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Ukraine-Krieg: Dieselpreis steigt – Trump gibt Selenskyj die Schuld

Der US-Präsident macht Kiew Vorwürfe. Der Stabschef Selenskyjs kündigt Gespräche zwischen Russland, der Ukraine und den USA an. Alle Entwicklungen im Newsblog. Dieser Newsblog wurde beendet. Neuere Nachrichten zum Krieg in der Ukraine lesen Sie hier. Montag, 14. September Finnischer Botschafter warnt vor Einfluss Chinas und Russlands Vor dem EU-Arktis-Gipfel im finnischen Rovaniemi warnt der finnische Botschafter in Deutschland vor wachsendem Interesse Chinas und Russlands an der Region. "Es besteht wirtschaftliches Interesse, es besteht Interesse an den seltenen Mineralien und auch an den sich öffnenden Seewegen", sagte der Diplomat Kai Sauer den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagsausgaben). "Das merkt man in Grönland und auch in unserem Umfeld." Angesichts des jüngsten Besuchs von EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen in Grönland und des von ihr angekündigten Investitionspakets für die Insel in Höhe von 200 Millionen Euro sagte Sauer: "Wir hoffen, dass sich das europäische Interesse nicht nur auf Grönland begrenzt, sondern die gesamte Arktis umfasst." Der Botschafter äußerte sich selbstbewusst über die Rolle Finnlands. "Wir sind ein starker Player in der Arktis und müssen uns nicht verstecken", sagte Sauer. Finnland plane 80 Prozent aller Eisbrecher weltweit, 60 Prozent dieser Schiffe würden in Finnland hergestellt - "auch wenn andere sich große Mühe geben". FT: Kanada erwägt Unterstützung von EU-Kredit für die Ukraine Die "Financial Times" berichtet unter Berufung auf Insider, Kanada sei derzeit in Verhandlungen über die Unterstützung eines Darlehens der Europäischen Union in Höhe von 90 Milliarden Euro für die Ukraine . Beide Seiten hofften, sich noch vor einem EU-Gipfel in Montreal Ende Oktober auf den Beitrag Kanadas zu einigen, heißt es. Zuvor hatte das "Wall Street Journal" berichtet, Kanada strebe angesichts der verschlechterten Beziehungen zu den USA eine engere Anbindung an die EU an. Ministerpräsident Mark Carney prüfe dazu die Möglichkeit einer "assoziierten Mitgliedschaft". Sonntag, 13. September Dieselpreis steigt – Trump stellt Forderung an Kiew US-Präsident Donald Trump hat von der Ukraine verlangt, die Angriffe auf russische Raffinerien einzustellen. Trump sagte am Sonntag bei seinem Besuch in Irland , der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj müsse "aufhören, den Dieselkraftstoff in Russland lahmzulegen". Selenskyj könne "andere Ziele" angreifen, aber keine Raffinerien zur Herstellung von Diesel, "weil er eine Dieselknappheit verursacht", sagte Trump am zweiten Tag seiner Irland-Reise. Mit ihren Angriffen auf russische Raffinerien und Öldepots will die Ukraine die Versorgung der russischen Armee mit Treibstoff und zugleich die Steuereinnahmen des russischen Staates treffen. Hintergrund von Trumps Forderung ist der gestiegene Dieselpreis in den USA wenige Wochen vor den Kongresswahlen: Er lag nach Angaben des US-Automobilclubs AAA am Freitag erstmals über sechs Dollar pro Gallone (5,22 Euro für 3,8 Liter). Ähnlich hoch war der Dieselpreis zuletzt im Juni 2022 mit 5,82 Dollar pro Gallone. Damals hatte der russische Angriff auf die Ukraine die Energiepreise deutlich in die Höhe getrieben. Seit Februar dieses Jahres hat der US-israelische Krieg gegen den Iran die Öl- und Gasmengen auf dem Weltmarkt deutlich verknappt. Diesel ist nach Angaben der Internationalen Energie-Agentur (IEA) besonders betroffen, weil Raffinerien in den Golfstaaten sowie in Russland beschädigt sind. Trump behauptete nun, die Dieselknappheit sei nicht auf den Iran-Krieg zurückzuführen. "Das kommt nicht aus dem Nahen Osten", sagte er in Irland. "Das ist eine Folge dessen, was mit Russland und der Ukraine passiert." Russland greift Zug an – Merz-Berater muss evakuiert werden Russland hat die Ukraine mit Hunderten Drohnen angegriffen und dabei auf den Bahnverkehr gezielt. Betroffen waren auch mehrere Politiker aus Westeuropa. Lesen Sie den ganzen Artikel hier . Russland greift Ukraine mit 453 Drohnen an – sechs Tote Russland hat die Ukraine am Sonntag erneut mit einer massiven Angriffswelle überzogen, das ukrainische Nachrichtenportal "Kyiv Independent" berichtet. Regionale Behörden meldeten dem Bericht zufolge landesweit mindestens sechs getötete und 43 verletzte Zivilisten. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe setzte Moskau 453 Drohnen sowie mehrere Flugkörper ein. Besonders stark betroffen waren mehrere Regionen im Westen des Landes. Die ukrainische Luftwaffe erklärte, 405 Drohnen und sechs Flugkörper abgefangen zu haben. Einschläge seien an 13 Orten registriert worden. In den Regionen Wolhynien, Iwano-Frankiwsk und Ternopil wurden Menschen verletzt, in Riwne und Mykolajiw fiel teilweise der Strom aus. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Nahe dem Grenzübergang Jahodyn traf eine russische Drohne zudem die Lokomotive des Kiew-Warschau-Zugs. Der Zug befand sich nach Angaben der ukrainischen Staatsbahn rund zwei Kilometer von der polnischen Grenze entfernt. Die Passagiere blieben unverletzt. In mehreren grenznahen Landkreisen Polens wurde Luftalarm ausgelöst. Russland schließt neue Gespräche im Oktober nicht aus Angesprochen auf trilaterale Gespräche mit der Ukraine und den USA zum Ukraine-Konflikt, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Sonntag nach Angaben russischer Nachrichtenagenturen: "Wir schließen eine solche Möglichkeit nicht aus." Dies betreffe auch den Monat Oktober. Es gehe um die "absehbare Zukunft". Schon Anfang der Woche hatte sich Russland offen gezeigt für eine Wiederaufnahme gemeinsamer Gespräche mit der Ukraine und den USA. Es sei aber noch zu früh, über einen möglichen Ort oder genaue Termine zu sprechen, hatte Peskow am Montag gesagt. Die beiden US-Gesandten Jared Kushner und Steve Witkoff waren zuvor nach Russland und in die Ukraine gereist, um beiden Seiten neue Vorschläge für eine Beendigung des Konflikts vorzulegen. Mindestens 330 Menschen nach Kursk-Offensive noch vermisst Sie durchsuchten Videos nach Lebenszeichen und legten eigene Vermisstenlisten an. Eine Recherche zeigt, warum sich russische Familien nach dem ukrainischen Vorstoß in Kursk von den Behörden im Stich gelassen fühlen. Lesen Sie den ganzen Artikel hier . Irkutsk zahlt Anwerbern 15.300 Euro pro ausländischem Rekruten Die russische Region Irkutsk zahlt künftig 1,5 Millionen Rubel – rund 15.300 Euro – an jeden, der einen Ausländer oder Staatenlosen für einen Vertrag mit dem Verteidigungsministerium gewinnt. Gouverneur Igor Kobsew unterzeichnete den entsprechenden Erlass am 10. September. Nach Recherchen des unabhängigen Mediums "Vyorstka" ist es die höchste derartige Anwerbeprämie einer russischen Region. Das Geld erhält der Vermittler, nicht der Rekrut. Noch im April lag die Prämie bei höchstens 400.000 Rubel und damit bei rund 4.100 Euro. Amnesty International berichtete zuletzt, Ausländer seien teils mit vermeintlichen zivilen Arbeitsstellen, hohen Gehältern oder der Aussicht auf die russische Staatsbürgerschaft angeworben worden. Solche Praktiken können nach Einschätzung der Menschenrechtsorganisation in vielen Fällen Menschenhandel darstellen. China und Indien bieten Vermittlung an Chinas Staatschef Xi Jinping und der indische Ministerpräsident Narendra Modi bieten russischen Angaben zufolge ihre Vermittlung