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JP Kraemer: Dortmunder Tuner gibt Lüge zum Tod seiner Mutter zu

2020 machte der Dortmunder seine Kindheit öffentlich, 2021 sprach er vom Suizid seiner Mutter. Jetzt korrigiert er diesen Teil seiner Biografie. Der Dortmunder Unternehmer Jean Pierre "JP" Kraemer hat eingeräumt, über Jahre eine falsche Darstellung über den Tod seiner Mutter verbreitet zu haben. In einer Instagram-Story am Dienstagabend erklärte Kraemer: "Meine Aussage, dass meine Mutter Selbstmord gemacht hat, ist falsch." In seinem Buch hatte er angegeben, seine Mutter sei mit ihrem Auto auf Bahngleise gefahren und dort von einem Zug erfasst worden. Jetzt stellte er klar, dass es sich um einen Unfall gehandelt habe. "Das war falsch von mir", sagte der 45-Jährige und entschuldigte sich insbesondere bei seiner Schwester Jutta. Die Erklärung veröffentlichte Kraemer nur wenige Stunden, nachdem er das Ende von JP Performance angekündigt hatte . Am Donnerstag wurde zudem bekannt, dass die Staatsanwaltschaft Dortmund ein zunächst eingestelltes Ermittlungsverfahren gegen Kraemer wieder aufgenommen hat . Kraemer hatte zuvor Gewaltvorwürfen seine Ehefrau Julia Meck zum Zeil eingeräumt und angekündigt, eine Auszeit einlegen zu wollen. Fall JP Kraemer: "Täter schützen Täter" – die Kolumne von Nicole Diekmann Suizid-Geschichte ist seit 2020 öffentlich dokumentiert Die Darstellung über den Tod seiner Mutter ist nicht erst in den vergangenen Monaten entstanden. Sie gehörte seit Jahren zu der Biografie, die Kraemer öffentlich über sich erzählte. Im September 2020 stellte Kraemer anlässlich seines 40. Geburtstags seine Autobiografie "Angstgetrieben" vor. In einem emotionalen YouTube-Video bezeichnete er seine Lebensgeschichte als "sehr traurig" und erklärte, in dem Buch offen über seine Vergangenheit, Krankheiten und Depressionen zu schreiben. Zum Ende des Videos las er eine Passage über seine Mutter vor. Bereits die damalige Berichterstattung über Buch und Video führte den angeblichen Suizid seiner Mutter als Teil dieser Lebensgeschichte an. Noch eindeutiger wurde Kraemer wenige Monate später selbst. Am 4. März 2021 war er bei "Leeroys Podcast" zu Gast. Die "Ruhr Nachrichten" berichteten am 8. März 2021 ausführlich über das Interview. Kraemer sagte darin über sein Aufwachsen: "Meine Kindheit war sehr schlimm, finanziell total schwach." Er erzählte, bereits als Kind teilweise allein gewesen zu sein, selbst kochen zu müssen und dass seine Mutter tagelang verschwunden sei. Im selben Gespräch sagte Kraemer, seine Mutter habe Suizid begangen. Kraemer korrigiert auch Teile seiner Kindheitsgeschichte In der aktellen Instagram-Story sprach Kraemer erneut über seine Autobiografie. Darin seien "manche Sachen auf jeden Fall stärker dargestellt" worden, als sie tatsächlich passiert seien. Auch dafür entschuldigte sich der Dortmunder. Besonders richtete er seine Entschuldigung an seine Schwester. Welche konkreten Erlebnisse in "Angstgetrieben" stärker dargestellt wurden und weshalb er den Tod seiner Mutter über Jahre als Suizid bezeichnete, obwohl sie bei einem Verkehrsunfall starb, erklärte Kraemer in der Story nicht.