Krise im Autobau: Insolvenz bei Zulieferer Hess Plastics im Siegerland
Die deutsche Autoindustrie schwächelt. Das bringt auch viele Zuliefererfirmen in Bedrängnis. Nun ist ein Kunststoffspezialist aus Nordrhein-Westfalen insolvent. Deutschlands Autoindustrie steckt in der Krise. Allein VW will bis zu 100.000 Stellen streichen und die Produktion drosseln. Die Folgen spüren auch die Autozulieferer. Nun meldet der Kunststoffspezialist Hess Plastics in Neunkirchen im nordrhein-westfälischen Siegerland Insolvenz an. Mit 290 Jobs stehen mehr als die Hälfte der insgesamt 550 Arbeitsplätze auf der Kippe. Der vorläufige Insolvenzverwalter Nikolaos Antoniadis erklärte der "Bild"-Zeitung: "Eine langfristige Sicherung des Unternehmens und der Arbeitsplätze ist nur durch einen Investor möglich." Pleite: Autohersteller aus Deutschland ist insolvent Insolvente Hotelgruppe: Entlassungen trotzt Übernahme Der Traditionsbetrieb Hess Plastics produziert seit 75 Jahren im Siegerland. Die Autobranche macht knapp ein Viertel des Geschäfts aus. Doch sind die Autobauer entscheidend. Zudem lasten hohe Kosten für Energie und Personal auf den Geschäftszahlen. So ist Hess Plastics kein Einzelfall. Der Autozulieferer Bosch baute massiv Stellen ab. Ähnlich wie das Unternehmen ZF in Friedrichshafen . Zu schaffen macht den Zuliefererbetrieben die Krise im deutschen Autobau. Der Absatz in China bricht ein. Zudem droht Deutschlands Autoindustrie, den Trend bei der Elektromobilität zu verlieren. BMW-Chef Milan Nedeljković räumte in der Vorwoche unumwunden ein, dass es sich um mehr handle als eine Konjunkturkrise.