für Friedensgespräche zur Ukraine an. Der russische Präsident Wladimir Putin begrüße diese Bereitschaft, zitiert die staatliche Nachrichtenagentur Tass den Kremlsprecher Dmitri Peskow. Die drei Politiker nehmen am Wochenende am Brics-Gipfel in Delhi teil. Zwei Tote in Russland nach ukrainischen Angriffen Infolge eines ukrainischen Drohnenangriffs sind zwei Menschen in der russischen Teilrepublik Tatarstan getötet worden. Eine Drohne sei in einen Baum gestürzt, wodurch ein nahe stehendes Auto mit vier Insassen beschädigt worden sei, teilte der Bürgermeister der Stadt Nischnekamsk, Radmir Beljajew, bei Telegram mit. Zwei der Insassen seien ums Leben gekommen, die anderen beiden seien schwer verletzt worden. Vier weitere Menschen wurden Beljajew zufolge verletzt, als eine Drohne in ein Wohnhaus stürzte. Industrieobjekte und zivile Objekte seien beschädigt worden. In einem nicht näher genannten Unternehmen sei ein Feuer ausgebrochen, das schnell gelöscht worden sei. Selenskyj nennt EU-Verhalten "unmoralisch" Präsident Wolodymyr Selenskyj kritisierte die Europäische Union dafür, dass sie bislang keine Einigung über eine Verlängerung der Sanktionen gegen russische Oligarchen und Unternehmen erzielt hat, und bezeichnete dies in Äußerungen vom 12. September als "unmoralisch und selbstzerstörerisch". Die EU hat bis zum 15. September Zeit, ihre Sanktionen gegen mehr als 3.000 überwiegend russische Einrichtungen und Einzelpersonen zu verlängern, scheiterte jedoch auch am 11. September erneut an einer Zustimmung zur Verlängerung. Zuletzt waren die Maßnahmen am 14. März verlängert worden. Die Slowakei blockiert die Einigung, indem sie weiterhin die Aufhebung der Sanktionen gegen die russischen Oligarchen Michail Fridman und Alischer Usmanow fordert – und laut vier EU-Diplomaten gegenüber dem Portal Euronews hat sich erstmals auch Frankreich dem Vorstoß Bratislavas angeschlossen, Usmanow von der Liste zu streichen. Selenskyj nannte Fridman und Usmanow am 12. September in einem Beitrag in den sozialen Medien namentlich und forderte die EU auf, Druck auf den russischen Unternehmenssektor auszuüben, anstatt die Sanktionen zu lockern. Samstag, 12. September Erstes Drohnenboot-Gefecht im Schwarzen Meer – Russland verliert Im vermutlich ersten Zusammentreffen zweier Marine-Drohnen überhaupt hat das unbemannte russische Boot gegen sein ukrainisches Gegenstück nach Kiewer Darstellung den Kürzeren gezogen. Selenskyj-Vertrauter: Dreiergespräche noch im Oktober Die Ukraine erwartet eine Fortsetzung der Verhandlungen über eine Friedenslösung mit Russland und unter Vermittlung der USA im kommenden Monat. "Wir bereiten uns vor, auf Oktober", sagte der Stabschef von Präsident Wolodymyr Selenskyj, Kyrylo Budanow, im Gespräch mit Journalisten. Er bestätigte, dass damit Unterredungen im Dreierformat gemeint seien. Ein genaues Datum oder den Ort der Treffen nannte er jedoch nicht. Auch Kremlsprecher Dmitri Peskow hatte zuletzt in einem Interview der "Iswestija" erklärt, der Kreml gehe davon aus, dass die USA, Russland und die Ukraine den Dialog "in absehbarer Zeit" fortsetzen könnten. "Eine andere Frage ist jedoch, wie erfolgreich dieser Dialog sein wird – das lässt sich derzeit nur schwer vorhersagen, da sich die Lage vor Ort für die Ukrainer von Mal zu Mal verschlechtert", behauptete er. US-Unterhändler hatten am vergangenen Wochenende Moskau und Kiew besucht und die Möglichkeiten einer friedlichen Lösung für den Krieg in der Ukraine sondiert. Dabei war eine Fortsetzung des seit Monaten unterbrochenen Dialogs im Dreierformat ins Auge gefasst worden. Diese Gespräche werden von Unterhändlern geführt, die stets mit ihren jeweiligen Staatschefs Rücksprache halten müssen. Erst am Ende ist ein direktes Treffen der Präsidenten der USA, Russlands und der Ukraine zu erwarten. Kreml schließt Treffen von Putin und Selenskyj bei G20-Gipfel in Miami aus Russland schließt ein Treffen von Staatschef Wladimir Putin mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj beim diesjährigen G20-Gipfel in den USA aus. "Das ist unmöglich", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Samstag der Nachrichtenagentur AFP in Neu Delhi. Er bekräftigte Moskaus Position, dass eine solche Begegnung nur in der russischen Hauptstadt stattfinden könne: "Es gibt eine Bereitschaft, ihn (Selenskyj) in Moskau zu treffen." Selenskyj zu Treffen mit Putin bei G20-Gipfel in Miami bereit Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist nach eigenen Angaben zu einem Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin bereit, sollten beide Politiker zu einem G20-Gipfel in die USA eingeladen werden. "Wir müssen uns treffen, miteinander sprechen und Entscheidungen treffen", sagte Selenskyj in einem am Samstag veröffentlichten Interview mit der Deutschen Welle (DW). "Es geht nicht um Worte", sagte Selenskyj in dem Interview, das am Freitag in Kanada geführt wurde. "Was ich ihm sagen werde oder was er mir sagen will, spielt keine Rolle", sagte Selenskyj mit Blick auf Putin. Er fügte hinzu: "Was zählt, ist das Ergebnis." Die Ukraine sei an der Front viel stärker als noch im vergangenen Jahr, Moskau dagegen zahle einen "hohen Preis" für kleine Erfolge. "Deshalb glauben wir, dass wir uns jetzt in einer guten Verhandlungsposition befinden", betonte der ukrainische Präsident. Die USA haben in diesem Jahr den Vorsitz der G20-Gruppe inne. Im Dezember findet in Miami im Bundesstaat Florida der Gipfel der G20-Staats- und -Regierungschefs statt. US-Präsident Donald Trump hatte im April gesagt, eine Teilnahme Russlands wäre "wahrscheinlich sehr hilfreich". Seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine im Februar 2022 haben sich Putin und Selenskyj nicht persönlich getroffen. Ukraine: Haben Fabrik in Russland getroffen Die Ukraine hat nach eigenen Angaben eine Fabrik im Wolgagebiet Samara angegriffen. Auf dem Gelände des Betriebs in Toljatti sei ein Brand festgestellt worden, teilte der Generalstab in Kiew mit. Das Unternehmen sei unter anderem spezialisiert auf die Herstellung synthetischer Kautschuke, was wichtig für die Nutzung von taktischen und ballistischen Raketen sei, hieß es zur Begründung. Gebietsgouverneur Wjatscheslaw Fedorischtschew schrieb am frühen Morgen bei Telegram lediglich von einem großen ukrainischen Drohnenangriff. Der Bürgermeister der Stadt Toljatti, Ilja Suchich, teilte mit, dass ein Mensch infolge eines massiven Angriffs auf die Stadt ins Krankenhaus gebracht worden sei. Einige mehrstöckige Wohnhäuser seien beschädigt worden. In sozialen Medien kursierten nicht überprüfbare Fotos und Videos, die eine große Rauchwolke in Toljatti zeigen sollen. Tote und viele Verletzte nach russischen Angriffen in der Ukraine Bei russischen Angriffen sind in der Nacht mindestens drei Menschen in der Ukraine getötet worden. In Saporischschja kamen nach Behördenangaben eine Frau und ein Mann bei einem Drohnenangriff ums Leben. Mindestens eine weitere Person wurde demnach verletzt. Es sei ein Wohngebiet getroffen worden. Im südukrainischen Gebiet Odessa wurden nach Angaben von Militärgouverneur Oleh Kiper mindestens 35 Menschen verletzt. Darunter sei auch ein fünf Monate altes Baby. Zwei Personen würden noch gesucht. Auf von Behörden veröffentlichten Fotos war ein beschädigtes mehrstöckiges Wohnhaus zu sehen. In der südostukrainischen Großstadt Krywyj Rih wurden dem Gouverneur des Gebiets Dnipropetrowsk, Olexander Hanscha, zufolge zwei Menschen bei einem Angriff auf einen Betrieb getötet. Vier weitere seien dabei verletzt worden. Das Verteidigungsministerium in Moskau bestätigte Angriffe. Attackiert worden seien in Saporischschja und Krywyj Rih Unternehmen der Metallindustrie, die Produkte für militärische Zwecke herstellten, hieß es. In der Region Odessa seien Objekte der Hafeninfrastruktur und ein wichtiges Objekt der Verkehrsinfrastruktur für die Entladung und Lagerung militärischer Güter getroffen worden. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen. Explosion und Brand in Munitionslager von Rüstungsunternehmen Rund einen Monat nach einem Brand in einem Munitionslager des Rüstungsunternehmens Emco in Bulgarien hat eine Explosion in einem weiteren Lager ein Feuer ausgelöst. Nach Angaben der Polizei vom Samstag ereignete sich der Vorfall am späten Freitag nahe dem Ort Gorni Varpishta im Zentrum des Landes. Die Beschäftigten seien in Sicherheit gebracht worden, es bestehe keine Gefahr für die Bevölkerung, hieß es weiter. Das Ausmaß der Schäden war zunächst unklar. Kürzlich hatte es bereits in einem anderen Munitionslager von Emco gebrannt. Das Unternehmen schloss menschliches Versagen als Ursache aus. Die Behörden leiteten Ermittlungen ein. Das Nato- und EU-Mitgliedsland Bulgarien ist ein Unterstützer der von Russland angegriffenen Ukraine. Munition von Emco kommt auch dort zum Einsatz. Emco-Eigentümer Emilian Gebrew, sein Sohn und ein weiterer Firmenvertreter überlebten 2015 einen Vergiftungsversuch. In dem Fall wurden in Bulgarien drei russische Staatsbürger angeklagt. Unabhängig davon wurden sechs Russen im Zusammenhang mit vier Explosionen in Rüstungsbetrieben des Landes zwischen 2011 und 2020 angeklagt. Putin äußert sich zu AfD-Wahlergebnis Erst wollte er nicht, dann sprach Putin doch zum AfD-Wahlsieg. Er sieht Fehler auf europäischer Ebene. Mehr dazu lesen Sie hier . Britischer Marschall: 500.000 russische Soldaten tot Nach Angaben des britischen Militärgeheimdienstes sind in Wladimir Putins großangelegtem Krieg gegen die Ukraine eine halbe Million russischer Soldaten getötet worden. Marschall Rich Knighton, Chef der britischen Streitkräfte, sagte, die Gesamtzahl der Verluste Russlands, einschließlich der Verwundeten, werde seit Februar 2022 auf 1,5 Millionen Soldaten geschätzt. Russland nutzt Claude-KI für Cyberattacken Russland hat in den vergangenen Monaten die KI Claude bei Cyberangriffen gegen die Ukraine und Europa eingesetzt und dabei verschiedene Regierungsministerien sowie die WhatsApp-Konten hochrangiger Beamter ins Visier genommen. Das teilte Anthropic in einem Bericht vom 10. September mit. "Die am häufigsten wiederkehrenden Ziele waren Mitglieder der ukrainischen Regierung, des Militärs und diplomatisches Personal. Der Akteur durchsuchte E-Mail-Dienste und Fernzugriffssysteme in mehr als zwei Dutzend ukrainischen Regierungsorganisationen", heißt es in dem Bericht. Freitag, 11. September Russen sollen Gefangene erschossen haben Die Justiz der Ukraine ermittelt wegen der mutmaßlichen Tötung zweier ukrainischer Kriegsgefangener durch russische Soldaten. Der Fall solle sich Anfang September an der Front bei der ostukrainischen Stadt Dobropillja ereignet haben, teilte die Staatsanwaltschaft für das Gebiet Donezk auf Telegram mit. Die zwei Soldaten der ukrainischen Nationalgarde seien bei einem Kampfeinsatz von russischen Besatzungstruppen gefangen genommen worden. Dann sollen sie von den russischen Soldaten erschossen worden sein. Ermittelt werde wegen eines möglichen Kriegsverbrechens. Die Behörde machte keine Angaben, woher ihre Informationen zu dem Fall stammen. Ein veröffentlichtes Foto legt nahe, dass es Drohnenaufnahmen gibt. Es gibt immer wieder Berichte, dass die russische Armee ukrainische Gefangene tötet, die sich bereits ergeben haben. Die ukrainische Justiz geht nach früheren Zählungen mehr als 260 möglichen Verdachtsfällen nach. Die Ukraine verteidigt sich seit viereinhalb Jahren gegen eine russische Invasion. Tote und Verletzte nach Angriffen auf Tankstellen in Kiew Bei russischen Drohnenangriffen auf Tankstellen sind in der ukrainischen Hauptstadt Kiew mindestens zwei Menschen getötet worden. Sechs von acht Verletzten seien in Krankenhäuser gebracht worden, teilt Bürgermeister Vitali Klitschko bei Telegram mit. Tags zuvor hatte es den ersten direkten Angriff auf eine Tankstelle in der Millionenstadt gegeben. Zudem sei in der vergangenen Nacht eine Drohne in ein neunstöckiges Wohnhaus eingeschlagen, so Klitschko weiter. Dabei seien acht Menschen verletzt worden. Ukrainische Angriffe in Süd- und Zentralrussland Infolge ukrainischer Drohnenangriffe sind in der russischen Region Tula mindestens zwei Menschen getötet worden. Drei weitere seien verletzt worden, teilt der Gouverneur von Tula, Dmitri Miljajew, bei Telegram mit. Allein über dem südlich von Moskau gelegenen Gebiet seien 26 Drohnen abgeschossen worden. Nach Behördenangaben wurden zudem Ziele im Gebiet Wolgograd, gut 900 Kilometer südöstlich von Moskau, vom ukrainischen Militär mit Raketen angegriffen. Zwei Männer wurden demnach in der Gebietshauptstadt Wolgograd verletzt. Es habe Schäden an einem Wohnhaus gegeben, hieß es. Raketentrümmer seien zudem auf einem Unternehmensgelände herabgefallen. Ukraine greift Ozon-Warenhaus in Russland an Nach einem ukrainischen Drohnenangriff brennt es dem russischen Online-Händler Ozon zufolge in einem Logistikzentrum in der Stadt Saratow. Verletzte gebe es nicht, teilt das Unternehmen auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Eine unabhängige Überprüfung der Angaben ist zunächst nicht möglich. Wohnhaus in Kiew in Brand Russische Luftangriffe lösen in der ukrainischen Hauptstadt Kiew einen Brand in einem neunstöckigen Wohnhaus aus. Dies teilen die städtischen Behörden über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Eine unabhängige Überprüfung der Angaben ist zunächst nicht möglich. Russland bestreitet, gezielt Zivilisten anzugreifen. Polen rechnet mit Angriffen Russlands Polen rechnet damit, dass seine Grenzübergänge künftig in das Visier von Moskau geraten. Russland attackiere zunehmend Handelsrouten in die Ukraine, um Kiew wirtschaftlich zu schwächen, sagte der polnische Ministerpräsident Donald Tusk am Donnerstag. Er äußerte sich, nachdem Drohnen am Mittwoch einen Grenzübergang zwischen der Ukraine und Moldau in der südlichen Region Odessa getroffen und zwei Menschen getötet hatten. "Dank der Zusammenarbeit unserer Dienste mit ihren ukrainischen Kollegen konnte in der vergangenen Nacht eine direkte Bedrohung für einen der Grenzübergänge abgewendet werden", sagte Tusk bei einer Pressekonferenz in der slowakischen Hauptstadt Bratislava. "Wie Sie wissen, hat Russland bereits provokative Angriffe auf Grenzübergänge verübt – beispielsweise in Moldawien. Wir rechnen mit ähnlichen Aktionen, die auf Grenzübergänge zur Ukraine in anderen Ländern, darunter auch Polen, abzielen." Donnerstag, 10. September Selenskyj: Treffen mit Trump Ende September in New York Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj möchte sich Ende September in New York mit US-Präsident Donald Trump treffen. "Ende September werden wir, denke ich, die Gelegenheit haben, das amerikanische Team in New York zu treffen", sagte Selenskyj am Donnerstag bei einer Pressekonferenz mit dem kanadischen Premierminister Mark Carney in Calgary. Ende September findet in New York die Generaldebatte der UN-Vollversammlung statt. Selenskyj