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Ukraine-Krieg aktuell: Klitschko ordnet Flaggen auf halbmast in Kiew an

Putin muss die Effektivität ukrainischer Angriffe eingestehen. Ein Krankenhaus in Kiew wird getroffen. Alle Entwicklungen im Newsblog. Donnerstag, 20. August Ukraine: Getreideexporte per Bahn brechen wegen Hafenblockade ein Die Getreideexporte der Ukraine auf dem Schienenweg brechen in den ersten 18 Augusttagen wegen der Blockade der Schwarzmeerhäfen ein. Sie sinken im Vorjahresvergleich um 77 Prozent auf 342.000 Tonnen, wie die ukrainische Staatsbahn Ukrsalisnyzja mitteilt. Gegenüber dem Vormonat Juli entspricht dies einem Rückgang von 68 Prozent. Zwar nehmen die Transporte zur südlichen Grenzstadt Ismajil und an die Westgrenze zu, dies kann den starken Rückgang bei den Lieferungen an die Häfen von Odessa jedoch nicht ausgleichen. Klitschko: Zwölf Tote nach russischen Angriffen auf Kiew Bei massiven russischen Angriffen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew sind nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko mindestens zwölf Menschen getötet worden. Klitschko nannte am Morgen nach den nächtlichen Attacken mehrfach eine höhere Zahl der Toten. Die Beseitigung der Folgen dauere an, sagte er. Der Zivilschutz sprach von 34 Verletzten. Russland setzte bei den Luftschlägen zuletzt verstärkt ballistische Raketen ein – in dem Wissen, dass die Ukraine täglich einen Mangel an Flugabwehrraketen beklagt. "Der morgige Tag, der 21. August, wird in Kiew zum Tag der Trauer erklärt. Zum Gedenken an die Opfer des massiven Angriffs des Feindes auf die Hauptstadt", teilte der Bürgermeister bei Telegram mit. An diesem Tag sollen die Flaggen an allen kommunalen Gebäuden der Stadt auf halbmast gesetzt werden. Außerdem empfahl Klitschko, in der Hauptstadt mit den Flaggen an staatlichen und privaten Gebäuden ebenso zu verfahren. Gouverneur: Krim-Stadt Sewastopol stellt erneut den Strom ab In der Großstadt Sewastopol auf der von Russland besetzten Halbinsel Krim wird erneut der Strom abgeschaltet. Dies sei notwendig, um eine Überlastung der Stromnetze außerhalb der Region zu verringern und einen weitreichenden Ausfall zu verhindern, teiltê Gouverneur Michail Raswoschajew auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Die Unterbrechung solle einige Stunden dauern. Die von Russland annektierte Halbinsel leidet nach ukrainischen Angriffen auf Energieanlagen bereits seit Wochen unter Stromausfällen und einer Treibstoffkrise. Die Behörden haben deshalb unter anderem den Tourismus in der Region bis September ausgesetzt. Kinderkrankenhaus und Schule in Kiew getroffen Bei russischen Raketenangriffen sind in der Nacht zum Donnerstag nach ukrainischen Angaben ein Kinderkrankenhaus, eine Bildungseinrichtung und mehrere Wohngebäude getroffen worden. Bei dem Krankenhaus zersprangen Fenster, auf dem Krankenhausgelände brannten Autos, berichtet "Kyiv Independent". Es seien zwölf Ziele in der Hauptstadt Kiew angegriffen worden. Dabei soll es sechs Tote und mindestens 33 Verletzte gegeben haben, berichtet "Kyiv Independent" unter Berufung auf offizielle Stellen. Mittwoch, 19. August Kiew unter Raketenbeschuss Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko teilt mit, die ukrainische Hauptstadt werde von russischen Raketen angegriffen. Es habe in zwei Stadtteilen Kiews Treffer auf Nichtwohngebäude gegeben, von denen einige in Flammen stünden. Ein Reuters-Zeuge berichtet, er habe mehr als ein Dutzend Explosionen gehört. Es gab mindestens fünf Tote, meldet die ukrainische Nachrichtenagentur Ukrinform. Putin äußert sich zu Schäden durch ukrainische "Terrorangriffe" Kremlchef Wladimir Putin hat eingeräumt, dass ukrainische Drohnenangriffe Russland schaden, aber keine kritischen Folgen hätten. Logistik- und Lagerkapazitäten müssten wiederhergestellt werden – auch unter Beteiligung des Staats, sagte er bei einer Sitzung des Rats für strategische Entwicklung und nationale Projekte und wies die Regierung an, ein entsprechendes Programm zum Wiederaufbau zu verabschieden. Eine Reihe von Faktoren wirke sich auf das Wirtschaftstempo aus, darunter auch äußerer Druck und "Terrorangriffe auf Industrie- und Infrastrukturobjekte", sagte er. Die Dynamik der russischen Wirtschaft bezeichnete er als "bescheiden, aber positiv". Das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts liege im Jahr 2026 bei etwa einem Prozent. Russland überzieht die Ukraine seit knapp viereinhalb Jahren mit einem zerstörerischen Angriffskrieg. Als Teil seines Abwehrkampfes hat Kiew zuletzt seine Gegenangriffe im russischen Hinterland vor allem mit Drohnen ausgeweitet. Seit Wochen treffen ukrainische