Fehlermeldung

Deprecated function: Array and string offset access syntax with curly braces is deprecated in include_once() (line 20 of /mnt/web715/a0/94/5496894/htdocs/automotivemedia-cms/includes/file.phar.inc).

Urlaub in Italien: Diese Falle macht Autofahrt schnell teuer

Italiens "Tutor"-System macht die Urlaubsfahrt schnell teuer. Was genau steckt dahinter? Wer mit dem Auto nach Italien fährt, sollte auf Autobahnen die Geschwindigkeit stets einhalten. Das italienische "Tutor"-System misst nämlich Überschreitungen der zulässigen Höchstgeschwindigkeit nicht nur an einem Punkt, wie dies sogenannte "Blitzer" tun. Es berechnet das Durchschnittstempo über längere Abschnitte. Wer vor einer Kamera bremst und danach wieder beschleunigt, kann trotzdem ein Bußgeld erhalten. Ein klassischer Blitzer fotografiert ein Auto an einer festen Stelle. "Tutor" arbeitet anders. Kameraportale erfassen ein Fahrzeug bei der Einfahrt in einen Abschnitt und bei der Ausfahrt. Aus der Fahrzeit berechnet das System die Durchschnittsgeschwindigkeit. Bremsen vor der Kamera hilft nicht Das "Tutor"-Netz umfasst nach Angaben von geblitzt.de rund 1.800 Kilometer und 178 Abschnitte. Besonders wichtig sind die großen Reiserouten, darunter die A1 und die A14. Die Polizei schaltet jedoch nicht jeden Abschnitt gleichzeitig scharf. Wer auf einer aktiven Strecke zu schnell fährt, fällt jedoch nicht nur an einer einzelnen Messstelle auf. Die modernisierte Version "Tutor 3.0" kann mehr als frühere Modelle. Sicher belegt sind die Messung der Durchschnittsgeschwindigkeit, die Kontrolle bei Nacht und Nebel sowie die Erfassung von Fahrten auf dem Standstreifen. Die Software ist zudem für die Erkennung weiterer Verstöße vorbereitet, etwa für Geisterfahrten und die Missachtung von Lkw-Überholverboten. Bei Regen gilt oft Tempo 110 Für Urlauber ist vor allem das Wetter wichtig. Auf vielen italienischen Autobahnen gilt normalerweise eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 130 km/h, die bei Regen oder Schnee auf 110 km/h sinkt. Das Tutor-System kann auch diese niedrigere Grenze überwachen. Die Bußgelder sind hoch. Wer das Tempolimit um bis zu 10 km/h überschreitet, muss etwa 42 Euro zahlen. Bei mehr als 60 km/h zu viel kann die Strafe auf über 3.000 Euro steigen. Zwischen 22 Uhr und 7 Uhr werden Bußgelder in Italien um ein Drittel erhöht. Rein rechnerisch können Autofahrer eine kurze Tempoüberschreitung durch anschließendes Langsamfahren ausgleichen, da das System die Durchschnittsgeschwindigkeit zwischen zwei Punkten misst. In der Praxis ist das jedoch äußerst riskant. Die Post kommt auch nach Deutschland Wer nach dem Urlaub einen Bescheid aus Italien bekommt, sollte ihn nicht ignorieren. Italienische Bußgelder können auch in Deutschland vollstreckt werden. Das gilt ab einer Gesamtsumme von 70 Euro.