hatte bereits am Dienstag gesagt, er hoffe auf ein Treffen mit Trump noch in diesem Monat. Er wolle mit dem US-Präsidenten über ein Paket zur Stärkung der ukrainischen Luftabwehr sprechen, sagte der ukrainische Präsident. Die Ukraine ist auf Patriotraketen aus US-Produktion angewiesen, um sich gegen die massiven russischen Luftangriffe zu schützen. Kiew klagt über einen zunehmenden Mangel an den Abfangraketen, seitdem die USA im Februar den Iran-Krieg begonnen und Raketenlieferungen in die Golfregion umgeleitet hatten. Russland hatte seine Drohnen- und Raketenangriffe auf die Ukraine in den vergangenen Tagen wieder verstärkt. Wegen eines Besuchs der US-Gesandten Jared Kushner und Steve Witkoff hatte Russland die Angriffe zuvor für drei Tage eingestellt. Die beiden Sondergesandten von US-Präsident Trump waren am Wochenende nach Russland und erstmals auch in die Ukraine gereist, um beiden Seiten neue Vorschläge für eine Beendigung des Konflikts vorzulegen. Tote nach russischem Drohnenangriff auf Pawlohrad Bei einem russischen Drohnenangriff sind in der südostukrainischen Stadt Pawlohrad mindestens sieben Menschen getötet und mehr als 60 weitere verletzt worden. Das teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Abend auf der Plattform X mit. Die Opfer hätten sich lediglich in der Nähe von Einkaufszentren aufgehalten. Laut Staatsanwaltschaft der Region Dnipropetrowsk wurden bei der Attacke zudem mehrere Geschäfte und Autos beschädigt. Die Behörde ermittelt wegen eines möglichen Kriegsverbrechens. Pawlohrad ist rund 80 Kilometer von der Frontlinie entfernt. Durch russische Angriffe, die Wohngebäude trafen, wurden zudem in Kramatorsk Dutzende weitere Menschen verletzt, wie Selenskyj weiter schrieb. Auch andere Städte wie Kiew und Dnipro sowie Gemeinden in den Regionen Dnipro, Donezk, Sumy, Tschernihiw und Charkiw seien attackiert worden. "Wir arbeiten mit höchster Intensität mit unseren Partnern zusammen, um die Ukrainer vor diesem russischen Terror schützen zu können", teilte Selenskyj weiter mit. Es würden Entscheidungen über weitere Unterstützungspakete für die Ukraine getroffen, darunter Rüstungshilfe und Unterstützung speziell zum Schutz des ukrainischen Luftraums. Weitere Hilfspakete würden vorbereitet. Selenskyj: Kein trilaterales Treffen vor Wahlen in Russland Vor den russischen Parlamentswahlen am 20. September wird es dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge kein trilaterales Treffen zur Beendigung des Krieges geben. Ukrainische und US-Unterhändler stünden in ständigem Kontakt, sagte der Staatschef am Abend. Er hoffe auf Fortschritte bei den Gesprächen über Energie- und Getreidefragen Ende September nach einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump. Kanada sichert Ukraine Hilfspakt für Flugabwehr zu Die Regierung in Ottawa sagt der Ukraine ein Hilfspaket im Umfang von 350 Millionen kanadischen Dollar (etwa 218 Millionen Euro) für Abfangraketen zu. Nach einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj erklärte Premierminister Mark Carney, die Ausrüstung solle helfen, die Bevölkerung und die Infrastruktur vor russischen Angriffen zu schützen. Die Waffen werden über ein US-Programm bereitgestellt, das es Drittstaaten ermöglicht, Rüstungsgüter wie Patriot-Raketen schnell für die Ukraine zu beschaffen. Zudem plant Kanada laut Carney, die Drohnenproduktion in den kommenden zwei Jahren auf mehrere Millionen Stück zu steigern. Ein Drittel davon solle an Kiew geliefert werden. Gefahrenlage: Ukrainisches Konsulat in Düsseldorf geräumt Eine zunächst unklare Gefahrenlage hat am frühen Abend einen größeren Polizeieinsatz am ukrainischen Generalkonsulat in Düsseldorf ausgelöst. Eine Polizeisprecherin bestätigte den Einsatz im Umfeld des Gebäudes auf Nachfrage. Auslöser sei ein Hinweis auf eine mögliche Bedrohung gewesen, dem die Polizei nachgegangen sei. Der Einsatz begann den Angaben zufolge etwa um 17.30 Uhr. Wie ein dpa-Reporter berichtete, wurde das Generalkonsulat weiträumig abgesperrt. Die Polizei sperrte auch einen Straßenabschnitt in der Düsseldorfer Innenstadt mit Flatterband ab. Mehrere Polizeiwagen waren vor Ort. Einsatzkräfte durchsuchten nach Polizeiangaben das Gebäude und sein Umfeld. Der Hinweis auf eine Bedrohung habe sich jedoch nicht bestätigt. Der Einsatz sei deshalb gegen 19.15 Uhr beendet worden. Weitere Einzelheiten nannte die Sprecherin nicht. "Die russische Armee verheizt sie als Kanonenfutter" Russland rekrutiert nach Angaben von Amnesty International mit Täuschung, Zwang und Ausbeutung Menschen aus dem Ausland für seine Streitkräfte und schickt sie in den Krieg gegen die Ukraine. In vielen Fällen erfülle dies den Tatbestand des Menschenhandels, sagte die Generalsekretärin der Menschenrechtsorganisation, Agnès Callamard, am Donnerstag in Kiew. Ins Visier der russischen Anwerber geraten demnach vor allem Menschen aus einkommensschwachen Ländern des Globalen Südens. Für die Recherche nahm Amnesty nach eigenen Angaben zwischen 2024 und 2026 in zwei ukrainischen Kriegsgefangenenlagern Aussagen von Betroffenen aus Brasilien, Kolumbien, Kuba, Ägypten, Sierra Leone, Sri Lanka, Somalia und Südafrika auf. Weitere Informationen stammen demnach von Ausländern, die derzeit bei den russischen Streitkräften dienen, von Angehörigen sowie von Rechtsanwälten, Menschenrechtsaktivisten und Journalisten. Die "Internationalisierung" des Ukraine-Kriegs betreffe "vulnerable Bevölkerungsgruppen und Einzelpersonen auf der ganzen Welt", so Callamard. "Die russische Armee füllt ihre Reihen mit ausländischen Staatsangehörigen auf, die in wirtschaftlicher Not sind, und verheizt sie als Kanonenfutter im Angriffskrieg gegen die Ukraine", erklärte die Generalsekretärin von Amnesty International in Deutschland, Julia Duchrow. Flugabwehr in Europa: Oberst Reisner spricht von "absoluter Niederlage" Russland rüstet für neue Angriffe im Winter. Militärexperte Markus Reisner warnt vor einer entscheidenden Schwäche der Ukraine. Lesen Sie den ganzen Artikel hier . Viele Verletzte nach russischen Angriffen auf Kramatorsk Durch russischen Beschuss sind in der ostukrainischen Stadt Kramatorsk mindestens 16 Menschen verletzt worden. Viermal sei die frontnahe Stadt beschossen worden, teilt der Militärgouverneur des Gebietes Donezk, Wadym Filaschkin, bei Telegram mit. Einschläge hat es demnach in einem Wohngebiet und in der Nähe von Schulen gegeben. Filaschkin forderte die verbliebenen Einwohner erneut zur Flucht auf. Die Frontlinie ist nur etwas mehr als zwölf Kilometer von Kramatorsk entfernt. Ukrainische Drohne greift Sotschi an In der russischen Schwarzmeer-Metropole Sotschi ist nach Angaben lokaler Behörden ein Hafen von einer ukrainischen Seedrohne getroffen worden. Der Angriff ereignete sich am 9. September und löste demnach einen Brand auf einer Hafenuferanlage aus. Diese in sozialen Medien verbreiteten Aufnahmen sollen den Angriff zeigen: Sotschi gilt als Russlands "zweite Hauptstadt" und beherbergt die offizielle Sommerresidenz von Präsident Wladimir Putin. Die Stadt am Schwarzen Meer ist ein bevorzugter Winterferienort der russischen Elite und liegt rund 650 bis 700 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. Die russischen Regionalbehörden in der Region Krasnodar berichteten, ein unbemanntes Überwasserschiff aus der Ukraine habe den Hafenbereich getroffen. Infolge des Einschlags sei auf einer Kaimauer ein Feuer ausgebrochen, das Infrastruktur beschädigt habe. Nach