Drohnenangriffe immer wieder Logistikzentren des größten russischen Online-Versandhändlers Wildberries. Laut Experten sind dabei Milliardenschäden entstanden. "Hoffen, dass Russland verstanden hat": Nato schickt Putin eine deutliche Warnung Kaliningrad bereitet der Nato schon länger Sorgen. Nun hat das Militärbündnis rund um die russische Exklave ihre Fähigkeiten präsentiert – und ein brandneues Spezialflugzeug. Lesen Sie den ganzen Artikel hier . Spritkrise ist zurück – Kreml reagiert Das ölreiche Russland hat nach den Worten von Vizeministerpräsident Alexander Nowak mit dem Import von Kraftstoff begonnen. Zu den Mengen oder Herkunftsländern machte Nowak keine Angaben. Dem Kremlvertreter zufolge geht die Regierung in Moskau davon aus, dass mehrere Ölraffinerien nach planmäßigen Wartungsarbeiten in naher Zukunft den Betrieb wieder aufnehmen. Dann solle sich das Angebot an Russlands Tankstellen wieder verbessern. Russland ist eigentlich Exporteur von Kraftstoffen. Zahlreiche ukrainische Angriffe auf Energieanlagen in Russland haben den vergangenen Monaten aber zu einem Rückgang der Raffinerieproduktion geführt. Dies löste bis Anfang Juli landesweit Engpässe bei Diesel und Benzin aus. Nach einer kurzen Entspannungsphase bildeten sich in den vergangenen Tagen wieder vielen Teilen Russlands Autoschlangen vor Tankstellen . Selenskyj feuert Vertraute Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj hat nach einer neuen Razzia der Anti-Korruptionsbehörden in Kiew die Vizechefin des Präsidialbüros in Kiew entlassen. Das Dekret über die Entlassung von Iryna Mudra veröffentlichte er auf der Internetseite des Präsidialamts. Einen Grund nannte er nicht. Zuvor waren die Anti-Korruptionsbehörden des Landes, ohne Nennung von Namen, erneut mit Durchsuchungen gegen Verdächtige vorgegangen. Die Spezialoperation diene dazu, "eine kriminelle Vereinigung aufzudecken, die unter der Leitung eines amtierenden und eines ehemaligen Abgeordneten des ukrainischen Parlaments tätig war", teilten das Nationale Anti-Korruptionsbüro der Ukraine (NABU) und die Spezialisierte Anti-Korruptionsstaatsanwaltschaft (SAP) in Kiew mit. Auch ranghohe Beamte des Präsidialamts der Ukraine sowie weitere Personen sollten demnach an den Verbrechen beteiligt sein. Der Abgeordnete der Obersten Rada in Kiew, Oleksij Hontscharenko, teilte mit, dass sich die Ermittlungen konkret gegen die Stellvertreterin des Präsidentenbürochefs, Iryna Mudra, richteten. Medien in der Ukraine nannten den Namen ebenfalls unter Berufung auf andere Quellen. Als Verdächtiger wurde auch der Abgeordnete Wadym Stolar genannt. Korruptionsermittlungen in Ukraine vor Votum zu Verteidigungsminister In der Ukraine haben die Antikorruptionsbehörden eine Großrazzia gegen Abgeordnete sowie Berater von Präsident Wolodymyr Selenskyj gestartet. Dies geschah wenige Stunden vor einer entscheidenden Abstimmung im Parlament über den neuen Verteidigungsminister. Mit dem Votum will Selenskyj den Umbau seines Sicherheitskabinetts abschließen. Die Antikorruptionsbehörde Nabu und die spezialisierte Staatsanwaltschaft Sapo nannten zunächst keine Details zu den Ermittlungen. Kurz zuvor hatte der entlassene Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow in einer überraschenden Erklärung Wahlen trotz des anhaltenden Krieges gefordert. Die Abgeordneten sollten am Mittwoch über die Ernennung des ehemaligen Offiziers einer Spezialeinheit Jewhenij Chmara zu Fedorows Nachfolger abstimmen. Die Personalie folgt auf wochenlange politische Turbulenzen nach der Abberufung Fedorows. Dessen Absetzung hatte im Juli zu für Kriegszeiten ungewöhnlichen Protesten geführt: Tausende Demonstranten forderten auf den Straßen die Wiedereinsetzung des 35-jährigen Fedorow, der als Reformer des Ministeriums gilt. Die ukrainischen Antikorruptionsbehörden haben ihr Vorgehen gegen Bestechlichkeit im Staatsapparat während des Krieges verschärft. Dies gilt als eine der wichtigsten Voraussetzungen für den angestrebten Beitritt der Ukraine zur Europäischen Union. Behörden: Vier Tote bei russischem Angriff auf Bus in der Südukraine Bei einem russischen Drohnenangriff auf einen fahrenden Bus in der südukrainischen Stadt Cherson sind nach Behördenangaben mindestens vier Zivilisten getötet worden. Vier weitere Menschen seien verletzt worden, erklärte die örtliche Staatsanwaltschaft. Der Gouverneur der Region Cherson, Oleksandr Prokudin, veröffentlichte Bilder, auf denen ein Kleinbus mit beschädigten Fensterscheiben und Blutspuren am Boden zu sehen sind. Russland greift die Ukraine seit Beginn seines Angriffskriegs im Februar 2022 fast täglich mit Drohnen und Raketen an. Die Ukraine reagiert mit Angriffen auf russisches Gebiet. Cherson stand von März bis November 2022 unter russischer Kontrolle und liegt nahe der Front. Ukraine: Staatsbegräbnis für umstrittenen Nationalistenchef Die Gebeine des 1938 ermordeten umstrittenen ukrainischen Nationalistenführers Jewhen Konowalez sind in die Ukraine überführt und mit einem Staatsbegräbnis beigesetzt worden. Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte bei der Zeremonie auf einem Militärfriedhof unweit der Hauptstadt Kiew: "Wir bringen einen herausragenden Sohn des ukrainischen Volkes nach Hause zurück." Mit Konowalez habe die Ukraine einen Teil ihrer selbst, ihrer Erinnerung und ihrer nationalen Geschichte zurückgeholt. An der feierlichen Beisetzung mit militärischen Ehren nahmen auch Ministerpräsident Serhij Korezkyj, Parlamentspräsident Ruslan Stefantschuk, Armeechef Mychajlo Drapatyj und weitere ukrainische Politiker teil. Konowalez wurde 1891 in Österreich-Ungarn in der heutigen Westukraine geboren. Als österreichischer Soldat kämpfte er im Ersten Weltkrieg und beteiligte sich nach seiner russischen Kriegsgefangenschaft am Aufbau des 1920 gescheiterten ersten ukrainischen Staats. Ab 1929 führte er die neu gegründete Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN), die sich am Faschismus in Italien und dem Nationalsozialismus in Deutschland orientierte. Die OUN war für terroristische Anschläge wie die Ermordung des polnischen Innenministers 1934 verantwortlich. Konowalez wurde 1938 von einem sowjetischen Agenten in Rotterdam getötet und dort zunächst begraben. Vor der Umbettung von Konowalez wurde bereits sein Nachfolger bei der OUN, Andrij Melnyk, in die Ukraine überführt. Weitere im Ausland bestattete Ukrainer sollen folgen. Kiew plant dabei die Neubestattung der sterblichen Überreste von "Unabhängigkeitskämpfern" in einer "Pantheon" genannten Gedenkstätte. Dienstag, 18. August Ex-Minister Fedorow ruft zu Wahlen im Krieg auf Der kürzlich entlassene ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow fordert in einer aufsehenerregenden Ansprache Wahlen während des Krieges. Die Nation befinde sich in einer Regierungskrise und die Korruption in Kriegszeiten müsse enden, sagt der 35-Jährige in einer auf YouTube veröffentlichten Videoansprache. Es ist die erste derartige Forderung einer bedeutenden ukrainischen politischen Persönlichkeit seit Beginn der großangelegten Invasion Russlands im Jahr 2022. Das Gesetz in der Ukraine verbietet die Abhaltung von Wahlen während des Krieges. Fedorow war im Juli entlassen worden und hatte es danach abgelehnt, als Berater von Präsident Wolodymyr Selenskyj weiterzuarbeiten. Selenskyj empfängt neuen deutschen Botschafter in Kiew Der neue deutsche Botschafter in der Ukraine, Boris Ruge, hat nach seinem Dienstantritt Präsident Wolodymyr Selenskyj sein Beglaubigungsschreiben überreicht. "Wir sind sehr stolz darauf, so starke Freunde zu haben", sagte der Staatschef gemäß einer Mitteilung. Selenskyj dankte dabei Deutschland für die gewährte Hilfe. "Ihre Unterstützung ist die größte in Europa. Wir wissen das und erinnern uns daran", sagte das Staatsoberhaupt. Bei dem Empfang in der Sophienkathedrale in der ukrainischen Hauptstadt Kiew sei auch der Ausbau der gemeinsamen Rüstungsproduktion besprochen worden. Ruge trat seinen Dienst bereits vergangene Woche an. Der 64-Jährige gilt als Außen- und Sicherheitsexperte und war zuvor als Beigeordneter Generalsekretär der Nato für Politische Angelegenheiten und Sicherheitspolitik in Brüssel tätig. Vor seiner Tätigkeit bei der Nato arbeitete der Spitzendiplomat unter anderem als stellvertretender Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz, Gesandter in der US-Hauptstadt Washington sowie deutscher Botschafter in Riad, der Hauptstadt von Saudi-Arabien . In der Botschaft in Kiew folgt Ruge auf Heiko Thoms, der nach Madrid wechseln soll. Thoms hatte zuvor Martin Jäger abgelöst, der im vergangenen September neuer Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND) geworden war. Deutschland ist einer der Hauptunterstützer der Ukraine in ihrem seit knapp viereinhalb Jahren währenden Abwehrkampf gegen die russische Invasion. Rüstungschef: "Liefere mir mit dem russischen Geheimdienst Duell um mein Leben" Der Gründer des Waffenherstellers Donaustahl, Stefan Thumann, lebt wegen eines mutmaßlichen Mordkomplotts Russlands seit Monaten an ständig wechselnden Orten. "Ich liefere mir mit dem russischen Militärgeheimdienst ein Duell um mein Leben", sagte Thumann dem Sender RTL und dem Magazin "Stern" nach Angaben vom Dienstag. Er lebe "de facto im Untergrund". Bericht: Unternehmen spenden Milliarden für Putins Krieg Angesichts immer höherer Kosten für den Angriffskrieg gegen