderem Flugabwehrraketen vom Typ Patriot produziert. Bei dem Treffen sei "ein noch stärkeres Wachstum unserer Zusammenarbeit" besprochen worden, schrieb Selenskyj am Abend auf X. US-Präsident Donald Trump hatte der Ukraine kürzlich in Aussicht gestellt, die Raketen in Lizenz selbst zu produzieren . "Wir sprachen über unsere gemeinsamen Möglichkeiten bezüglich Patriots und anderer Systeme", schrieb Selenskyj zu dem Treffen mit den Firmenvertretern. "Unsere Teams arbeiten bereits an konkreten Lösungen, um so schnell wie möglich zu gemeinsamer Produktion überzugehen". Konkreter äußerte sich der ukrainische Präsident nicht. Mit deutscher Technik? Ukrainische Firma testet Alternative zur US-Abwehr Das Patriot-Flugabwehrsystem ist eine entscheidende Waffe für die Verteidigung der Ukraine. Es ist das einzige Waffensystem, mit dem sich auch Russlands ballistische Raketen abfangen lassen. Allerdings hat die Ukraine wohl nur noch wenige Patriot-Abfangraketen auf Lager. Die Produktion der Raketen gilt als technisch anspruchsvoll. Noch ist unklar, wann die Fertigung in der Ukraine beginnen kann. Das Land arbeitet auch an einem eigenen Abfangsystem, das aber frühestens im kommenden Jahr einsatzbereit sein soll. Ukraine warnt Iran nach Angriff auf Schiff vor Eskalation Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha hat nach dem tödlichen Angriff auf ein iranisches Frachtschiff seinen Teheraner Kollegen Abbas Araghtschi angerufen und die Lage erklärt. Es sei das Ziel Kiews, eine unnötige Eskalation zu vermeiden, teilte Sybiha bei X mit. Er äußerte sich nach seinem Besuch mit dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj bei US-Präsident Donald Trump in Washington. Der Ukraine gehe es bei ihren Angriffen nur darum, sich selbst vor der russischen Aggression zu verteidigen. Der Minister räumte ein, dass die Ukraine im Kaspischen Meer ein ziviles Schiff angegriffen und dabei einen iranischen Staatsangehörigen getötet habe. Demnach forderte Sybiha seinen Kollegen Araghtschi auf, auf eskalierende Schritte zu verzichten und jede Unterstützung für den russischen Angriffskrieg einzustellen. "Dieser Krieg ist illegal, und er muss enden", sagte der Minister. Araghtschi hatte den Angriff am Samstag scharf verurteilt und mit Vergeltung gedroht. Er warf Selenskyj, der von dem Angriff berichtet hatte, einen Verstoß gegen das Völkerrecht vor und wandte sich dabei auch an die EU und Russland. Selenskyj lobt "gutes Treffen" mit Trump Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich nach seinem Gespräch mit US-Präsident Donald Trump in Washington zufrieden gezeigt. Es sei ein "gutes Treffen" gewesen, erklärte Selenskyj am Dienstag auf X. Er habe mit Trump "über Lizenzen für die Produktion von Patriot-Abfangraketen" verhandelt. Ein weiteres Thema seien die Friedensbemühungen für ein Ende des Ukraine-Kriegs gewesen. "Es ist wichtig, dass der diplomatische Prozess wiederbelebt wird", schrieb Selenskyj. Selenskyj dankte Trump und den USA für ihre "entschlossene Unterstützung" im russischen Angriffskrieg. Dazu veröffentlichte er Fotos, die ihn mit Trump im Oval Office des Weißen Hauses zeigen. An dem Treffen nahmen demnach auch die Außen- und Verteidigungsminister der USA und der Ukraine teil. Zuvor hatte Selenskyj erklärt, es gehe ihm vor allem um größere militärische Fähigkeiten zur Verteidigung gegen russische Angriffe mit ballistischen Raketen. Was genau er mit Trump vereinbarte, teilte er nach dem Gespräch nicht mit. Die Kommunikation solle