offiziellen Angaben wurden acht Menschen verletzt. Tote bei Angriff auf Sumy Bei einem russischen Drohnenangriff auf ein Einkaufszentrum in der nordukrainischen Stadt Sumy sind nach Angaben des regionalen Gouverneurs zwei Menschen getötet und 20 weitere verletzt worden. Vier der Verletzten seien in einem ernsten Zustand, teilt Gouverneur Oleh Hryhorow auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Unter den Verletzten seien auch drei Teenager. Auf Fotos, die der Gouverneur im Internet veröffentlichte, sind ein schwerbeschädigtes Gebäude und verstreute Trümmer zu sehen. Laut dem Gouverneur sind die Rettungskräfte weiter im Einsatz. Die an Russland grenzende Region ist wiederholt Ziel schwerer Angriffe. Moskau will dort nach eigenen Angaben eine Pufferzone einrichten. Mittwoch, 9. September Trump: Putin will Abkommen zur Beendigung des Kriegs US-Präsident Donald Trump zufolge will der russische Präsident Wladimir Putin den Krieg in der Ukraine durch ein Abkommen beenden. Er habe ein großartiges Telefonat mit Putin geführt, sagte Trump vor Journalisten. Wenn auch der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj eine Einigung wolle, wäre das "sehr schön". Das Hindernis sei jedoch, dass die beiden einander hassten. Trump hatte nach der Rückkehr von US-Unterhändlern aus Moskau und Kiew mit Putin telefoniert. Ukraine: Russische Erdgasanlagen in Sibirien angegriffen Die ukrainischen Streitkräfte haben Medienberichten zufolge ein weit entferntes Ziel in Russland mit Drohnen angegriffen und möglicherweise beschädigt. Nach Darstellung ukrainischer Medien wurde in Nowy Urengoj im Autonomen Kreis der Jamal-Nenzen im Norden Westsibiriens eine Gas-Kondensationsanlage angegriffen. Über das Ausmaß der Schäden lagen keine offiziell bestätigten Angaben vor. Der Gouverneur des Kreises, Dmitri Artjuchow, bestätigte den Angriff der Kampfdrohnen und sprach von einem Brand, der durch herabstürzende Trümmer verursacht worden sei. Nowy Urengoj ist über 3.000 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. Das angegriffene Unternehmen gilt als eine der wichtigsten Einrichtungen der Gas-Infrastruktur der Region. Die Ukraine greift seit einiger Zeit Industrie- und Rüstungsbetriebe sowie Raffinerien auf russischem Staatsgebiet an, um das russische Militär zu schwächen. Zuletzt wurden in der Ukraine weitreichende Kampfdrohnen entwickelt, die Ziele in mehreren Tausend Kilometern Entfernung angreifen können. CIA-Direktor soll wohl größere Rolle in Ukraine-Gesprächen spielen CIA-Direktor John Ratcliffe bereitet sich einem Medienbericht zufolge auf eine größere Rolle bei den Verhandlungen der USA mit Russland und der Ukraine vor. Dies berichtet die Zeitung "Financial Times" unter Berufung auf US-Regierungsvertreter, die ihre europäischen Kollegen darüber unterrichtet hätten. Zugleich erwäge die US-Regierung, den Einsatz der US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner zurückzufahren, heißt es unter Berufung auf Insider. Entging Selenskyjs Maschine nur knapp einer Drohne? Das Flugzeug des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ist nach Angaben des norwegischen Ministerpräsidenten Jonas Gahr Støre auf dem Weg nach Oslo beinahe von einer Drohne getroffen worden. Zu dem Vorfall sei es gekommen, als Selenskyj am frühen Dienstagabend von Moldau in die norwegische Hauptstadt reiste, um an den Trauerfeierlichkeiten für den gestorbenen König Harald V. teilzunehmen. "Das ist die Realität, in der er sich befindet", sagte Støre dem Sender NRK zufolge. Die ukrainischen Behörden und Selenskyj selbst äußerten sich bislang nicht zu dem Vorfall und auch Støre machte demnach keine weiteren Angaben. Bei einem Treffen am Mittwochmorgen habe Selenskyj ihm berichtet, dass er keine gute Nacht gehabt habe, sagte Støre den Angaben nach und sprach von einer "dramatischen Situation". Der Ukrainer habe am Telefon gesessen und Nachrichten über Raketeneinschläge in seiner Heimat entgegennehmen müssen. Nach Angaben der US-Denkfabrik Institute for the Study of War (ISW) flog am Dienstag etwa eine Stunde lang eine russische Drohne im moldauischen und rumänischen Luftraum. Die Verteidigungsministerien in Moldau und Rumänien berichteten laut ISW von einer Shahed-Drohne, die aus der Ukraine in den moldauischen Luftraum eindrang, nach Rumänien weiterflog und schließlich nach Moldau zurückkehrte, bevor sie dort abstürzte. Ob es sich dabei um die von Støre genannte Drohne handelte, ist bislang unklar. Russisches Haus schon dicht: "Hatte gerade Kinokarten gekauft" Am 1. September hat die Bundesregierung verkündet, dass der Vertrag zum Betrieb des Russischen Hauses gekündigt wird. Jetzt geht dort alles ganz schnell. Es gab bereits einen Abschied zu Klängen der russischen Nationalhymne. Lesen Sie den ganzen Artikel hier . Abramowitsch scheitert mit Klage gegen EU-Sanktionen Der russische Oligarch Roman Abramowitsch ist zum dritten Mal mit einer Klage gegen die EU-Sanktionen gegen ihn gescheitert. Das Gericht der Europäischen Union in Luxemburg wies die Klage am Mittwoch ab. Nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022 war Abramowitsch wegen seiner Verbindungen zum Kreml mit Sanktionen belegt worden, sein Vermögen in der EU wurde eingefroren. Dagegen ging er gerichtlich vor. Schon in den Jahren 2023 und 2025 wies das EU-Gericht allerdings zwei seiner Klagen ab. Im aktuellen Fall ging es um die Verlängerung der Sanktionen ab 2025. Auch mit dieser Klage hatte Abramowitsch keinen Erfolg. Gegen das Urteil des Gerichts kann der Milliardär noch vor dem Europäischen Gerichtshof, der nächsthöheren Instanz, vorgehen. Abramowitsch argumentierte, dass seine Prominenz ein Grund für die Sanktionen sei. Er habe instrumentalisiert werden sollen. Das sah das Gericht aber anders. Es verwies darauf, dass Abramowitsch Hauptaktionär des russischen Stahl- und Bergbauriesen Evraz und außerdem am Bergbaukonzern Norilsk Nickel beteiligt ist. Diese Industrien seien eine wesentliche Einnahmequelle für die russische Regierung. Die Sanktionen richteten sich gegen einflussreiche Geschäftsleute, die eng mit dem Staat verbunden seien, führte das Gericht aus. Sie beträfen außerdem Geschäftsleute in Branchen, aus denen die russische Regierung erhebliche Einnahmen erziele. Abramowitsch stieg nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion in kurzer Zeit zu einem der vermögendsten Männer Russlands auf. Er besitzt die russische, die israelische und die portugiesische Staatsangehörigkeit. 