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Unwetter in Aachen und NRW: Zug-Evakuierung und Unfälle

Schwere Gewitter trafen die Region Aachen: Ein Polizeiauto gerät bei Aquaplaning in den Gegenverkehr, ein Zug muss bei Erkelenz evakuiert werden. Ein Polizeiauto gerät bei Aquaplaning in den Gegenverkehr, ein Zug bleibt zwischen umgestürzten Bäumen liegen, Passagiere müssen aussteigen: Ein heftiges Sommergewitter hat der Region Aachen am Montagabend und in der Nacht einen chaotischen Ausnahmezustand beschert. Am frühen Montagabend braute sich über der Region ein heftiges Unwetter zusammen. Am stärksten traf es die Stadt Aachen sowie die Gemeinde Erkelenz im Kreis Heinsberg, wie "Aachener Zeitung" und WDR berichten. Polizei und Feuerwehr rückten zahlreiche Male aus, auch der Zugverkehr geriet ins Stocken – ein Zug musste sogar evakuiert werden. Aachener Feuerwehr an fast 70 Einsatzorten gefordert Bereits kurz nach 18 Uhr liefen bei der Polizei Aachen die ersten Notrufe ein. Bis zum Abend zählte die Behörde 17 witterungsbedingte Einsätze in der Städteregion, wie ein Polizeisprecher gegenüber der "Aachener Zeitung" berichtete. Noch deutlicher zeigte sich das Ausmaß bei der Feuerwehr: Rund 70 Mal mussten die Kräfte ausrücken. Neben der Berufsfeuerwehr war dabei die komplette Freiwillige Feuerwehr Aachens im Einsatz. Die meisten Einsätze konzentrierten sich auf das Stadtgebiet selbst, nur vereinzelt – etwa in Alsdorf – rückten die Retter auch in Nachbarstädten an. Umgestürzte Bäume und abgebrochene Äste waren die häufigste Ursache. Betroffen waren unter anderem die Kreuzung Kurbrunnenstraße/Römerstraße an der Normaluhr sowie die Saarstraße, wo Bäume auf die Fahrbahn krachten und dabei geparkte Autos beschädigten. In der Rochusstraße spülte der Starkregen den Untergrund der Fahrbahn aus, in der Weberstraße lösten sich Bauteile von einem Dach und fielen auf die Straße. Besonders gefordert war die Feuerwehr im Stadtteil Burtscheid, wo mehrere Einsätze zeitgleich liefen. Heinsberg: 200 Feuerwehrkräfte gegen umgestürzte Bäume Zu einem Unfall kam es auf der B57 im Alsdorfer Ortsteil Duffesheide: Ein Streifenwagen der Polizei rutschte gegen 18.45 Uhr in einer Senke ins Aquaplaning und geriet dabei auf die Gegenfahrbahn. Dort stieß das Fahrzeug mit einem Lieferwagen zusammen. Die beiden Polizeibeamten erlitten leichte Verletzungen, der Fahrer des Lieferwagens blieb unverletzt. Für die Unfallaufnahme wurde die Straße kurzzeitig gesperrt, am Abend war sie wieder frei. Fast zeitgleich zog auch über den Kreis Heinsberg eine schwere Gewitterzelle, die vor allem die Gemeinde Erkelenz traf. Innerhalb weniger Minuten gingen gegen 19.30 Uhr rund 30 Notrufe bei der Polizei ein. Die Feuerwehr Heinsberg kam am Ende auf etwa 80 Einsätze, wie ein Sprecher mitteilte – dafür waren rund 200 Einsatzkräfte im Kreisgebiet unterwegs. Auch hier dominierten umgestürzte Bäume und abgebrochene Äste das Bild, hinzu kamen einzelne Fälle von abgedeckten Dächern und vollgelaufenen Kellern. Auf der A46 zwischen den Anschlussstellen Erkelenz-Süd und Erkelenz-Ost blockierten heruntergefallene Äste zeitweise beide Fahrtrichtungen komplett. Baumschäden an der Oberleitung schränken Zugverkehr ein Auch der Bahnverkehr blieb von dem Unwetter nicht verschont. Laut der Plattform Zuginfo.NRW kam es an der Strecke bei Aachen zu Schäden an der Oberleitung, in deren Folge Reparaturarbeiten sowohl die Verbindung Aachen–Köln als auch die Strecke Aachen–Mönchengladbach beeinträchtigten. Reisende mussten sich demnach noch bis in die späten Abendstunden auf Verspätungen und ausfallende Züge einstellen. Auf mehreren Abschnitten – zwischen Mönchengladbach und Aachen, Heinsberg und Lindern, Herzogenrath und Stolberg sowie Stolberg und Langerwehe – wurden Busse als Ersatz eingesetzt. Ein Zug zwischen Mönchengladbach und Aachen musste zudem anhalten: Nahe dem Erkelenzer Ortsteil Mennekrath versperrten umgestürzte Bäume und Äste die Strecke. Die Feuerwehr holte die Fahrgäste aus dem Zug und brachte sie mit Einsatzfahrzeugen zum Bahnhof Erkelenz. Bei der Evakuierung zog sich eine Person leichte Verletzungen zu, deren genaue Ursache zunächst offenblieb. Deutlich milder traf es unterdessen den Kreis Düren: Dort registrierte die Polizei bis zum späten Abend keinen einzigen witterungsbedingten Einsatz. In Aachen und Heinsberg dagegen dauerten die Aufräumarbeiten der Feuerwehren zu diesem Zeitpunkt teilweise noch an – vereinzelte Verkehrseinschränkungen waren weiterhin möglich.