BMW i3 im Gebrauchtwagen-Check vom TÜV: Der Elektro-Pionier ist Geheimtipp
Ein Pionier mit besonderem Look: Bei seinem Start fiel der BMW i3 aus allen bekannten Mustern. Und wie steht es bei der Hauptuntersuchung? Der i3 ist anders: Er war einer der ersten Serien-Pkw mit einer Fahrgastzelle aus Carbon. Weitere Merkmale: Ihm fehlt die B-Säule, die Türen öffnen gegenläufig – überhaupt haftet ihm trotz seines Alters noch etwas Futuristisches an. Und offenbar leisteten die Ingenieure gute Arbeit mit ihrer Vision. Denn bei der Kfz-Hauptuntersuchung (HU) liefert das Auto. Der "Auto Bild TÜV-Report 2026" schreibt, "der innovative Elektrozwerg" sei "eine Überlegung wert" und spricht von einem Geheimtipp. Fakten zum BMW i3 Modellhistorie: Der i3 kam 2013 heraus, 2017 gab es das Facelift zum anstehenden Modelljahr. Bei der Modellüberarbeitung wurde die Karosserie leicht verändert. An Bord kam ein größerer Antriebsakku, serienmäßig wurde eine Schnellladebuchse, die zuvor als Extra bezahlt werden musste. Karosserie und Varianten: Bis 2018 wurde der i3 neben der reinen E-Version noch als Version mit Range Extender angeboten, einem sogenannten Reichweitenverlängerer. Dann ging zum E-Motor und zur Batterie noch ein Zweizylinder-Verbrenner an Bord, der den Antriebsakku über einen Generator mit Strom versorgt – eine Spielart eines Plug-in-Hybrids. Die sportlichere Version heißt i3s. Abmessungen (laut ADAC): 4,01 m x 1,78 m x 1,60 m (LxBxH), Kofferraumvolumen: 260 l (hinten) + 50 l (vorn). Motor und Batterie: Elektro (Permanentmagnet-Synchronmaschine (PSM)) 125 kW/170 PS und 135 kW/184 PS. Die Brutto-Batteriekapazität des Facelifts liegt bei 42,2 Kilowattstunden (vorher 33,2 kWh). Mit Wechselstrom kann der i3 über einen 11-kW-Lader gefüttert werden, mit Gleichstrom per 50 kW Ladeleistung. Stärken Ein tiefer Schwerpunkt dank der schweren Batterie im Unterboden in Verbindung mit dem direkten Ansprechverhalten eines E-Motors beschert auch dem i3 zumindest einen Schuss der BMW-typischen Sportlichkeit. Bei der HU gibt es wenig zu meckern. Praktisch ohne Mängel bleiben Achsaufhängungen und Antriebswellen, Beleuchtung vorn wie hinten, die Blinker sowie die Bremsleitungen und -schläuche, so der TÜV-Report. Schwächen Überdurchschnittliche Beanstandungsquoten dagegen weist die Fußbremse auf. Hier wurden die jüngsten Modelle bei ihrer ersten HU doppelt so oft wie im Mittel bemängelt, ältere Fahrzeuge beim zweiten Check noch häufiger. Auch die Bremsscheiben sind bei der zweiten HU leicht auffällig. Minimale Quoten leisten sich Lenkung und Abblendlicht. Pannenverhalten Der ADAC sieht keinen Anlass zu Kritik. Der i3 sei "sehr zuverlässig" schreibt der Club mit Blick auf seine Pannenstatistik. Auffällige Bauteile, die für Pannenschwerpunkte sorgen, gebe es nicht. Händler-Verkaufswert Nach Angaben der Deutschen Automobil Treuhand (DAT) mit statistisch erwartbaren Kilometern – drei Preisbeispiele: i3s 120 Ah (6/2021); 135 kW/184 PS (E-Motor); 61.000 Kilometer; 18.716 Euro. i3 Basis 94 Ah (6/2018); 125 kW/170 PS (E-Motor); 91.000 Kilometer; 13.263 Euro. i3 Basis 120 Ah (6/2022); 125 kW/170 PS (E-Motor); 50.000 Kilometer; 18.104 Euro.