die Ukraine sind russische Geldgeber laut einem Medienbericht einem Spendenaufruf gefolgt und haben Milliarden in die Staatskasse gepumpt. Bis Mitte August seien 383,69 Milliarden Rubel (rund 3,9 Milliarden Euro) an freiwilligen Abgaben in den Haushalt geflossen, berichtete die russische Wirtschaftszeitung "Wedomosti". Das sei anderthalbmal so viel wie für das gesamte Jahr 2025. Die Summe übertraf demnach alle Erwartungen. Der Großteil der Mittel sei geflossen, nachdem es im März einen Aufruf gegeben hatte an die Unternehmer, meldete die Zeitung unter Berufung auf das Finanzministerium. Für solche Überweisungen kämen nicht nur große Konzerne infrage, sondern auch Einzelpersonen, Unternehmens- oder Familienstiftungen, erklärte der Chef des russischen Industriellen- und Unternehmerverbandes, Alexander Schochin, der Zeitung. Jeder Großspender entscheide selbst über die freiwillige Abgabe mit Blick auf die eigene finanzielle Situation. Wofür das Geld genau ausgegeben wird, ist nicht klar. Allerdings klafft im russischen Haushalt ein hohes Defizit wegen der immer höheren Ausgaben für Putins seit viereinhalb Jahren tobenden Angriffskrieg gegen die Ukraine. Laut "Wedomosti" könnte die Regierung im Herbst noch eine Übergewinnsteuer für den Finanzsektor einführen – also eine Sondersteuer auf Unternehmensgewinne –, um noch mehr Geld einzunehmen. Zur Finanzierung des Krieges hatte Putin schon die Einkommens- und auch die Mehrwertsteuer erhöhen lassen. Russland droht der Nato: Die Spannungen nehmen zu Westliche Waffen schlagen immer tiefer im russischen Hinterland ein. Zugleich baut Wladimir Putin seine Drohnenstreitkräfte aus und verschärft seine Drohungen. Die Gefahr einer direkten Konfrontation zwischen Russland und der Nato wächst. Drohnenangriff am AKW Saporischschja – ein Toter, 15 Verletzte Eine Drohne hat in der Ukraine mehr als ein Dutzend Mitarbeiter des von Russland besetzten Kernkraftwerks Saporischschja angegriffen. Wie die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien unter Berufung auf die von Moskau eingesetzte AKW-Leitung mitteilte, wurde eine Person getötet, 15 weitere Menschen wurden teils schwer verletzt. Sämtliche Opfer seien AKW-Angestellte und Mitarbeiter von Subunternehmen, hieß es. Die Drohne explodierte demnach am Morgen bei einer Bushaltestelle, die von den AKW-Mitarbeitern auf dem Weg zur Arbeit genutzt wird. Zuvor hatten die russischen Besatzungsbehörden den Angriff gemeldet und machten Kiew dafür verantwortlich. In Moskau teilte das zentrale Ermittlungskomitee mit, dass Strafverfahren wegen der Terroranschläge im Gebiet Saporischschja und in der Hauptstadtregion eingeleitet worden seien. Von ukrainischer Seite gab es zunächst keine Reaktion. Der IAEA wurden auch weitere Angriffe im Industriegebiet um das frontnahe Atomkraftwerk gemeldet. IAEA-Chef Rafael Grossi rief dazu auf, Angriffe auf AKW und ihre Mitarbeiter sofort einzustellen. Solche Attacken stellten ein großes Risiko für die nukleare Sicherheit dar, betonte er auf der Plattform X. Ein Team der IAEA ist im permanent stillstehenden Kraftwerk stationiert, um die Lage zu überwachen und durch ihre Präsenz das Risiko von direkten Angriffen zu verhindern, die zu einem Atomunfall führen könnten. Belgischer Außenminister muss in Kiew in Luftschutzbunker Der belgische Außenminister Maxime Prévot hat bei seinem Besuch in Kiew ein Treffen mit seinem ukrainischen Kollegen Andrij Sybiha in einem Luftschutzbunker abhalten müssen. "Wegen russischer Drohnenangriffe auf unsere Hauptstadt haben wir unsere Gespräche unter der Erde im Luftschutzkeller des ukrainischen Außenministeriums geführt – eine tägliche Realität für Millionen Ukrainer", erklärte Sybiha. Der ukrainische Außenminister veröffentlichte ein Foto der beiden Politiker in einem fensterlosen Raum sowie ein Video, in dem die beiden eine Art Kellertreppe hinaufsteigen. Am Dienstagmorgen gab es in Kiew dreimal Luftalarm. Auch in anderen Regionen gibt es fast täglich Warnungen vor russischen Drohnen und Raketen. Bei einem Besuch im Juli musste EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ebenfalls kurzzeitig in einem Bunker Schutz suchen. Russen fürchten Putins Zugriff – und plündern ihre Konten Das Vertrauen in Russlands Finanzsystem schwindet – offenbar auch im Inland. Die Folgen treffen einen wichtigen Pfeiler der staatlichen Kriegsfinanzierung. Lesen Sie den ganzen Artikel hier . Auch Russland zielt auf Warenlager – aber die Ukraine ist besser vorbereitet Im Krieg gegen die Ukraine greift Russland immer wieder zivile Infrastruktur an. Jüngste Attacken bestätigen dieses Bild, offenbaren aber ein neues Muster. Lesen Sie den ganzen Artikel hier . "Revolution