jedoch fortgesetzt werden. Vom "Diktator" zum Partner : Was hinter Trumps Ukraine-Wende steckt Nach Angaben der UN hatte Russland mit ballistischen Raketen im Juni die meisten ukrainischen Zivilisten in einem Monat seit April 2022 getötet. Diese Raketen kann die ukrainische Luftabwehr nur mit Patriot-Systemen aus den USA abfangen, an denen es jedoch mangelt. Diese Situation hat sich seit dem Beginn des Iran-Kriegs im Februar noch weiter verschärft. Selenskyj und der US-Präsident: Das kann auch Trump nicht mehr ignorieren Donald Trump hat Wolodymyr Selenskyj wieder im Oval Office empfangen – und plötzlich wirkt vieles anders. Was steckt hinter der überraschenden Kehrtwende des US-Präsidenten? Fünf Entwicklungen sind dafür mitverantwortlich. Lesen Sie den ganzen Artikel hier . Brutaler Überfall auf Ukrainer – Tusk reagiert deutlich Ein brutaler Angriff in Breslau schockiert Polen: Drei Männer schlagen ein ukrainisches Paar zusammen. Tusk warnt vor wachsender Gewalt und erwartet Konsequenzen von Staatsoberhaupt Nawrocki. Lesen Sie den ganzen Artikel hier . Teure Brücke könnte zum strategischen Knoten für Russland werden Zwischen Nordkorea und Russland entsteht erstmals eine Straßenbrücke. Beobachter befürchten einen militärischen Zweck des Großprojekts. Lesen Sie den ganzen Artikel hier . Irland will weiter Aluminium an Russland liefern Der irische Regierungschef Micheál Martin lehnt weiter ab, dass die Aluminium-Raffinerie des russischen Staatsunternehmens Rusal im Norden Irlands unter EU-Sanktionen fällt. Aluminium stehe bisher nicht auf der Sanktionsliste, sagte er bei einem Besuch von Kanzler Friedrich Merz in Dublin. Die Raffinerie beliefere auch Fabriken in der EU wie etwa im französischen Dünkirchen. Merz erklärte, man werde über das russische Werk reden, aber nicht öffentlich. "Hier gilt es auch, die eigenen europäischen und nationalen Interessen zu wahren", mahnte er. Der Frage, warum im niedersächsischen Lingen die Produktion russischer Brennelemente erlaubt werde, wich Merz aus. Die EU hatte kürzlich ihr 21. Sanktionspaket gegen Russland beschlossen. Etliche EU-Staaten verhindern aber, dass Wirtschaftsbereiche unter die Sanktionen fallen, die für sie wichtig sind. Insider: Raffinerie in Westsibirien steht nach Angriff still Die russische Raffinerie Tjumen im Westen Sibiriens hat Insidern zufolge die Ölverarbeitung am vergangenen Samstag nach einem ukrainischen Drohnenangriff eingestellt. Eine Anlage zur Diesel-Entschwefelung und eine zur Benzinproduktion hätten Feuer gefangen. Die Insider lehnen es ab, sich dazu zu äußern, wann die Raffinerie den Betrieb wieder aufnehmen könnte. Der Betreiber war für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar. Lokalbehörden hatten am Samstag lediglich mitgeteilt, dass ein ukrainischer Drohnenangriff ein Feuer in der Raffinerie ausgelöst habe. Die Anlage liegt mehr als 2.000 Kilometer von der Ukraine entfernt. In ihr werden Branchenschätzungen zufolge jährlich rund sechs Millionen Tonnen Rohöl verarbeitet und etwa eine halbe Million Tonnen Benzin und 2,8 Millionen Tonnen Diesel hergestellt. Die Ukraine nimmt seit geraumer Zeit verstärkt die russische Ölinfrastruktur ins Visier, was in einigen Gebieten Russlands zu akuten Treibstoffengpässen geführt hat. Viele Verletzte nach ukrainischen Drohnenangriffen auf Busse Bei ukrainischen Drohnenangriffen auf zwei Busse sind nach russischen Angaben insgesamt 24 Menschen verletzt worden. In der Grenzstadt Schebekino sei eine Drohne in einen