Hamburg baut Reeperbahn um: So können Bürger mitreden
Die Stadt Hamburg will die westliche Reeperbahn neu gestalten. Für Anwohner besteht die Chance, bei der Gestaltung mitzuwirken. Wie das möglich ist. Die Reeperbahn ist weit mehr als Hamburgs bekannteste Ausgehmeile. Als Hauptverkehrsstraße führt sie in Ost-West-Richtung durch St. Pauli. Autos, Busse, Fahrräder und Fußgänger teilen sich dort den begrenzten Raum. Wie stark die Verkehrsachse genutzt wird, zeigt eine Erhebung des Landesbetriebs Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG): Bei einer Zählung im September 2024 passierten innerhalb von 13 Stunden rund 16.600 Fahrzeuge die westliche Reeperbahn. Nun will Hamburg den Straßenraum zwischen Holstenstraße und Davidstraße neu ordnen. Und die Anwohner können dabei aktiv mitgestalten. Zehn Plätze für Hamburger – Los entscheidet Insgesamt zehn Plätze verlost die Stadt. Fünf Plätze gehen an Menschen, die direkt an der Reeperbahn wohnen. Fünf weitere vergibt der LSBG an Bewerber aus dem übrigen Stadtgebiet. Das Los entscheidet. Dabei achtet der Landesbetrieb auf eine ausgewogene Verteilung nach Wohnort, Alter und Geschlecht. Interessierte ab 16 Jahren können sich noch bis Freitag, 11. September, beim LSBG bewerben. Zuvor hatte die "Mopo" berichtet. Kaum wieder frei: A7 in Hamburg erneut 55 Stunden gesperrt Mit fast 95: Damit überrascht Freddy Quinn seine Fans jetzt Der erste Workshop findet am 27. November statt. Ein zweiter folgt im ersten Halbjahr 2027. Beide Termine dauern etwa vier Stunden. Wer sich bewirbt, muss an beiden Workshops teilnehmen können. Anfang Oktober informiert der LSBG die ausgelosten Teilnehmer. Hamburg will vorrangig Fußgängern mehr Platz geben. Die Pläne sehen breitere Gehwege, zusätzliche Aufenthaltsflächen, bessere Querungsmöglichkeiten, neue Sitzgelegenheiten und mehr Grün vor. Auch Parkplätze sowie Flächen zum Laden und Liefern will die Stadt neu ordnen. Pop-up-Radweg seit 2026 dauerhaft Die Verkehrsführung auf der Fahrbahn bleibt dagegen bestehen. Nach einem mehrjährigen Test richtete Hamburg im Frühjahr 2026 dauerhaft kombinierte Bus- und Radspuren ein. Für Autos bleibt in jeder Richtung ein Fahrstreifen. Die Vorschläge aus den Workshops fließen laut LSBG in die weitere Planung ein. Über die endgültige Gestaltung entscheiden anschließend die zuständigen Stellen im formalen Planungsverfahren.