der Militärtechnologie": Ukraine jagt Russlands Ziele fast live Schnelle Daten aus dem All verändern den Alltag ukrainischer Drohnenteams. Eine neue Technologie macht es möglich, deutlich schneller anzugreifen. Lesen Sie den ganzen Artikel hier . Motorrad kollidiert mit Krankenwagen: Russischer Top-Manager stirbt in Moskau Ein Motorrad kollidiert im Zentrum Moskaus frontal mit einem Krankenwagen. Der Fahrer stirbt am Unfallort. Bei dem Toten handelt es sich um einen hochrangigen russischen Banker. Lesen Sie den ganzen Artikel hier . Burnham: Großbritannien unterstützt Ukraine weiterhin zu 100 Prozent Großbritannien wird die Ukraine nach den Worten von Premierminister Andy Burnham weiterhin vollumfänglich gegen die russische Invasion unterstützen. "Großbritannien tut das, was es seit langem angekündigt hat, nämlich die Ukraine zu 100 Prozent gegen diesen von Wladimir Putin geführten illegalen Krieg zu unterstützen", sagte Burnham vor Journalisten. Zuvor warnte Russland die Regierung in London vor Konsequenzen, da Berichten zufolge Drohnen aus britischer Produktion bei Angriffen auf russisches Territorium eingesetzt worden seien. Großbritannien sei kein Partner nur in guten Zeiten und werde der Ukraine in der Stunde der Not beistehen, erklärt der Premierminister weiter. Schwere Vorwürfe gegen Russland: 62 Ghanaer im Ukraine-Krieg getötet Der ghanaische Außenminister Samuel Okudzeto Ablakwa hat Moskau aufgefordert, die "illegale Rekrutierung" ghanaischer Staatsbürger für den Krieg zwischen Russland und der Ukraine zu beenden. Laut Ablakwa wurden in der Ukraine 62 Staatsbürger seines Landes getötet, 15 werden noch vermisst. Auch andere Regierungen afrikanischer sowie asiatischer Länder hatten in der Vergangenheit Moskaus Bemühungen kritisiert, ihre Bürger als Söldner für den Krieg gegen die Ukraine zu rekrutieren. Der russische Außenminister Sergej Lawrow erklärte bei einer Pressekonferenz nach Gesprächen mit Ablakwa, ghanaische Staatsbürger hätten Verträge mit dem russischen Verteidigungsministerium aus "Solidarität mit einem Land, das ihnen im Kampf gegen Rassismus geholfen hat", sowie aus "materiellen und finanziellen Gründen" unterzeichnet. Gebiet Charkiw: Zehn Tote nach russischem Raketenangriff Bei einem russischen Raketenangriff sind nach ukrainischen Behördenangaben im östlichen Gebiet Charkiw mindestens zehn Menschen getötet worden. Bei dem Luftschlag in Petschenihy rund 55 Kilometer östlich von Charkiw seien auch acht Menschen verletzt worden, teilte der Gebietsgouverneur Oleh Synjehubow bei Telegram mit. Es sei zivile Infrastruktur beschädigt worden, darunter zehn Privathäuser, ein Café und Geschäfte. Bürgermeister: Moskau mit Hunderten Drohnen attackiert Die russische Millionenmetropole Moskau und die umliegende Hauptstadtregion sind in der Nacht zum Ziel einer Angriffswelle mit ukrainischen Drohnen geworden. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Tass handelte es sich um die heftigste derartige Attacke seit zwei Jahren. Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin teilte demnach mit, von Montagabend bis Dienstagmorgen seien 620 Drohnen in Richtung der Hauptstadtregion geflogen. Die meisten habe die Luftabwehr schon im Anflug abgewehrt, weitere 180 Drohnen seien dann im Raum Moskau vom Himmel geholt worden. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen. Im Moskauer Umland wurden nach Angaben von Gouverneur Andrej Worobjow drei Menschen bei Drohnenangriffen an verschiedenen Orten verletzt, darunter eine Zehnjährige. Er berichtete von Schäden und mehreren Bränden an verschiedenen Orten der Region, unter anderem an Wohnhäusern. Einmal mehr trafen die ukrainischen Drohnenangriffe Worobjow zufolge ein Lagerhaus des größten russischen Online-Versandhändlers Wildberries. Moskau droht London nach Bericht über Einsatz britischer Drohnen in Russland Nach einem Bericht über den Einsatz britischer Drohnen bei ukrainischen Angriffen in Russland hat Moskau die Regierung in London vor den "Konsequenzen" gewarnt. Das Vereinigte Königreich werde sich für die militärische Zusammenarbeit mit der Ukraine "verantworten" und einen "Preis" zahlen müssen, erklärte die russische Botschaft in London. Lawrow laut Nordkorea: Arbeiten an gerechter Weltordnung Die staatliche nordkoreanische Agentur KCNA zitiert den russischen Außenminister Sergej Lawrow mit den Worten, beide Länder arbeiteten daran, eine neue und gerechte Weltordnung zu etablieren. Lawrow habe sich in einer Botschaft an die nordkoreanische Außenministerin Choe Son Hui entsprechend geäußert, so KCNA. Lawrow habe zudem erklärt, die von Nordkorea entsandten Soldaten kämpften dafür, die "ukrainische Nazi-Clique" aus