Linienbus eingeschlagen, teilte der amtierende Gouverneur der westrussischen Region Belgorod, Alexander Schuwajew, mit. 19 Menschen seien verletzt worden, 6 davon schwer. Eine zweite Attacke wird aus den von russischen Truppen besetzten Gebieten in der Ukraine gemeldet. In der Stadt Horliwka unweit von Donezk habe eine ukrainische Drohne fünf Personen verletzt, als sie in einen Bus eingeschlagen sei, teilte Horliwkas Bürgermeister Iwan Prichodjko mit. Wegen ukrainischer Drohnen: Finnland schränkt Luft- und Seeverkehr ein Finnland schließt wegen der Gefahr verirrter Drohnen einen Teil seines Luftraums und schränkt den Seeverkehr vor seiner Südküste nahe der russischen Grenze ein. Die Maßnahmen sollen den Behörden sichere Gegenmaßnahmen und den Schutz von Unbeteiligten ermöglichen, sollte eine Drohne in das Gebiet eindringen, sagte ein finnischer Militärsprecher. Zur Herkunft der Informationen über mögliche Drohnenaktivitäten äußert er sich nicht. Hintergrund sind wiederholte Vorfälle, bei denen ukrainische Militärdrohnen auf dem Weg zu Zielen in Russland in den Luftraum von Nato-Staaten wie Finnland, Estland, Lettland und Litauen eindringen. Die Ukraine und Nato-Staaten machen russische Störsender für die Kursabweichungen verantwortlich. Die Regierung in Moskau wirft der Ukraine dagegen vor, die Drohnen absichtlich über die Grenzen zu steuern. Selenskyj in den USA eingetroffen: Treffen mit Trump geplant Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist mittlerweile in den USA eingetroffen. Er teilte dies über den Kurznachrichtendienst X mit. Mit Blick auf sein geplantes Treffen mit US-Präsident Donald Trump erklärte er, oberste Priorität hätten die Raketenabwehr und die strategische Kooperation mit den USA. Die Ukraine benötigt zur Abwehr des russischen Angriffskriegs dringend mehr Unterstützung bei der Flugabwehr. Ukraine könnte schon im Herbst ballistische Raketen einsetzen Die Ukraine könnte Moskau womöglich bereits im Herbst mit ballistischen Raketen angreifen. Denys Schtilerman, Inhaber und Chefkonstrukteur des Rüstungsunternehmens Fire Point, erklärte im Gespräch mit dem Journalisten Dmitry Gordon, entsprechende Raketen befänden sich in der Endphase der Tests. Danach werde das Militär ab Herbst mit dem Einsatz gegen wichtige Moskauer Ziele beginnen. Bürgermeister: Moskau über Nacht mit mehr als 390 Drohnen angegriffen Die russische Hauptstadt Moskau ist nach Angaben des Bürgermeisters Sergej Sobjanin mit mehr als 390 Drohnen angegriffen worden. Die Drohnen hätten Moskau zwischen Montagabend und Dienstagmorgen angeflogen und seien größtenteils von der Luftabwehr "lange vor Erreichen der Stadt neutralisiert" worden, erklärte Sobjanin im Onlinedienst Telegram. 81 "feindliche" Drohnen seien zerstört worden, als sie sich Moskau näherten, fügte er hinzu. Der Gouverneur der Region Moskau, Andrej Worobjow, meldete ebenfalls Drohnenangriffe. Dabei seien Wohnhäuser in der Stadt Tschechow und dem Dorf Waulowo beschädigt worden. Die Angriffe auf Moskau erfolgten wenige Stunden vor einem Besuch des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Washington. Dort empfängt US-Präsident Donald Trump den ukrainischen Staatschef im Weißen Haus. Montag, 27. Juli Russischer Doppelmörder kämpft in der Ukraine Ein wegen eines besonders grausamen Doppelmordes verurteilter Russe ist offenbar an die Front in der Ukraine geschickt worden. Kirill Tscheplygin aus Atschinsk in der Region Krasnojarsk habe am 9. Juni einen Vertrag mit dem russischen