Dagmar Wöhrl: So sah die Nürnbergerin als Miss Germany aus
Am 7. September kehrt Dagmar Wöhrl mit "Die Höhle der Löwen" zurück. Ihren ersten großen öffentlichen Erfolg feierte die Nürnbergerin fast fünf Jahrzehnte zuvor – unter ihrem Geburtsnamen Dagmar Winkler. Am 7. September nimmt Dagmar Wöhrl wieder auf einem der roten Sessel von "Die Höhle der Löwen" Platz. Die 72-jährige Nürnbergerin gehört auch in der 20. Staffel zu den Investoren. Fast fünf Jahrzehnte zuvor stand sie schon einmal im Rampenlicht – damals als Miss Germany. Aufnahmen aus dem Jahr 1977 zeigen Wöhrl mit langem blondem Haar bei internationalen Schönheitswettbewerben. Damals hieß sie noch Dagmar Gabriele Winkler. Sie war 23 Jahre alt und studierte Rechtswissenschaften an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Dagmar Wöhrl finanzierte mit dem Preisgeld ihr Studium Nach dem Abitur am Nürnberger Sigena-Gymnasium hatte Wöhrl 1973 ihr Jurastudium begonnen. Bereits im selben Jahr übernahm sie eine kleine Filmrolle . Vier Jahre später gewann sie die Wahl zur Miss Germany. Der Titel brachte ihr nicht nur öffentliche Aufmerksamkeit: Dem "Top Magazin Frankfurt" sagte Wöhrl 2021, sie habe mit dem Preisgeld einen Teil ihres Jurastudiums finanziert. Außerdem habe sie damals ihr erstes eigenes Auto gewonnen. Wichtiger sei für sie jedoch die persönliche Erfahrung gewesen. Als eher schüchterne junge Frau habe sie durch die Wettbewerbe gelernt, sich zu öffnen und vor Publikum aufzutreten. Reden vor größeren Gruppen hätten ihr anschließend keine Schwierigkeiten mehr bereitet, sagte sie dem Magazin. Dritter Platz bei der Miss-World-Wahl Auch international war Wöhrl erfolgreich. Am 17. November 1977 trat sie als deutsche Teilnehmerin bei der Miss-World-Wahl in der Royal Albert Hall in London an. Insgesamt nahmen 63 Frauen an dem Wettbewerb teil. Wöhrl wurde offiziell als "Second Runner-up" ausgezeichnet und erreichte damit den dritten Platz. Die Wahl gewann die Schwedin Mary Ann-Catrin Stävin. Als "Miss Bundestag" gegen Vorurteile Nach ihrem Studium arbeitete Wöhrl als Rechtsanwältin und Unternehmerin. 1990 zog sie für die CSU in den Nürnberger Stadtrat ein. Vier Jahre später wechselte sie als direkt gewählte Abgeordnete des Wahlkreises Nürnberg-Nord in den Bundestag. Dort wurde ihre Vergangenheit als Schönheitskönigin erneut zum Thema. Medien bezeichneten sie zeitweise als "Miss Bundestag". Als sie 1994 in die Bundespolitik eingestiegen sei, habe man ihr zunächst ein "typisch weibliches Ressort" nahegelegt, sagte Wöhrl dem "Top Magazin Frankfurt". Sie habe Überzeugungsarbeit leisten müssen, um im Wirtschaftsbereich arbeiten zu können. Später wurde sie wirtschaftspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Parlamentarische Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium. "Mein Aussehen stand für mich nie im Vordergrund meiner Karriere, sonst wäre ich beim Modeln geblieben", sagte Wöhrl dem Magazin. Von Nürnberg in die "Höhle der Löwen" Nach 23 Jahren schied Wöhrl 2017 aus dem Bundestag aus. Im selben Jahr wechselte sie zu "Die Höhle der Löwen". Seitdem unterstützt sie Gründer und beteiligt sich an jungen Unternehmen. Zu ihren bekanntesten Investments zählt der Getränkehersteller Waterdrop . In der neuen Staffel wächst die Investorenrunde auf acht Mitglieder. Neben Wöhrl, Judith Williams, Ralf Dümmel, Carsten Maschmeyer, Janna Ensthaler und Frank Thelen stoßen Johannes Kliesch und Andreas W. Herb hinzu. Die 20. Staffel startet am 7. September bei Vox .