der Region Kursk zu vertreiben. Nordkorea hat seit Ende 2024 Truppen entsandt, um Russland dabei zu unterstützen, Kursk von der Ukraine zurückzuerobern. Montag, 17. August Tote und Verletzte bei russischen Angriffen Bei russischen Angriffen sind am Abend in der Ukraine mehrere Menschen getötet und verletzt worden. In Saporischschja starben ein Mann und eine Frau bei einem Drohnenangriff auf eine Kleingartenanlage, wie der regionale Militärverwalter Iwan Fedorow auf Telegram mitteilte. Bei weiteren Drohneneinschlägen sei in einer Gemeinde von Saporischschja der Strom ausgefallen. Aus der südukrainischen Hafenstadt Odessa meldeten die Behörden mindestens neun Verletzte durch russische Angriffe. "Der Feind setzt den Terror gegen die Zivilbevölkerung in der Region Odessa fort", schrieb der regionale Militärverwalter Oleh Kiper auf Telegram. Nach Angaben der Agentur Ukrinform wurden bei den russischen Drohnenangriffen ein Restaurant und mehrere Privathäuser getroffen. Mutmaßlich russische Drohne in Moldau zerschellt Eine vermutlich russische Drohne ist in den Luftraum von Moldau eingedrungen und auf einem Acker explodiert. Das unbekannte Fluggerät sei im Gebiet Stefan Voda im äußersten Südosten des Landes zerschellt und habe einen kleinen Brand ausgelöst, teilte die moldauische Polizei auf Telegram mit. Personen seien nicht zu Schaden gekommen. Experten untersuchten den Absturzort. Nach Darstellung ukrainischer Medien war eine russische Drohne vom Typ "Banderol" beim Anflug auf den Hafen von Odessa vom Kurs abgekommen und über die Grenze nach Moldau geflogen. In einer ersten Reaktion erklärte Präsidentin Maia Sandu bei Radio Moldova, dass die Drohnen im moldauischen Luftraum eine Gefahr für die Menschen darstellten. Die Verantwortung für diese Risiken sah sie bei Russland, das "diesen Krieg gegen die Ukraine ausgelöst hat". Protestnoten und diplomatische Maßnahmen würden nicht ausreichen, um die Politik Moskaus zu ändern. "Das Wichtigste, was wir tun können, um diese Drohnen sowohl in der Republik Moldau als auch in der Ukraine zu stoppen, ist, der Ukraine zu helfen, damit sie in diesem Krieg erfolgreich ist und Russland nicht mehr weiterkämpfen kann." Deutscher wegen Neun-Euro-Spende in Russland inhaftiert Die Polizei in Sankt Petersburg hat offenbar einen 41-jährigen deutschen Staatsbürger festgenommen. Das berichtet das russische Exilmedium "Meduza" unter Berufung auf die regionale Abteilung des russischen Innenministeriums. Demnach steht er im Verdacht, 900 Rubel, umgerechnet etwas mehr als neun Euro, an eine Organisation überwiesen zu haben, die von den russischen Behörden als "extremistisch" eingestuft wird. Laut dem in Sankt Petersburg ansässigen Nachrichtenportal "Fontanka" handele es sich dabei um eine Anti-Korruptions-Stiftung. Der Gründer eines Fitnessstudios habe die deutsche Staatsbürgerschaft, berichten mehrere russische Medien übereinstimmend. Die Polizei durchsuchte demnach die Wohnung des Verdächtigen und beschlagnahmte einen Laptop sowie ein Mobilgerät. Russland importiert Benzin aus Indien nach Angriffen auf Raffinerien Russland importiert Benzin aus Indien, um Treibstoffengpässe nach ukrainischen Drohnenangriffen auf Raffinerien auszugleichen. Mindestens eine Ladung hat den russischen Inlandsmarkt erreicht, wie drei Brancheninsider der Nachrichtenagentur Reuters sagen und Schiffsdaten von LSEG zeigen. Ein unter omanischer Flagge fahrender Tanker hat Anfang August rund 68.000 Tonnen Benzin im arktischen Hafen Witino entladen, von wo aus es per Bahn an inländische Abnehmer weitertransportiert wird. Laut LSEG-Daten werden in den kommenden zwei Wochen mindestens zwei weitere Benzinlieferungen aus Indien in russischen Häfen erwartet. Moskau hat wegen der Engpässe zudem Benzinimporte aus Belarus und Kasachstan aufgenommen sowie ein Exportverbot für Kraftstoffe verhängt. Putin-Gegner Schlosberg muss für elf Jahre in Straflager Ein russisches Gericht hat den prominenten russischen Kriegsgegner und Oppositionellen Lew Schlosberg in einem umstrittenen Verfahren zu elf Jahren und einem Monat Haft im Straflager verurteilt. Lettland: Abgeschossene Drohne aus Belarus eingeflogen Die von Nato-Kampfjets über Lettland abgeschossene Drohne ist nach Regierungsangaben aus dem benachbarten Belarus in den Luftraum des baltischen EU- und Nato-Landes eingeflogen. Die Herkunft des unbemannten Flugobjekts sei gegenwärtig aber weiterhin noch unklar, sagte Verteidigungsminister Raivis Melnis im lettischen Fernsehen. Italienische Eurofighter hatten die Drohne am Freitag im Nordosten Lettlands in der Region Balvi rund 20 Kilometer von der gleichnamigen Stadt entfernt vom Himmel geholt. Das lettische