Verteidigungsministerium unterzeichnet, sagte die Mutter seiner getöteten Ex-Frau, wie das russische Exilmedium "Meduza" berichtet. Im Dezember 2025 war der 35-Jährige zu 19 Jahren und zwei Monaten Haft in einer Strafkolonie mit verschärften Bedingungen verurteilt worden. Tscheplygin hatte seine Ex-Frau Jekaterina und deren neuen Partner im Februar 2025 zunächst in einem Treppenhaus und anschließend auf der Straße mit einem Messer getötet. Die Mutter der Frau musste die Tat nach Angaben der Staatsanwaltschaft von einem Fenster aus mitansehen. Schon während der Ermittlungen soll Tscheplygin darum gebeten haben, an die Front geschickt zu werden, um einer Haftstrafe zu entgehen. Mehr als 11.000 Menschen hatten eine Petition gegen seine Freilassung unterschrieben. Die Angehörigen fürchten demnach, dass Tscheplygin nach einem möglichen Kriegseinsatz begnadigt werden und zurückkehren könnte. In Russland hat es wiederholt Fälle gegeben, in denen verurteilte Straftäter statt zur Verbüßung ihrer Haftstrafen für den Krieg gegen die Ukraine rekrutiert wurden. Kreml verkauft Rohdiamanten – um Putins Staatskasse aufzufüllen Russland will große Rohdiamanten aus seiner staatlichen Reserve versteigern. Nach Angaben des Finanzministeriums soll die Auktion am 9. September in Moskau stattfinden. Angeboten werden natürliche Diamanten mit einem Gewicht von mindestens 10,8 Karat. Die Steine stammen aus dem staatlichen Edelmetall- und Edelsteinfonds Gokhran. Die Diamanten werden in einzelnen Losen verkauft. Interessenten müssen zuvor eine Kaution von 200.000 Rubel hinterlegen. Erfolgreiche Bieter erhalten anschließend das Recht, Kaufverträge über die jeweiligen Steine abzuschließen. Die Auktion folgt auf umfangreiche Goldverkäufe der russischen Zentralbank. Dem Bericht von United24 zufolge wurden seit Januar 43,5 Tonnen Gold verkauft. Zugleich näherte sich das russische Haushaltsdefizit im ersten Halbjahr sechs Billionen Rubel. Drohne hatte Kamera: Russland griff Supermarkt wohl absichtlich an Die Drohne, mit der Russland einen ukrainischen Supermarkt angegriffen hat, war offenbar mit einer Kamera ausgestattet. Wolodymyr Tymoschko, Chef der Nationalen Polizei des Gebiets Tschernihiw, sagte dem ukrainischen öffentlich-rechtlichen Sender Suspilne, Russland habe die zivile Einrichtung nach ersten Erkenntnissen absichtlich angegriffen, um eine möglichst große Zahl von Opfern zu treffen. Er betonte, die Untersuchung deute darauf hin, dass es sich um einen "Terrorakt" handle – "einen Akt ihres sinnlosen Hasses gegen alles, was mit der Ukraine zu tun hat, insbesondere ihren Hass gegen jeden Menschen, einschließlich Zivilisten". Bei dem Angriff auf den ATB-Supermarkt in Tschernihiw starben zwei Menschen, darunter ein Kind. 20 weitere wurden verletzt. Wildberries reagiert auf Drohnenangriffe – mit ungewöhnlichem Schritt Russlands größter Onlinehändler Wildberries hat offenbar begonnen, militärbezogene Produkte aus bestimmten Suchergebnissen verschwinden zu lassen. Nach übereinstimmenden Berichten verschiedener Medien reagiert das Unternehmen damit auf eine Serie ukrainischer Angriffe auf seine Lager. Der Schritt betrifft vor allem Suchbegriffe mit direktem Bezug auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Lesen Sie hier mehr dazu. Ukraine: Frachter nach russischem Angriff vor Odessa gesunken Vor der Küste der ukrainischen Hafenstadt Odessa ist nach Angaben der dortigen Behörden ein internationaler Frachter eine Woche nach einem russischen Beschuss