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Fußball: Polizei nimmt Mafia-Boss nach Mord an Ultra fest

Ein als Jogger verkleideter Mann erschoss 2019 einen der bekanntesten Fußball-Ultras Italiens auf einer Parkbank. Jetzt gibt es Neuigkeiten rund um den Fall. Die italienische Polizei hat sieben Männer festgenommen, die den Mord an Fabrizio Piscitelli, auch Diabolik gennant, in Auftrag gegeben und organisiert haben sollen. Unter den Festgenommenen befindet sich Michele Senese, Boss des Römer Senese-Clans, der zu den mächtigsten Mafia-Gruppen in der italienischen Hauptstadt zählt. Piscitelli, Anführer der berüchtigten Lazio-Ultra-Gruppe "Irriducibili", war im Sommer 2019 im Osten Roms erschossen worden. Der damals 53-Jährige saß im Parco degli Acquedotti auf einer Bank, als sich ein als Jogger verkleideter Mann mit Sonnenbrille ihm näherte und ihn erschoss. Der Mord hatte in Italien großes Aufsehen erregt. "Ein einziger Ärger": Ex-F1-Boss Ecclestone mit Schrotflinte gefasst Eine Million nach der anderen: So viel Preisgeld hat Zverev sicher Den Ermittlern zufolge soll Mafia-Boss Senese die Tötung gebilligt haben. Organisiert worden sein soll der Mord von Leandro Bennato, der gemeinsam mit seinem Bruder eine kriminelle Gruppe anführt. Bennato soll den Schützen am Tattag auf einem Motorroller zum Tatort begleitet haben. Der mutmaßliche Schütze war zunächst zu lebenslanger Haft verurteilt, vom Berufungsgericht jedoch freigesprochen worden. Machtkampf um Drogenhandel Als Motiv vermuten die Behörden einen Machtkampf um den lukrativen Drogenhandel. Piscitelli soll sich gemeinsam mit einem Partner zunehmend den Vorgaben des dominierenden Senese-Clans entzogen haben. Senese habe mit dem Mord ein Zeichen setzen und seine Machtstellung sichern wollen, so die Ermittler. Piscitelli, der neben seiner Rolle als Anführer einer neofaschistischen Ultra-Gruppe des römischen Fußballklubs Lazio mit Drogengeschäften beschäftigt war, galt als Roms bekanntester Fußball-Ultra. Seine Gruppe "Irriducibili", auf Deutsch "Unbeugsame", war für ihre rechtsradikalen Mitglieder bekannt. In die Schlagzeilen kamen sie unter anderem mit Spruchbändern, die die Opfer des Holocausts verhöhnten. Im Jahr 2020 wurde die Gruppe aufgelöst.