Militär hatte den Absturzort durchkämmt und gefährliche Trümmerteile kontrolliert gesprengt. Andere Teile der Drohne werden noch von Experten untersucht, sagte Melnis. Erneuter Benzinmangel in Russland – Limits an Tankstellen In einigen russischen Regionen ist es offiziellen Angaben und Medienberichten zufolge im August erneut zu Engpässen bei der Treibstoffversorgung gekommen. Daraufhin verschärften die Behörden in mindestens zehn Gebieten wieder die Kontrollen für den Verkauf an Tankstellen, wie unter anderem Regionalmedien melden. Benzin war am Montag an einigen Tankstellen im Raum Moskau nicht erhältlich, während Diesel fast überall verfügbar war, berichten Augenzeugen. Die Versorgungskrise hatte im Mai begonnen und sich bis Juli auf fast alle Teile des Landes ausgeweitet. Auslöser waren der Ausfall mehrerer Raffinerien nach Drohnenangriffen sowie ein saisonal bedingter Anstieg der Nachfrage. Um den heimischen Markt zu stützen, verhängte die Regierung ein Exportverbot für Benzin und Diesel, senkte die Qualitätsanforderungen und begann mit dem Import von Erdölprodukten. Ende Juli hatte sich die Lage zunächst stabilisiert, woraufhin einige Regionen ihre Beschränkungen aufhoben oder lockerten. Eine neue Welle von Drohnenangriffen auf Ölraffinerien Ende Juli und Anfang August führte zu neuen Engpässen und Verkaufsauflagen. Russland meldet Einnahme zwei weiterer Orte in der Ukraine Russland setzt seinen Vormarsch in der Ukraine nach eigenen Angaben weiter fort und meldet die Einnahme von zwei Ortschaften. Es handele sich um Nowosoloschyne in der südöstlichen Region Saporischschja und um Andrijiwska Hromada in der Region Donezk, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Unterstützer von Anti-Kriegspartei in Moskau festgenommen Russische Sicherheitskräfte haben in Moskau Dutzende Unterstützer der Anti-Kriegspartei Jabloko in Gewahrsam genommen. Vor dem Obersten Gerichtshof wird über den Ausschluss der liberalen Oppositionspartei von der Parlamentswahl verhandelt. Dort seien nicht weniger als 35 Menschen abgeführt worden, teilte Jabloko-Chef Nikolai Rybakow mit. Die Partei veröffentlichte auch Videos von Festnahmen. Rybakow forderte vor Gericht die Freilassung der Menschen und ein Ende der Einschüchterungsversuche durch die Polizei. Das Oberste Gericht Russlands verhandelte erneut über den Ausschluss von Jabloko von der Parlamentswahl vom 18. bis 20. September. Die Partei hatte Berufung eingelegt gegen den vor einer Woche vom Gericht beschlossenen Entzug der Zulassung zur Duma-Wahl. Die Aussichten, dass Jabloko doch noch zugelassen wird, gelten als düster. Russland baut offenbar zehn neue Drohnenbasen in Nato-Reichweite Die Nato könnte verstärkt in das Visier russischer Drohnen geraten. Es gibt offenbar zahlreiche neue Rampen in Grenznähe. Lesen Sie hier mehr dazu. Ukraine: Russischer Angriff auf Hafen-Infrastruktur in Region Odessa Russland hat ukrainischen Angaben zufolge bei einem nächtlichen Angriff die Hafen-Infrastruktur im Bezirk Ismajil in der südukrainischen Region Odessa ins Visier genommen. Dabei sind Brände entstanden, die inzwischen gelöscht wurden, wie die Behörden auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mitteilen. Ismajil liegt nahe der rumänischen Grenze und beherbergt den größten ukrainischen Hafen an der Donau. Proteste nach Fedorow-Entlassung: Die Wut gegen Selenskyj nimmt ab Durch einen Kabinettsumbau zog Wolodymyr Selenskyj den Zorn der eigenen Bevölkerung auf sich. Mittlerweile haben sich die Proteste gewandelt. Lesen Sie hier mehr dazu. Moskau: Ökonom sagt Russland Niederlage voraus – Entlassung In Moskau hat der prominente Ökonom Andrej Klepatsch Russland in seinem Abnutzungskrieg gegen die Ukraine eine Niederlage vorhergesagt und nun seinen Job verloren. Das Staatsunternehmen VEB.RF, Russlands führende Institution für wirtschaftliche Entwicklung, habe seinen Chefökonomen entlassen, berichteten mehrere russische Medien am Sonntagabend. Klepatsch war zuvor mit Äußerungen zitiert worden, nach denen es für Russland unmöglich sei, den Abnutzungskrieg gegen die Ukraine zu gewinnen. Er zeigte sich auch überzeugt, dass Russland auf eine Krise zusteuere. Die Zeitung "The Moscow Times" hatte über einen Vortrag von Klepatsch in einem Club der Moskauer Börse berichtet, in dem der Ökonom bereits im Mai der Ukraine ein wirtschaftliches Überleben bescheinigt hatte. "Wir geben uns der Illusion hin, dass dort [in der Ukraine, Anm. d. Red.] alles zusammenbrechen wird. Es ist nicht zusammengebrochen und wird auch nicht zusammenbrechen", zitierte die Zeitung Klepatsch. Russlands Kosten hingegen stiegen, das Land werde "sowohl im technologischen als auch im wirtschaftlichen