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Neuwagen im Check: Das ist Deutschlands günstigstes Auto

Wer weniger als 20.000 Euro für ein neues Auto ausgeben will, findet auf dem deutschen Markt kaum noch Auswahl. Gerade einmal 16 Modelle unterschreiten diese Grenze – kein einziges stammt von einem deutschen Hersteller. Der Dacia Sandero ist mit einem Preis von unter 14.000 Euro der günstigste Neuwagen in Deutschland. Dahinter folgt eine kurze Liste, die überwiegend aus ausländischen Klein- und Kleinstwagen besteht. Das zeigt eine Auswertung des ADAC . Wie rasant die Preise steigen, zeigt der VW Golf. Im Jahr 2018 stand Deutschlands meistgekauftes Auto noch für unter 20.000 Euro beim Händler. Heute verlangt Volkswagen für die günstigste Version bereits knapp 30.000 Euro. Selbst der kleinere VW Polo reißt mit einem Grundpreis von 20.380 Euro die Preisgrenze. Viel Auto, wenig Komfort Der Sandero hingegen liefert solide Renault-Technik für 13.590 Euro. Das Raumwunder fasst fünf Personen und eine große Menge an Gepäck. Wer zur Autogas-Variante greift, halbiert seine Tankkosten und fährt bis zu 1.600 Kilometer ohne Stopp. Doch das Sparen kostet Nerven. Wer die Heizung regeln will, muss sich durch verschachtelte, zähe Touchscreen-Menüs tippen. Ab Tempo 120 dröhnt der Wind laut im Innenraum aus Hartplastik. Und im Stau kann die Automatik ruckeln. Wer ein komfortables Statussymbol sucht, findet es im Sandero ganz sicher nicht. Wer aber ein praktisches Werkzeug braucht, spart mit ihm viel Geld. Vom SUV bis zum E-Auto: Was der Markt noch bietet Wer die Preisgrenze von 20.000 Euro nicht überschreiten will, muss gezielt suchen. Doch die verbliebenen 16 günstigen Modelle beschränken sich nicht auf Kleinstwagen, sondern verteilen sich auf völlig verschiedene Fahrzeugklassen: Kleinwagen: Für knapp unter 20.000 Euro ist beispielsweise der Renault Clio erhältlich. Der Kleinwagen bietet eine ordentliche Qualität, genug Platz für den Alltag und eine Leistung von 115 PS. Elektroautos: Mit dem Dacia Spring, dem Leapmotor T03 und dem Renault Twingo E-Tech Electric zählen auch drei Stromer zu den günstigsten Modellen. Vans und SUVs: Der Dacia Duster gehört neben dem KGM Tivoli und dem Citroën C3 Aircross zu den günstigsten SUVs auf dem Markt. Wer mehr Platz benötigt, für den ist der Dacia Jogger mit bis zu sieben Sitzen eine gute Wahl. Die Kehrseite: Verzicht bei der Basisausstattung Der niedrige Preis fordert oft Verzicht, denn viele Modelle fahren in der puristischen Basisausstattung vor. Moderne Extras wie schlüssellose Türen oder Rundum-Kameras fehlen. Bei vielen Modellen lässt sich am Lenkrad nur die Höhe verstellen, nicht aber der Abstand zum Fahrer. Manchmal sparen die Hersteller an der Klimaanlage. So sparen Sie richtig Wer trotz des kleinen Budgets nicht an der Ausstattung sparen will, sollte den tatsächlichen Platzbedarf prüfen. Oft reicht ein kleineres Auto im Alltag völlig aus. Das teure Navigationssystem ab Werk erweist sich als überflüssig, wo das eigene Smartphone die Routenführung per Android Auto oder Apple CarPlay übernimmt. Auch beim Motor lässt sich die Kalkulation optimieren: Viel Leistung treibt den Kaufpreis, den Verbrauch und die Steuern nach oben. Zu zaghaft sollte der Antrieb allerdings nicht ausfallen, da zu wenig Kraft beim Überholen oder auf Autobahnauffahrten schnell gefährlich wird. Eines gilt jedoch immer: Feilschen lohnt sich. So verhandeln Sie richtig Viele Autokäufer fühlen sich beim Verhandeln unwohl. Doch nach einem besseren Preis zu fragen, ist ihr gutes Recht. Bei Autos unter 20.000 Euro sind die Margen der Händler allerdings dünn, große Nachlässe gibt es hier nicht. Wer klug verhandelt, erhält trotzdem einen Rabatt. Die besten Regeln für den Autokauf: Bereiten Sie sich vor: Informieren Sie sich vorab genau über das Modell und die marktüblichen Preise. Das stärkt Ihre Position. Der Ton macht die Musik: Bleiben Sie freundlich und sachlich. Ein zu forsches Auftreten blockiert jeden Händler. Fordern Sie Sachleistungen: Wenn sich am Preis nicht mehr rütteln lässt, fragen Sie nach Extras. Ein Satz Gratisreifen, die Zulassungsgebühr oder die erste Inspektion kosten den Händler weniger, bringen Ihnen aber bares Geld. Vorsicht bei der Finanzierung: Rechnen Sie Händlerangebote genau durch. Oft ist ein unabhängiger Bankkredit günstiger als die Hausfinanzierung des Autohauses. Gehen Sie selbstbewusst und ausgeruht in das Gespräch. Dann lässt sich mit etwas Geschick auch bei den günstigsten Modellen fast immer ein kleiner Vorteil herausholen.