Verfolgungsjagd auf Autobahn: Elitepolizisten stoppen A1-Raser
Ein Autofahrer donnert über die A1. Der Mann fährt rücksichtslos, die Polizei will ihn anhalten. Doch der 40-Jährige stoppt nicht – es kommt zur Verfolgungsjagd. Ein 40 Jahre alter Kia-Fahrer hat einen großen Polizeieinsatz auf der A1 ausgelöst. Am Ende nahm ihn ein Spezialeinsatzkommando in Schleswig-Holstein fest. Wie die Beamten am Mittwoch mitteilten, befand sich der Mann offenbar in einem psychischen Ausnahmezustand. Am späten Samstagabend sei er mit nicht angepasster Geschwindigkeit vom Autobahnkreuz Hamburg-Ost in Richtung Norden gefahren. Dabei habe er andere Verkehrsteilnehmer gefährdet. Mit Mamas Audi A3: 17-Jährige fährt Zehntausende Euro kaputt "Erheblicher Gestank": Ekelunfall legt Autobahn lahm Als die Polizei den rücksichtslosen Raser stoppen wollte, habe dieser die Anhaltesignale mehrerer Streifenwagen ignoriert. Zudem habe der 40-Jährige mehrmals mit überhöhtem Tempo die Spur gewechselt und Autos mit hoher Geschwindigkeit auf dem Standstreifen überholt. Nach 100 Kilometern greift das SEK ein Der Mann ließ sich auch nicht von langsam fahrenden Polizeiautos anhalten, die sich vor ihn gesetzt hatten, um ihn so zum Anhalten zu bewegen. "Im weiteren Verlauf touchierte er den Pkw eines unbeteiligten Verkehrsteilnehmers", teilten die Beamten mit. Die Polizisten verfolgten den Raser gut 100 Kilometer weit. Erst nördlich von Lübeck zwischen den Anschlussstellen Neustadt i.H.-Pelzerhaken und Lensahn konnte ein Spezialeinsatzkommando den Mann nach Einsatz eines Stoppsticks überwältigen und festnehmen. Dabei seien zwei Streifenwagen und das Auto des 40-Jährigen beschädigt worden, hieß es in der Mitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft Lübeck. Polizei sucht Zeugen Die Beamten brachten den Mann aus Mecklenburg-Vorpommern in eine Fachklinik. Sie stellten außerdem eine Schreckschusswaffe sicher. Der Autobahnabschnitt zwischen Pelzerhaken und Lensahn war den Angaben zufolge bis 4.30 Uhr am Sonntag gesperrt. Die Polizei sucht jetzt Zeugen, die den Raser beobachtet oder möglicherweise selbst gefährdet oder geschädigt wurden. Hinweise, Fotos oder Videos nimmt das Polizei-Autobahn- und Bezirksrevier Scharbeutz unter der Telefonnummer 04524-70770 entgegen.