2003 kaufte er den britischen Fußballtraditionsklub FC Chelsea, was ihn international bekannt machte. Wegen Sanktionen auch in Großbritannien sah er sich aber schließlich 2022 dazu gezwungen, den Klub zu verkaufen. Russland überschreitet Marke von 1,5 Millionen Verlusten Die russischen Streitkräfte haben seit Beginn des Angriffskriegs gegen die Ukraine mehr als 1,5 Millionen Soldaten durch Tod und Verwundung verloren, wie die "Frankfurter Rundschau" auf Basis ukrainischer Angaben meldet. Allein am Dienstag seien 1.480 weitere Verluste hinzugekommen. Damit liege die Gesamtzahl seit dem 24. Februar 2022 bei 1.500.870. Die Zahlen lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Ukraine: Tote bei Drohnenangriff an Grenzübergang nach Moldau Bei einem russischen Drohnenangriff an einem Grenzübergang zur Republik Moldau im Süden der Ukraine sind nach Angaben der örtlichen Behörden zwei Menschen getötet worden. Bei der Attacke am Übergang Starokosatsche in der Region Odessa seien zudem drei weitere Menschen verletzt worden, teilt Gouverneur Oleh Kiper auf Telegram mit. Bei den Opfern handele es sich um Zivilisten. Es sei ein Brand ausgebrochen und der Grenzübergang vorübergehend geschlossen worden. Bei einem russischen Luftangriff auf die südukrainische Hafenstadt Mykolajiw wurde den Behörden zufolge ein Mensch getötet sowie Hafen-, Transport- und zivile Infrastruktur beschädigt. Russland: Tote bei ukrainischen Drohnenangriffen auf Noworossijsk Bei ukrainischen Drohnenangriffen sind in der südrussischen Hafenstadt Noworossijsk mindestens vier Menschen getötet worden. Weitere 29 Menschen seien verletzt worden, teilt der Gouverneur der Region Krasnodar, Weniamin Kondratjew, bei Telegram mit. Drei der Verletzten sind demnach in einem ernsten Zustand. Es habe Schäden an acht Wohnhäusern und einem Kindergarten gegeben. Noworossijsk ist ein Sitz der russischen Schwarzmeerflotte. Anflüge ukrainischer Drohnen sind Angaben örtlicher Behörden nach auch auf die Badeorte Gelendschik und Anapa südlich und nördlich von Noworossijsk registriert worden. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Dienstag, 8. September Wadephul an Russland: "Ausdruck von Verzweiflung" Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat Äußerungen seines russischen Kollegen Sergej Lawrow zu angeblichen deutschen Kriegsabsichten nach dem Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig/Halle scharf zurückgewiesen. "Wir wissen ganz genau, und Sergej Lawrow weiß natürlich auch, dass Russland diese Sache in Leipzig gemacht hat – und dass wir darauf reagiert haben, darauf reagieren mussten", sagte Wadephul im am Dienstagabend veröffentlichten Podcast "Ronzheimer" mit Bezug auf den Russland zugeschriebenen Anschlagsversuch. Anfang August war am Flughafen Leipzig eine mit Sprengstoff beladene Drohne entdeckt worden, in deren Nähe sich ukrainische Frachtflugzeuge befunden hatten. Die Bundesregierung macht Russland für den Anschlagsversuch verantwortlich und kündigte die Schließung des russischen Generalkonsulats in Bonn sowie des russischen Kulturzentrums in Berlin an. Lawrow sagte daraufhin am Sonntag, Berlin wolle "wieder Krieg" gegen sein Land führen. Wadephul sagte in dem Podcast weiter, dass Lawrow seine Äußerung ausgerechnet am Wahltag in Sachsen-Anhalt getätigt habe, sei möglicherweise in der Absicht geschehen, für weitere Verunsicherung zu sorgen. "Wir müssen damit umgehen, dass diese russische Regierung in allen Möglichkeiten, die sie hat, versucht, auf unsere Gesellschaft einzuwirken." Deutschland lasse sich aber nicht einschüchtern. Lawrows Äußerungen sind nach Ansicht des Ministers auch "Ausdruck einer gewissen russischen Verzweiflung". Der Ukraine-Krieg "sollte in wenigen Tagen erledigt sein – und jetzt ist man im fünften Jahr", sagte Wadephul. Putin zu Trump: "Keine aggressiven Pläne" gegen Europa Nach der Reise von US-Vermittlern nach Kiew und Moskau zu Gesprächen über ein Ende des Ukraine-Krieges haben US-Präsident Donald Trump und der russische Präsident Wladimir Putin telefoniert. Der russische Staatschef habe Trump zugesichert, keine "aggressiven Pläne" in Bezug auf Europa zu haben, sagte Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow Journalisten. Der Kremlchef habe Trump zudem eine "objektive und ausführliche Analyse der Vorgänge auf dem Schlachtfeld" gegeben. Putin habe dabei ausgeführt, was die USA "real für ein baldiges Ende der Kampfhandlungen tun können". Moskau sei vom US-Präsidenten eine komplette Wiederherstellung der Beziehungen zwischen Russland und den USA für den Fall eines Endes des Ukraine-Konflikts in Aussicht gestellt worden. Besprochen worden seien auch weitere Austausche von Gefangenen. Das Gespräch dauerte laut Uschakow etwa eine Stunde. Kiew: Verletzte nach russischem Drohnenangriff auf TV-Sender Bei einem russischen Drohnenangriff ist das Gebäude des Fernsehsenders "My - Ukrajina" ("Wir sind die Ukraine") in Kiew beschädigt worden. "Einfach am helllichten Tag, als die Journalisten auf Sendung waren", schrieb Präsident Wolodymyr Selenskyj in sozialen Netzwerken. Fünf Menschen seien verletzt worden. Selenskyj warf Russland vor, den Fernsehsender gezielt angegriffen zu haben. "Darauf muss es eine Reaktion von Europa und der Welt geben", verlangte der Staatschef. Der TV-Kanal produziert gemeinsam mit mehreren anderen Sendern ein Nachrichtenprogramm. Der Generalproduzent des Senders, Jurij Suhak, sprach ebenfalls von einem direkten Angriff. "Dieses Mal war es gezielt in den Nachrichtenraum", sagte er. Bereits Mitte August seien bei einem Angriff Fenster des Gebäudes durch die Druckwelle einer Explosion beschädigt worden. Pistorius sagt Ukraine umfangreiche Waffenlieferungen zu Verteidigungsminister Boris Pistorius hat der Ukraine weitere umfangreiche Waffenlieferungen zur Verteidigung gegen russische Angriffe zugesagt. Einschüchterungsversuche Russlands und hybride Angriffe würden weder bei der Ukraine noch bei Deutschland oder anderen Partnern funktionieren, sagte Pistorius bei einer Videokonferenz der Ukraine-Kontaktgruppe (UDCG). "Ganz im Gegenteil: Russlands rücksichtsloses und unverantwortliches Verhalten bestärkt uns in unserer Entschlossenheit, Frieden und Freiheit in Europa zu verteidigen", sagte Pistorius wenige Tage, nachdem die Bundesregierung Russland für den misslungenen Drohnenanschlag in Leipzig verantwortlich gemacht hatte. Er habe beschlossen, dringend benötigte PAC-2-Abfangraketen aus Beständen der Bundeswehr an die Ukraine zu liefern, sagte Pistorius. Deutschland werde auch seine Lieferungen von Luft-Luft-Raketen aus Bundeswehrbeständen weiter verstärken, um der Ukraine größere Mengen zur Verfügung zu stellen. Bahnmitarbeiterin bei Angriff auf Passagierzug in der Ukraine getötet Bei einem russischen Angriff auf einen Passagierzug ist der ukrainischen Eisenbahn zufolge eine Mitarbeiterin getötet worden. Die Zugbegleiterin eines Regionalzugs zwischen Dnipro und Saporischschja sei zu dem Fahrzeug zurückgekehrt, nachdem die Evakuierung angeordnet worden war, teilte das Unternehmen mit. Russland attackierte damit an diesem Tag zwei Züge. Wie Bahnchef Olexander Perzowskyj mitteilte, wurde ein Zug im nordukrainischen Grenzgebiet Sumy angegriffen. Ein Sicherheitshalt sei eingelegt und das Fahrzeug evakuiert worden. Es gebe aber Fahrgäste mit Splitterverletzungen. Kremlsprecher Peskow: Der Sieg ist nah Inmitten erneuter US-Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Kriegs gibt sich Moskau siegessicher: "Wir sind überzeugt, dass der Sieg sehr nah ist", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge indischen Journalisten im Vorfeld des Brics-Gipfels am Wochenende. Moskau sei überzeugt von seinem militärischen Potenzial und seinen Soldaten. Die Kampfhandlungen liefen sehr erfolgreich, behauptete er. Der Kreml begrüße aber die Bemühungen von US-Präsident Donald Trump und erwarte die Wiederaufnahme von Gesprächen im Format Moskau, Washington, Kiew. Zwei Tote nach neuen russischen Angriffen auf Kiew Nach neuen russischen Angriffen auf die Ukraine sind in der Hauptstadt Kiew mindestens zwei Menschen getötet worden. Sieben weitere Menschen seien bei den ersten Attacken auf die Stadt nach Ablauf einer dreitägigen Angriffspause verletzt worden, teilte Kiews Militärverwaltung am Dienstag im Onlinedienst Telegram mit. Der ukrainische Präsident Selenskyj äußerte sich derweil im US-Nachrichtenportal "Axios" zu den