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Bombenanschlag auf russischen Drohnen-Chef Wladimir Tkatschuk

In Russland häufen sich Sprengstoffanschläge auf Personen aus dem Umfeld des Militärs. Nun traf es den Chef eines Unternehmens, das Kamikaze-Drohnen produziert. Ein Sprengstoffanschlag auf den Chef des russischen Drohnenunternehmens Uraldronzavod hat am Dienstag in der Nähe von Jekaterinburg ein Todesopfer gefordert. Wladimir Tkatschuk überlebte die Explosion seines Autos zwar schwer verletzt, sein Fahrer kam aber ums Leben, wie russische Staatsmedien meldeten. Das Auto explodierte im Ort Bolschoi Istok. Kremlnahe Telegram-Kanäle meldeten, der Sprengsatz sei unter dem Fahrzeug angebracht gewesen. Eine offizielle Bestätigung der Behörden dazu gab es nicht. Tkatschuk befinde sich in stabilem Zustand, teilte sein Telegram-Kanal mit. Die Ermittlungen laufen. Explosion in Russland : Anschlag auf Restaurant in Moskau Hersteller der Vampir-Drohne Das 2023 in Jekaterinburg gegründete Unternehmen stellt in Serie Kamikaze-Drohnen vom Typ Upyr her – russisch für Vampir. Russland setzt diese Drohnen im Krieg gegen die Ukraine ein. Sie gelten als vergleichsweise günstig und dennoch schlagkräftig. Tkatschuks Unternehmen ist mit westlichen Sanktionen belegt. Auf seinem Telegram-Kanal warf Tkatschuk der Ukraine vor, hinter dem Anschlag zu stecken, und kündigte Rache an. Die Produktion der Drohnen sei von dem Anschlag nicht betroffen. Auf einer ukrainischen Website, die Feinde der Ukraine listet, sind auch Tkatschuks persönliche Daten verzeichnet – mit dem Hinweis, dass sein Auto explodiert sei, er aber überlebt habe. In Russland kommt es immer wieder zu Sprengstoffanschlägen auf Kriegsunterstützer und ranghohe Militärs. Die russischen Behörden bezeichnen solche Taten als Terroranschläge und machen die Ukraine dafür verantwortlich. Erst am Wochenende kamen bei einer Bombenexplosion in einem Moskauer Restaurant mindestens fünf Menschen ums Leben. In Tula wurde Ende Juli auf Andrey Cherezov, den Gründer, Eigentümer und Chefentwickler des Drohnenherstellers RLAT (Russian Laboratory of Air Transport, Hersteller der Ovod-FPV-Drohnen), ein Mordanschlag verübt. Er wurde in einem Wohnhaus angeschossen.