Insolvenz: Autohersteller aus Deutschland ist insolvent
Sono Motors hat Insolvenz angemeldet und den Betrieb eingestellt. Das Münchner Unternehmen sucht jetzt Käufer für seine Solartechnik. Der Sion sollte ein ganz besonderes Elektroauto werden. Solarzellen in der Karosserie sollten beim Fahren, beim Parken und im Alltag zusätzlichen Strom liefern. Doch jetzt ist der Traum vorbei. Sono Motors hat den Betrieb zum 31. Juli 2026 eingestellt und ein Insolvenzverfahren eröffnet. Das Münchner Unternehmen sucht nun Käufer für seine Solartechnik (Patente, Elektronik, Daten und technische Unterlagen). Autohersteller insolvent: Käufer für Sono Solar gesucht Sono Motors fand keine neue Finanzierung. Gespräche mit Investoren führten ins Leere. Zum Verkauf steht das gesamte Paket unter der Marke Sono Solar. Dazu gehören die Marke selbst, die Solartechnik des Sion, Steuergeräte für das Laden mit Sonnenstrom, Datendienste, Hardware und technische Dokumentationen. Konkrete Bieter nennt das Unternehmen nicht. Auch ein offizielles Bieterverfahren ist bislang nicht bekannt. Geschäftsführer Denis Azhar wirbt dennoch für die Technik. Das Know-how aus zehn Jahren Solarmobilität sei einzigartig. Nun suche man Käufer, die die marktreifen Produkte weiterführen und damit ein Geschäft aufbauen. Nach Insolvenz : Hotelkette entlässt 500 Mitarbeiter MäcGeiz ist insolvent: 50 Filialen müssen schließen Insolvenz bei deutschem Autohersteller: Erst scheiterte das Auto Bekannt wurde Sono Motors durch den Sion. Das Elektroauto sollte Solarzellen in der Karosserie tragen und so zusätzliche Reichweite gewinnen. Für viele Unterstützer stand der Sion für eine andere Art von Mobilität: günstiger, unabhängiger und klimafreundlicher. Doch in Serie ging das Auto nie. Im Mai 2023 beantragte Sono Motors ein Schutzschirmverfahren. Die Finanzierung war gescheitert. Rund 50 Millionen Euro an Kundenanzahlungen mussten zurückgezahlt werden. Im September 2023 folgte ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Zunächst gelang die Sanierung. Anfang 2024 bestätigte das Insolvenzgericht München einen Restrukturierungsplan. Mit dem Investor Yorkville schloss Sono Motors einen Deal für das Solargeschäft ab. Damit war der Traum vom eigenen Auto jedoch vorbei. Sono Motors wollte stattdessen andere Fahrzeughersteller und Flottenbetreiber mit Solartechnik beliefern. Doch auch dieses Geschäft trug nicht. Dann zog die Mutter den Stecker Den entscheidenden Schnitt setzte schließlich die Muttergesellschaft Sono Group N.V. Sie beschloss im März 2026, die Tochter nicht mehr zu finanzieren und sich sofort aus dem Solargeschäft zurückzuziehen. Im Anschluss gab die Sono Group ihre Beteiligung an der GmbH für einen symbolischen Euro ab. Die Käufer waren Gesellschaften, die von den Geschäftsführern Denis Azhar und Jan Schiermeister kontrolliert werden. Mit übertragen wurden auch Gesellschafterdarlehen von rund 10,5 Millionen Euro. Die Sono Group hat sich inzwischen neu aufgestellt. Statt auf Solarmobilität setzt sie nun auf Bitcoin und andere digitale Anlagen. Diesmal gibt es keinen Neustart Das neue Verfahren unterscheidet sich grundlegend von der früheren Sanierung. Damals sollte Sono Motors bei laufendem Betrieb gerettet werden. Jetzt geht es nur noch darum, die verbliebenen Werte zu verkaufen. Damit endet Sono Motors als Unternehmen. Die Idee hinter dem Sion verschwindet jedoch nicht völlig. Sie steckt noch in Solartechnik, Patenten, Elektronik und Daten. Ob sich daraus noch einmal ein Geschäft entwickeln lässt, hängt nun von einem Käufer ab.