Verhandlungsaussichten mit Russland nach dem Besuch ranghoher US-Gesandter am Wochenende. Die Angriffe verursachten laut Behörden Schäden an Gebäuden in der gesamten Hauptstadt, darunter an einem fünfstöckigen Wohnhaus im Bezirk Solomjanskyj. Im Bezirk Podilskyj gerieten demnach Fahrzeuge in Brand. Laut Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko waren Menschen in einem Wohnhaus verschüttet. Auch in mehreren anderen Regionen in der gesamten Ukraine wurde Luftalarm ausgelöst. Großbritannien unterstützt ukrainische Luftabwehr Großbritannien unterstützt die Ukraine mit einem zusätzlichen Paket zur Luftverteidigung im kommenden Winter im Volumen von 100 Millionen Pfund, umgerechnet rund 117 Millionen Euro. Es werde unter anderem Patriot-Luftabwehrraketen enthalten, teilte die Regierung in London mit. Damit solle die Verteidigungsfähigkeit der Ukraine gegen russische Angriffe gestärkt werden. Die Ukraine leidet unter einem massiven Mangel an Abwehrraketen. Großbritannien hatte deshalb bereits zugesagt, Konstruktionspläne des britischen Systems "Storm Shadow" an die Ukraine zu überstellen , damit das Land die Abwehrwaffe selbst herstellen kann. Die Regierung des russischen Staatschefs Wladimir Putin hatte die britische Hilfe scharf verurteilt. Russland: Mehrere Verletzte bei ukrainischem Drohnenangriff Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die russische Stadt Saratow an der Wolga ist zivile Infrastruktur getroffen worden; mehrere Menschen wurden verletzt. Das teilt der regionale Gouverneur Roman Busargin auf dem Messenger-Dienst Telegram mit. In der Region Saratow befinden sich eine große Ölraffinerie des staatlichen Ölkonzerns Rosneft sowie weitere industrielle und militärische Anlagen. Russland setzt Angriffe auf Kiew nach dreitägiger Pause fort Nach dem Ende einer dreitägigen Angriffspause wegen des Besuchs ranghoher US-Vermittler in Kiew hat Russland seine Attacken auf die ukrainische Hauptstadt ukrainischen Angaben zufolge wieder aufgenommen. Die russische Armee habe die Bezirke Boryspil und Fastiw mit Drohnen angegriffen, teilte der ukrainische Katastrophenschutz am späten Montagabend im Onlinedienst Telegram mit. Die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass hatte zuvor bestätigt, dass die von Russlands Staatschef Wladimir Putin angeordnete Angriffspause abgelaufen sei. Kiews Militärverwaltung teilte mit, dass wegen der Gefahr eines Drohnenangriffs durch den "Feind" Luftalarm in der Hauptstadt ausgelöst worden sei. Sie forderte die Bewohner auf, Schutzräume aufzusuchen. Putin hatte zuvor angeordnet, die Angriffe auf die ukrainische Hauptstadt Kiew für drei Tage einzustellen. Diese Entscheidung hänge mit der "Vorbereitung und Aufnahme von Kontakten" mit der in Kiew erwarteten US-Delegation zusammen, zitierte die Nachrichtenagentur Tass am Samstag Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Notfall abgewendet: AKW Saporischschja hat wieder Strom Die dringend benötigte Stromzufuhr für das frontnahe ukrainische Kernkraftwerk Saporischschja ist nach fast drei Wochen wieder hergestellt worden. Während einer begrenzten Feuerpause konnte eine beschädigte Leitung repariert werden, wie die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien mitteilte. Dies sei ein entscheidender Schritt zur Vermeidung eines Atomunfalls, sagte IAEA-Chef Rafael Grossi. Das von Russland besetzte Atomkraftwerk benötigt eine stabile Stromversorgung, um radioaktives Material zu kühlen. Die letzte verbleibende Stromleitung war am 20. August im Zuge von Kampfhandlungen beschädigt worden. Seitdem hatten Notstromgeneratoren für Energie gesorgt, doch der Diesel für diese Aggregate war in den vergangenen Tagen zur Neige gegangen. Ohne die Reparatur der Stromleitung hätte es zu einem Blackout in der Nuklearanlage kommen können, hieß es von der IAEA. Das größte AKW Europas geriet bereits kurz nach Ausbruch des Ukraine-Kriegs unter russische Kontrolle. Die sechs Reaktoren sind derzeit abgeschaltet und produzieren keine Elektrizität. Vor dem Konflikt verfügte das Kraftwerk noch über zehn externe Stromleitungen, um unter anderem die Kühlsysteme zu versorgen. Ukrainischer Generalstaatsanwalt kündigt Rücktritt an Der ukrainische Generalstaatsanwalt Ruslan Krawtschenko hat im Zusammenhang mit einer Korruptionsaffäre in seiner Behörde seinen Rücktritt angekündigt. "Das ist eine politische Entscheidung", schrieb er auf seinem Telegram-Kanal. "Ich möchte nicht, dass das Amt des Generalstaatsanwalts als Instrument politischer Auseinandersetzungen missbraucht wird." Seine Haltung zu den Vorwürfen, die er bereits mehrfach zurückgewiesen hatte, bleibe unverändert. Lesen Sie hier mehr dazu. Montag, 7. September Spörl-Kolumne: Dieses Risiko kann Putin nicht eingehen Trumps Lieblingsunterhändler tauschen Floskeln mit Wladimir Putin aus und hegen erst gar nicht die Illusion, über Frieden zu reden. In Kiew zollen sie Wolodymyr Selenskyj immerhin ein gewisses Maß an Respekt. Lesen Sie die Kolumne von Gerhard Spörl hier . Nato-Land stellt Grenzzaun zu Russland fertig Nach zwei Jahren Bauzeit hat Nato-Mitglied Finnland einen 200 Kilometer langen Zaun an der Grenze zu Russland fertiggestellt. "Die wichtigste Aufgabe des Staates ist es, die Sicherheit seiner Bürger zu gewährleisten", sagte die finnische Innenministerin Mari Rantanen laut einer Pressemitteilung. "Der Grenzzaun an der Ostgrenze ist in diesen unvorhersehbaren Zeiten ein wesentlicher Bestandteil eines wirksamen Grenzsicherheitssystems." Der Zaun war seit August 2024 an mehreren Abschnitten der mehr als 1.300 Kilometer langen Grenze zu Russland entstanden, an denen "der operative Bedarf am größten und der Bau am wirtschaftlich sinnvollsten" gewesen sei, teilte der finnische Grenzschutz mit. Die Grenzanlage umfasst etwa einen 4,5 Meter hohen Zaun und ein technisches Überwachungssystem. Die Sicherheitslage an der finnisch-russischen Grenze gilt seit Beginn des Angriffskriegs in der Ukraine als angespannt. Im Dezember 2023 hatte Finnland seine Land-Grenzübergänge zu Russland dichtgemacht. Hintergrund waren Vorwürfe, Russland habe gezielt Migranten an die Grenze gebracht, um Unruhe zu stiften. "Ohne einen Grenzzaun ist es nicht möglich, die instrumentalisierte Einreise wirksam, glaubwürdig und sicher zu bekämpfen", sagte Markku Hassinen, Chef der finnischen Grenzschutzbehörde, nun laut der Mitteilung. Auswärtiges Amt kritisiert Schließung von Goethe-Instituten Das Auswärtige Amt hat die Reaktion Moskaus auf die deutschen Strafmaßnahmen nach dem Anschlagsversuch mit einer Sprengstoffdrohne auf dem Flughafen Leipzig/Halle kritisiert. "Diese Entscheidung ist ein bedauerlicher Fehler, der den Weg zurück zu konstruktiven Beziehungen noch schwerer macht", teilte ein Sprecher des Außenministeriums in Berlin mit. Das russische Außenministerium hatte zuvor angekündigt, man werde alle Goethe-Institute im Land sowie das deutsche Generalkonsulat in St. Petersburg schließen. Die Mitarbeiter müssen das Land verlassen. Die Bundesregierung habe mit der Schließung des russischen Generalkonsulats in Bonn "auf entschiedene, aber auch besonnene Weise auf feindselige Aktivitäten gegen unser Land reagiert", betonte der Sprecher des Auswärtigen Amts. Russland treffe hingegen mit seinem Vorgehen gegen das deutsche Generalkonsulat in St. Petersburg "Kolleginnen und Kollegen, die teils viele Jahre und unter immer widrigeren Umständen am Erhalt der deutsch-russischen Beziehungen