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Verdi-Attentat München: Urteil im Mordprozess gefallen

Im Prozess um den Anschlag auf die Verdi-Demo ist das Urteil gefallen. Die Anklage hatte die Höchststrafe gefordert, die Verteidigung hingegen ein milderes Urteil. Der Mordprozess um den tödlichen Auto-Anschlag auf eine Verdi-Demonstration ist zu einem Abschluss gekommen. Am Donnerstag (6. August) wurde in München das Urteil verkündet: Farhad N. wurde zu lebenslanger Haft verurteilt. Weiterhin stellte das Gericht die besondere Schwere der Schuld fest. Anklage wegen Mordes: Wie es zu dem Verdi-Anschlag kam Ein Jahr später: Krause ringt um Fassung bei Gedenkveranstaltung Dies würde eine vorzeitige Entlassung auf Bewährung nach 15 Jahren erheblich erschweren. Das hatte auch die Bundesanwaltschaft gefordert. Die Verteidiger des Angeklagten hingegen plädierten auf 15 Jahre Haft mit anschließender Unterbringung in einer Psychiatrie. Die Verteidigung des Angeklagten Farhad N. hatte dies damit begründet, dass man eine verminderte Schuldfähigkeit nicht ausschließen könnte. Bei der Attacke im Februar 2025 starben eine Mutter und ihre kleine Tochter. Zahlreiche Menschen wurden teils lebensgefährlich verletzt, viele sind heute noch traumatisiert. Auch zahlreiche Einsatzkräfte erlitten durch den Angriff Traumata. Anschlag auf Demo: "Vernichtung von Menschenleben" Das Oberlandesgericht München verurteilte den mittlerweile 25 Jahre alten Täter wegen zweifachen Mordes sowie versuchten Mordes in 23 Fällen. Der Vorsitzende Richter Höhne begründete sein Urteil damit, dass Farhad N. als Reaktion auf die Situation in islamischen Ländern willkürlich ausgewählte Menschen in Deutschland angreifen und töten wollte. "Damit wollte der Angeklagte eine gottgefällige Tat begehen und sich gegenüber Allah, sich selbst und seiner Familie als guter Muslim beweisen", so Höhne weiter. Die Bundesanwaltschaft hatte die Anklage erhoben. Einer ihrer Vertreter sagte im Rahmen der Abschlussplädoyers in der vergangenen Woche: "Die Tathandlung war, man muss es so deutlich sagen, auf die Vernichtung von Menschenleben angelegt." "Mit Vollgas durch": Polizist schildert die letzten Sekunden Am Tag der Verdi-Demo soll Farhad N. sein Auto bewusst und zielgerichtet in die Menschenmenge am Stiglmaierplatz gesteuert haben. Dabei wurden Passanten und Demo-Teilnehmer von dem Tatfahrzeug beiseite geschleudert. Ein Polizist sagte später vor Gericht aus: "Das war wie beim Bowling". Die Bundesanwaltschaft geht von einem religiös motivierten, politischen Anschlag aus. In der Wahrnehmung des Angeklagten habe die Attacke dem Willen Allahs entsprochen. Verteidigung sieht Schuldunfähigkeit bei Farhad N. Laut Verteidigung zeige N. Anzeichen einer Unterform der Schizophrenie. Ihn hätten demnach auch Einsamkeit und Ängste geplagt. Gutachter diagnostizierten N. psychische Probleme, jedoch nicht in einer Ausprägung, als dass er dadurch schuldunfähig sei. Der Prozess begann am 16. Januar 2026 und fand im Landgericht München I unter höchsten Sicherheitsauflagen statt.