Wettbewerb weltweit" den Kürzeren ziehen. Das unabhängige Portal "The Bell" berichtete, VEB.RF-Chef Igor Schuwalow habe Klepatsch nach einem "Anruf von oben" – also aus dem Kreml – entlassen. Schuwalow ist früherer Vizeregierungschef und ein Vertrauter Putins. Der Chefökonom bestätigte dem Magazin "Forbes" seine Entlassung, nannte demnach aber keine Gründe. Sonntag, 16. August Strafverfahren gegen FAZ-Reporter in Moskau – wegen Frage In Moskau ist ein Strafverfahren gegen einen deutschen Journalisten eingeleitet worden, meldet die der kremlnahe Agentur Tass. Ermittelt werde gegen den Korrespondenten der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ) wegen des Schürens von Hass und Feindseligkeit. Aktuell werde entschieden, ob der Reporter, der für die Zeitung aus Wien über Südosteuropa berichtet, international zur Fahndung ausgeschrieben werde. Die Pressestelle der "FAZ" teilte mit, dass ihr das Verfahren nicht bekannt sei. Der Korrespondent hatte vor gut einer Woche in Belgrad den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj gefragt, was die Europäer tun könnten, um der Ukraine dabei zu helfen, mehr russische Soldaten zu töten. Das löste breite Kritik aus. Die Zeitung hatte danach am Montag erklärt, die Frage des Reporters sei missverständlich formuliert gewesen. Dies bedauere man. Es sei nicht die redaktionelle Linie der "FAZ", dass möglichst viele russische Soldaten getötet werden sollten. Bei einer Verurteilung in Russland drohen dem Journalisten bis zu sechs Jahre Straflager, wie Tass weiter berichtete. In Russland werden Urteile auch in Abwesenheit gesprochen – wie etwa im Fall des Karnevalswagenbauers Jacques Tilly, der Kremlchef Wladimir Putin und seinen Krieg kritisiert hatte. Er wurde wegen bissig-satirischer Mottowagen zu achteinhalb Jahren Straflager verurteilt, muss aber in Deutschland keine Auslieferung befürchten. Ukraine meldet Tote und Verletzte nach russischen Attacken Bei neuen russischen Luftangriffen in der Ukraine sind nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj mindestens drei Menschen getötet und mehr als 20 weitere verletzt worden. Allein in der südlichen Industriestadt Krywyj Rih gab es nach einer Attacke mit ballistischen Raketen zwei Tote und 14 Verletzte, wie Selenskyj, der von dort stammt, bei Telegram mitteilte. Ein Mensch sei auch in Sumy im Nordosten des Landes getötet worden. In der Hauptstadt Kiew und Umgebung seien bei den russischen Angriffen sechs Menschen verletzt worden. "Die Rettungsdienste sind an den Orten der morgendlichen und nächtlichen russischen Angriffe im Einsatz", sagte Selenskyj. In Kiew seien die Brände zügig gelöscht worden. Getroffen wurde in der ukrainischen Hauptstadt auch ein Büchermarkt. "Überall, wo die Russen mit ihren Raketen hinreichen, greifen sie die zivile Infrastruktur an", erklärte der Präsident. Er warnte vor einer weiteren Angriffswelle. Russland feuerte in dieser Woche nach Darstellung Selenskyjs mehr als 1.550 Drohnen, fast 1.560 Bomben und 62 Raketen und Marschflugkörper auf das Land ab. Selenskyj rief die Verbündeten der Ukraine erneut auf, dem Land Flugabwehrraketen zu liefern. "Wenn nordkoreanische Raketen hier in Europa die Infrastruktur zerstören und Menschenleben fordern, darf nicht zugelassen werden, dass europäische Abfangraketen einfach in den Lagern liegen bleiben", sagte Selenskyj. Er hatte Russland zuletzt vorgeworfen, von Nordkorea gelieferte Raketen einzusetzen. Ukraine trifft Fabrik für Raketentreibstoff Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben eine Anlage zur Herstellung von Raketentreibstoff in der russischen Region Rostow angegriffen. "Das Unternehmen stellt Feststoffraketentreibstoff für Mehrfachraketenwerfer sowie für eine Reihe von Raketensystemen und luftgestützten Waffensystemen her", teilte das ukrainische Militär auf Telegram mit. Rostow liegt im Süden Russlands und grenzt an die Ukraine. Riesiges Logistikzentrum bei Moskau steht in Flammen Angriffe aus der Ukraine treffen zunehmend auch die russische Logistikinfrastruktur rund um Moskau. Ein großes Logistikzentrum des russischen Onlinehändlers Wildberries ist in der Nacht zum Sonntag im Moskauer Umland in Brand geraten. Das Lager im Ort Koledino, rund 40 Kilometer vom Kreml entfernt, gilt mit einer Fläche von mehr als 200.000 Quadratmetern als der zweitgrößte Standort des Unternehmens. In sozialen Netzwerken verbreitete Videos sollen zeigen, wie Drohnen das Gelände treffen. Anschließend sind Flammen und große Rauchsäulen über dem Komplex zu sehen. Wie groß die Schäden sind und welche Teile des Lagers betroffen sind, ist zunächst unklar. Ältere Nachrichten zum Krieg in der Ukraine lesen Sie hier .