Ausflugstipp ab Nürnberg: Bahn fährt wieder – Tour im Altmühltal möglich
Die Bahnstrecke zwischen Nürnberg und Neumarkt ist wieder frei. Das eröffnet Ausflüglern neue Möglichkeiten ins Altmühltal – ganz ohne Auto. Nach Monaten mit Ersatzverkehr ist die Bahnstrecke zwischen Nürnberg und Neumarkt wieder regulär befahrbar. Seit Anfang August verkehren dort wieder S-Bahnen und Regionalexpress-Züge. Damit werden auch mehrere Wanderziele im Naturpark Altmühltal für Nürnberger wieder deutlich einfacher erreichbar. Besonders praktisch: Am Bahnhof Neumarkt schließt der Kanal-Altmühl-Express der Linie 515 an. Der Freizeitbus fährt über Berching und Beilngries bis nach Dietfurt an der Altmühl. Entlang seiner Strecke lassen sich gleich mehrere Wanderungen so planen, dass für Hin- und Rückfahrt kein Auto nötig ist. Die Freizeitlinie fährt in der Saison 2026 noch bis zum 1. November. Von Nürnberg Hauptbahnhof bis Neumarkt benötigt die S3 laut VGN-Fahrplan rund 33 Minuten. Für die anschließende Fahrt von Neumarkt nach Berching gibt der VGN etwa 38 bis 39 Minuten an. Damit ist der Ausgangspunkt der ersten Wanderung von Nürnberg aus in rund einer guten Stunde reiner Fahrzeit erreichbar. Wetter : Wann der Sommer noch einmal nach Nürnberg zurückkehrt Lieber nach Westen? Diese Stadt liegt in einem Meteoritenkrater – ihre Mauer ist einmalig Von der mittelalterlichen Stadt zum "grünen Kloster" Diese Tour verbindet gleich drei Sehenswürdigkeiten: Berching, die Benediktinerabtei Plankstetten und Beilngries. Der VGN führt die Strecke unter dem Titel "Kloster-Kultur und Wasser-Wege im Sulz- und Altmühltal". Sie ist rund zwölf Kilometer lang und mit etwa dreieinhalb Stunden reiner Gehzeit angegeben. Los geht es an der Bushaltestelle Berching Vorstadt. Von dort lohnt zunächst ein Abstecher durch die historische Altstadt. Berching besitzt einen fast vollständig erhaltenen mittelalterlichen Mauerring mit 13 Türmen und vier Stadttoren. Die Befestigungsanlage stammt im Wesentlichen aus dem 15. Jahrhundert. Wichtig für Besucher derzeit: Der begehbare Teil der Stadtmauer ist wegen Sanierungsarbeiten bis auf Weiteres gesperrt; auf einem Fußweg lässt sich die rund 1,4 Kilometer lange Anlage aber umrunden. Anschließend folgt die Wanderung der Schlaufe 22 des Altmühltal-Panoramawegs. Unterwegs passiert sie unter anderem das Kruzerloch, eine Karsthöhle, bevor die Benediktinerabtei Plankstetten erreicht wird. Das Kloster ist weit mehr als ein Fotostopp. Benediktiner leben dort seit dem Jahr 1129 – mit einer Unterbrechung während der Säkularisation. Heute ist die Abtei auch für ihre ökologische Wirtschaftsweise bekannt. Im Hofladen werden auf rund 200 Quadratmetern Bio-Lebensmittel aus dem Kloster und der Region angeboten, darunter Backwaren aus eigenem Getreide sowie Produkte aus Gärtnerei, Landwirtschaft, Imkerei und Brennerei. Von Plankstetten führt der Weg weiter über Biberbach und die Marienklause nach Beilngries. Dort endet die eigentliche Wanderung am Main-Donau-Kanal. Wer noch Zeit und Kraft hat, kann den Ausflug um einen Stadtrundgang erweitern. Die offizielle Runde durch Beilngries ist etwa zwei Kilometer lang und dauert ungefähr eine Stunde. Zu sehen sind unter anderem mittelalterliche Stadttürme, die Kirche St. Walburga, das barocke Rathaus und die Rokoko-Frauenkirche.
