Beste Kleinwagen im ADAC-Test 2026: Diese Autos sind am besten bewertet
Kleinwagen sind längst nicht mehr unbedingt klein – und günstig sind sie häufig auch nicht mehr. Welche Modelle im Test besonders gut abschneiden und welche Alternativen es gebraucht gibt. Bezahlbare Neuwagen werden selten. Nach Berechnungen des ADAC kostete das günstigste Modell einer Klein- oder Kleinstwagen-Baureihe 2013 im Durchschnitt 14.138 Euro. 2025 waren es bereits 25.836 Euro. Wer heute einen Neuwagen für weniger als 20.000 Euro sucht, landet deshalb häufig bei Klein- und Kleinstwagen. Doch auch die sind gewachsen – nicht nur beim Preis. Der VW Polo etwa misst heute rund vier Meter, in den 1990er-Jahren waren es noch 3,71 Meter. Gleichzeitig bieten aktuelle Kleinwagen Assistenzsysteme und Komfortausstattung, die früher größeren Fahrzeugklassen vorbehalten waren. Gute Kleinwagen kosten laut ADAC inzwischen häufig zwischen 20.000 und 25.000 Euro, elektrische Modelle auch 30.000 Euro und mehr. Welche davon besonders gut abschneiden, zeigen die Autotests des ADAC. Die besten Kleinwagen im neuen Testverfahren Kia EV2: Viel Platz, überschaubare Reichweite Mit der Note 2,4 schneidet der Kia EV2 Earth unter den bislang nach dem neuen Verfahren getesteten Kleinwagen am besten ab. Trotz seiner Länge von lediglich 4,06 Metern bietet er laut ADAC ordentlich Platz und einen guten Federungskomfort. Mit der 42,2-Kilowattstunden-Batterie kam der EV2 im Test allerdings nur 245 Kilometer weit. Im Test von t-online hinterließ er einen insgesamt guten Eindruck . Nissan Micra: Handlich, aber hinten eng Die Note 2,5 erhält der elektrische Nissan Micra Evolve, der technisch eng mit dem Renault 5 verwandt ist. Der ADAC hebt unter anderem seine Handlichkeit, die einfache Bedienung und den Antrieb hervor; mit der 52-Kilowattstunden-Batterie waren im Test rund 320 Kilometer möglich. Weniger gut schnitten das Platzangebot im Fond und der Federungskomfort ab. Renault Clio: Sparsamer Hybrid statt Elektroantrieb Ebenfalls die Note 2,5 erhält der Renault Clio Full Hybrid E-Tech 160. Sein Hybridantrieb verbrauchte im ADAC-Test 4,6 Liter Super auf 100 Kilometer; positiv bewertet wurden zudem Bedienung und Fahrleistungen. Den Clio gibt es als Benziner ab 19.900 Euro, der getestete Hybrid ist allerdings deutlich teurer. Die besten Kleinwagen nach dem alten Verfahren Mini Aceman SE: Viel Platz auf vier Metern Mit der Note 1,9 führt der Mini Aceman SE die Kleinwagen nach dem früheren Testverfahren an. Auf 4,08 Metern Länge bietet der elektrische Mini ordentlich Platz für die Passagiere, zudem überzeugte sein Antrieb. Abstriche machte der ADAC unter anderem bei der Reichweite und der Ladeleistung von maximal 95 Kilowatt. Mini Cooper E: Einer ist tatsächlich klein geblieben Der Mini Cooper E erhielt die Note 2,0 und gehört mit 3,86 Metern zu den tatsächlich noch kleinen Kleinwagen. Der ADAC bewertet unter anderem Antrieb, Verbrauch und Fahrverhalten positiv. Dafür müssen sich Käufer beim Platz einschränken: Der ADAC maß nur 135 Liter Kofferraumvolumen, die Reichweite lag im Test bei 235 Kilometern. Renault 4: Deutlich größer als sein Vorgänger Auf die Note 2,1 kommt der elektrische Renault 4. Mit 4,14 Metern ist er 48 Zentimeter länger als sein historischer Namensgeber; der ADAC maß 330 Liter Kofferraumvolumen. Mit der 52-Kilowattstunden-Batterie erreichte der R4 im Test 345 Kilometer, die Ladeleistung von maximal 100 Kilowatt gehört dagegen zu seinen Schwächen. Weitere gute Kleinwagen Weitere Kleinwagen erhielten ebenfalls gute Bewertungen. Renault 5 E-Tech Electric, Opel Corsa Electric, Alfa Romeo Junior Elettrica, Fiat 600e und Alpine A290 erreichten nach dem früheren Testverfahren jeweils die Note 2,2. Hyundai Inster, Peugeot e-208, Peugeot e-2008 und Jeep Avenger folgten mit jeweils 2,3. Diese Kleinwagen fallen auch gebraucht positiv auf Wer weniger ausgeben möchte, kann sich auf dem Gebrauchtwagenmarkt umsehen. Hinweise darauf, welche Kleinwagen auch nach einigen Jahren bei der Hauptuntersuchung vergleichsweise wenige Probleme bereiten, liefert der TÜV-Report 2026. Er wertet die Ergebnisse von mehr als neun Millionen Hauptuntersuchungen nach Altersklassen aus. Besonders häufig steht der Mazda 2 weit oben. Bei den zwei bis drei sowie den vier bis fünf Jahre alten Kleinwagen belegt er jeweils den ersten Platz. Bei den Sechs- bis Siebenjährigen landet er auf Rang zwei, bei den Acht- bis Neunjährigen wieder auf Rang eins. Auch der Suzuki Swift taucht mehrfach auf den vorderen Plätzen auf. Bei den zwei bis drei Jahre alten Autos erreicht er Platz drei, bei den Sechs- bis Siebenjährigen Platz eins und bei den Acht- bis Neunjährigen wiederum Platz drei. Der VW Polo schafft es ebenfalls in die Spitzengruppe: Bei den sechs bis sieben Jahre alten Kleinwagen erreicht er Rang drei. Laut der Auswertung schneidet er bei der Hauptuntersuchung insgesamt gut ab, häufiger auffällig sind allerdings die Lenkgelenke.
