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Schulstart in Düsseldorf: Ordnungsamt rüstet auf – ADAC warnt

In Düsseldorf starten 5.600 Erstklässler ins neue Schuljahr. Das Ordnungsamt verschärft die Kontrollen – und der ADAC warnt vor einer wachsenden Gefahr. Rund 5.600 Erstklässler starten nach den Sommerferien an Düsseldorfs Grundschulen – und die Stadt reagiert mit verstärkter Kontrolle. Ab dem 2. September setzt das Ordnungsamt Düsseldorf verschärfte Geschwindigkeitskontrollen auf Schulwegen in Kraft. Zum Einsatz kommen bis zu fünf Radarfahrzeuge sowie zwei stationäre Messanhänger. Hintergrund ist das erhöhte Unfallrisiko in den ersten beiden Schulwochen, wenn viele Kinder erstmals aktiv am Straßenverkehr teilnehmen. Überhöhte Geschwindigkeit gilt als eine der wesentlichen Unfallursachen mit Kinderbeteiligung. Wer zu schnell fährt, muss mit Verwarnungsgeld, Bußgeld oder sogar Fahrverbot rechnen – zum Schuljahresbeginn 2025 verhängte das Ordnungsamt bereits 2.171 Verwarnungen und 226 Bußgelder. ADAC-Umfrage: Fast jedes vierte Kind wird gefahren Neben der Geschwindigkeit rückt auch ein zweites Problem in den Fokus der Kontrollen: Haltverbote rund um die Schulen. Seit Jahren stellen die Mitarbeitenden des Ordnungsamts fest, dass ausgerechnet Eltern ihre Kinder in unmittelbarer Schulnähe absetzen – und dabei im Haltverbot, in zweiter Reihe oder auf Geh- und Radwegen halten. Im Vorjahr sprach das Ordnungsamt allein in diesem Bereich über 1.700 Verwarnungen aus. Wie groß das Elterntaxi-Problem tatsächlich ist, zeigt jetzt eine aktuelle, bundesweite Umfrage der ADAC Stiftung: Nahezu jedes vierte Grundschulkind wird mehrmals pro Woche mit dem Auto zur Schule gebracht und wieder abgeholt. Die Mehrheit der Eltern selbst hält das für problematisch – 61 Prozent der Befragten finden, dass zu viele Autos vor den Schulen für Bring- und Abholverkehr sorgen. Hauptgrund für die Kritik: Nach Ansicht von 58 Prozent der Eltern schaffen genau diese Elterntaxis gefährliche Situationen. „Schlicht eine Notwendigkeit“ Warum lassen sich Eltern trotzdem nicht vom Fahren abhalten? Für zwei Drittel der Eltern, die ihre Kinder regelmäßig fahren, ist das schlicht eine Notwendigkeit – meist aus praktischen Gründen: 37 Prozent nennen Anschlusstermine ihrer Kinder, 31 Prozent schlechtes Wetter, 27 Prozent die Verbindung mit dem eigenen Arbeitsweg oder Erledigungen, 18 Prozent den geringeren Zeitaufwand. Die ADAC Stiftung sieht aber nicht nur die Eltern in der Pflicht: "Neben den berechtigten Appellen, auf Elterntaxis zu verzichten, sollten Kommunen und Schulträger auch den Verkehrsraum vor den Schulen anpassen", so die ADAC-Stiftung.