gesunken. Das unter der Flagge von Guinea-Bissau fahrende Schiff "Golden Leo" erlitt laut der Hafenbehörde am 19. Juli bei einem russischen Angriff schwere Schäden. Dabei kamen demnach neun Besatzungsmitglieder ums Leben, acht wurden gerettet. Das mit Mais beladene Schiff befand sich auf dem Weg nach Rumänien. Eine russische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor. Russland: Angriffe gegen ukrainischen Hafen Russland hat nach eigener Darstellung den ukrainischen Hafen Tschornomorsk in der Region Odessa angegriffen und dort erhebliche Schäden angerichtet. Wie das Verteidigungsministerium in Moskau nach Angaben der Staatsagentur Tass mitteilte, wurde im Hafen ein Container-Terminal mit Militärgütern angegriffen und beschädigt. Zudem sei bei dem Angriff mit Präzisionswaffen und Drohnen ein Stückgutfrachter getroffen worden. Von ukrainischer Seite wurde am Abend bestätigt, dass vor der Küste bei Odessa ein unter fremder Flagge fahrender Frachter nach einem russischen Raketenangriff gesunken sei. Bei dem Angriff am 19. Juli seien neun Besatzungsmitglieder sowie ein ukrainischer Lotse getötet worden, teilte der regionale Militärverwalter Oleh Kiper auf Telegram mit. Acht Mann Besatzung seien gerettet worden. Die "Golden Leo", die unter der Flagge von Guinea-Bissau fuhr, habe Mais transportiert. Russland versucht seit einiger Zeit, die ukrainische Schifffahrt in der Region Odessa sowie zu den Donau-Binnenhäfen zu stören. Die Ukraine exportiert einen großen Teil ihres Getreides über diese Häfen. Der Hafen von Tschornomorsk zählt zu den größten in Europa. Burnham empfängt Selenskyj und macht Versprechen Der neue britische Premierminister Andy Burnham empfängt den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj am Montag als ersten ausländischen Staatschef seiner Amtszeit. Selenskyj macht dabei auf dem Weg nach Washington Station in Großbritannien, wo er am Dienstag mit US-Präsident Donald Trump zusammentreffen soll. Burnham und Selenskyj wollen nach Angaben des britischen Regierungssitzes einen Marinestützpunkt besuchen. Dort treffen sie britische und ukrainische Militärangehörige, die an der Ausbildung ukrainischer Streitkräfte beteiligt sind. Rund 200 ukrainische Soldaten und Seeleute nahmen zuletzt in Großbritannien an Übungen zur Sicherheit auf See und zur Minenabwehr teil. "Großbritannien steht Schulter an Schulter mit der Ukraine, und unsere Unterstützung bleibt unerschütterlich", erklärte Burnham. Russland dürfe am britischen Durchhaltewillen nicht zweifeln. London werde nicht nachlassen, bis ein dauerhafter und gerechter Frieden für die Ukraine erreicht sei. Großbritannien kündigte zudem an, der Ukraine die Rechte an einer neuen Technik zur elektronischen Störung russischer Luftabwehrsysteme zu überlassen. Das an Drohnen befestigte Gerät mit dem Namen "Stone Cloak" soll deren Ortung und Bekämpfung erschweren. Tausende der Geräte wurden nach britischen Angaben bereits an die Ukraine geliefert. Ukraine: Zwölf Verletzte bei Drohnenangriff auf Belgorod Bei einem Drohnenangriff auf die russische Stadt Belgorod nahe der ukrainischen Grenze werden nach Behördenangaben zwölf Menschen verletzt, darunter zwei Kinder. Dies teilen die regionalen Behörden auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Mehrere Wohnungen in einem Wohnhaus und über 15 Autos seien in Brand geraten. Die Nachrichtenagentur Reuters konnte den Bericht nicht unabhängig überprüfen. Ältere Nachrichten zum Krieg in der Ukraine lesen Sie hier .
