Benzin und Diesel wieder teurer: So billig ist Tanken jetzt in Polen
Die Spritpreise in Deutschland sind erneut gestiegen. Polen hingegen legt Höchstpreise fest. Das entlastet Autofahrer massiv und weckt neue politische Forderungen. Tanken jenseits der polnischen Grenze spart bares Geld. Während die Preise in Deutschland erneut steigen, drückt das polnische Gesetz die Kosten massiv. Beim Nachbarn zahlen Autofahrer pro Liter bis zu 66 Cent weniger. Kraftstoff Deutschland Polen Ersparnis pro Liter Super E10/A95 2,162 Euro etwa 1,50 Euro (6,46 bis 6,49 Złoty) bis zu 66,2 Cent Diesel 2,253 Euro etwa 1,73 Euro (7,47 bis 7,52 Złoty) bis zu 52,3 Cent Warschau deckelt die Preise bis Ende August Polen drückt die Tankkosten mit einem neuen Gesetz. Seit vergangenem Montag und bis zum Ende der Schulferien am 31. August gilt im Nachbarland ein verringerter Mehrwertsteuersatz von acht Prozent auf Benzin und Diesel. Zudem greift die Regierung direkt in den Markt ein. Das Energieministerium legt ab sofort täglich einen maximalen Einzelhandelspreis fest. Beamte berechnen diesen Richtwert aus den durchschnittlichen Großhandelspreisen und den Betriebskosten der großen Konzerne. Warschau will Bürgern so die Rückkehr aus dem Urlaub finanziell erleichtern. SPD und Grüne fordern neue Maßnahmen In Deutschland ist die Lage umgekehrt. Hier lief der auf zwei Monate befristete Tankrabatt Ende Juni aus, woraufhin die Preise prompt wieder über die Zwei-Euro-Marke stiegen. Das entfacht die Debatte über staatliche Hilfen im Bund neu. Führende SPD-Politiker fordern ein Umdenken. Generalsekretär Tim Klüssendorf plädiert für eine nationale Spritpreisbremse. Rückendeckung kommt von Manuela Schwesig : Die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, die sich im September zur Wiederwahl stellt, fordert eine Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne. Auch die Grünen machen sich dafür stark, die krisenbedingten Zusatzgewinne der Ölmultis steuerlich abzuschöpfen.