gearbeitet haben". Berlin macht Moskau für den Anschlagsversuch verantwortlich und hat in einem Sanktionskatalog gegen Moskau das Ende des Russland-Hauses in Berlin sowie des Konsulats in Bonn angekündigt. Russland bestreitet kategorisch, etwas mit der Drohne auf dem Flughafen zu tun zu haben. Moskau schließt alle Goethe-Institute und deutsches Konsulat Die Bundesregierung macht Russland für den Anschlag auf den Flughafen Leipzig/Halle verantwortlich. Nun reagiert der Kreml. Lesen Sie den ganzen Artikel hier . Kommentar zum Mladić-Begräbnis: Dieser Abschied ist eine Provokation für Europa In Belgrad verabschieden Tausende den verurteilten Kriegsverbrecher Ratko Mladić mit militärischer Symbolik. Die Inszenierung bringt Serbiens EU-Kurs in Bedrängnis. Lesen Sie den ganzen Artikel hier . Putin deutet Fortsetzung der Gespräche an Russland zeigt sich offen für eine Wiederaufnahme gemeinsamer Gespräche mit der Ukraine und den USA. "Auch wir schließen eine Wiederaufnahme des trilateralen Formats nicht aus", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Montag. Es sei aber noch zu früh, um über einen möglichen Ort oder genaue Termine für solche Treffen zu sprechen. Jeder Versuch stelle "einen Schritt Richtung Frieden" dar, fügte Peskow hinzu. Er dankte den US-Unterhändlern für ihre jüngste Initiative. Die beiden US-Gesandten Jared Kushner und Steve Witkoff waren am Wochenende nach Russland und in die Ukraine gereist, um beiden Seiten neue Vorschläge für eine Beendigung des Konflikts zu unterbreiten. Sie trafen sich am Samstag in Moskau mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und tags darauf mit dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj in Kiew. Nach Angaben aus ukrainischen Präsidentschaftskreisen legten die beiden Sondergesandten von US-Präsident Donald Trump neue, "effektivere" Vorschläge für eine Beendigung des Krieges vor. Selenskyj nennt Gespräche mit US-Unterhändlern substanziell Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnet die Gespräche mit den US-Friedensunterhändlern Steve Witkoff und Jared Kushner als "sehr substanziell". Man habe unter anderem über Sicherheits- und Wirtschaftsgarantien für die Ukraine, einen Wiederaufbauplan, die Lieferung von Flugabwehrraketen und ein Winterhilfspaket gesprochen, sagt Selenskyj vor Journalisten. Er hoffe, dass die US-Delegation bald nach Kiew zurückkehre. Zudem müsse alles getan werden, damit trilaterale Treffen mit den USA und Russland zustande kommen. Man müsse jedoch abwarten, was die Regierung in Moskau dazu sage. Amerikaner und Europäer hätten festgestellt, dass die Ukraine stärker geworden sei. Sonntag, 6. September Witkoff fordert Russland und Ukraine zu "Kompromissen" für Kriegsende auf Der US-Gesandte Steve Witkoff hat Moskau und Kiew zu "Kompromissen" aufgefordert, um einen Ausweg aus dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine zu finden. "Beide Parteien müssen Kompromisse eingehen und die Meinungsverschiedenheiten abbauen", sagte Witkoff am Sonntag bei einer Pressekonferenz nach Gesprächen in Kiew. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj betonte, dass territoriale Fragen nur bei einem Treffen beider Staatschefs geklärt werden könnten. "Wir glauben, über die notwendigen Elemente zu verfügen", die einen Kompromiss ermöglichten, sagte Witkoff in Kiew. Gemeinsam mit Trumps Schwiegersohn Jared Kushner war er erstmals seit Beginn von Trumps zweiter Amtszeit in die ukrainische Hauptstadt gereist. "Es ist sehr schwer, aber wir sind entschlossen, es liegt uns am Herzen und wir hoffen, dass dies alles zu einer erfolgreichen, friedlichen, diplomatischen Lösung führen wird", fügte Witkoff hinzu. Insider: Auch Sicherheitsberater der E3-Staaten in Kiew Nach Angaben aus Kiew befinden sich auch die nationalen Sicherheitsberater Großbritanniens, Frankreichs und Deutschlands (E3-Format) in der ukrainischen Hauptstadt. Anlass seien die Gespräche zwischen der ukrainischen Führung und den US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner, hieß es. An welchen Gesprächen etwa der außen- und sicherheitspolitische Berater des Kanzlers, Günter Sautter, teilnimmt, wurde nicht genannt. Lawrow: Anschuldigung wegen Leipzig sei "Beginn eines echten Krieges" Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat den Ton in der Auseinandersetzung mit dem Westen weiter verschärft. Die gegen Moskau erhobenen Anschuldigungen, Russland sei für den Drohnenangriff auf dem Flughafen Leipzig verantwortlich, seien "im Großen und Ganzen der Beginn eines echten Krieges", sagte Lawrow am Sonntag laut der staatlichen Nachrichtenagentur Tass. "All diese Aussagen von (Bundeskanzler Friedrich) Merz, Deutschland wieder zur führenden Militärmacht in Europa zu machen – sie werden nun in die Tat umgesetzt. Er erklärt uns faktisch den Krieg", so Lawrow weiter. US-Gesandte Witkoff und Kushner per Zug in Kiew eingetroffen Die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner sind am Sonntag zu Gesprächen über ein Ende des Ukraine-Kriegs in Kiew eingetroffen. Die beiden Gesandten von US-Präsident Donald Trump kamen per Zug aus Polen in der ukrainischen Hauptstadt an. Witkoff und Kushner waren zuvor in Moskau, wo sie mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin gesprochen hatten. In Kiew war ein Treffen mit Selenskyj geplant. "Wir sind bereit für das Gespräch. Die Ukraine war und wird immer konstruktiv sein", schrieb der Präsident in den sozialen Netzwerken. "Wir sind daran interessiert, ein Ende des Krieges näherzubringen." Die Ukraine brauche Sicherheitsgarantien und eine würdige Nachkriegsordnung. Insgesamt aber sind die Erwartungen in Kiew wie in Moskau an die neuen Vermittlungsbemühungen der USA gering. Russland schließt Treffen Putins mit Trump und Xi nicht aus Der russische Vize-Außenminister Sergej Rjabkow hält ein Dreiertreffen zwischen den Präsidenten Russlands, der USA und Chinas für möglich. Eine solche Begegnung zwischen Wladimir Putin, Donald Trump und Xi Jinping sei nicht ausgeschlossen, sagte er am Sonntag der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge. Bevor jedoch die eigentlichen Vorbereitungen beginnen könnten, müsse klar sein, welche Tagesordnung es geben solle, unterstrich Rjabkow. "Die Hauptfrage ist hier, wie der Inhalt des Treffens formuliert wird und was wir als Ergebnis erwarten können." Kürzlich hatte der russische Präsidentenberater Juri Uschakow die Möglichkeit eines solchen Treffens zwischen Putin, Trump und Xi beim Apec-Gipfeltreffen im chinesischen Shenzhen im November ins Gespräch gebracht. Wechselseitige Luftangriffe trotz US-Vermittlungsaktion Während einer US-Vermittlungsmission haben Russland und die Ukraine wie vereinbart die Hauptstädte Kiew und Moskau von Angriffen verschont, an anderen Stellen aber aus der Luft attackiert. In der Ukraine wurde die frontnahe Großstadt Saporischschja beschossen, es gab nach Angaben von Gouverneur Iwan Fedorow Opfer. An der Grenze der Ukraine zu Rumänien trafen russische Drohnen nach Angaben örtlicher Behörden einen Grenzübergang. Dieser musste zeitweise geschlossen werden. Am Samstagabend tötete eine russische Drohne in der Stadt Tschuhujiw im Gebiet Charkiw drei Mitglieder einer Familie. In Russland verursachte ein ukrainischer Drohnenangriff einen Brand in der Raffinerie von Rjasan südöstlich von Moskau, wie Telegramkanäle inoffiziell berichteten. Regionalgouverneur Pawel Malkow bestätigte den Angriff und ein Feuer in einem nicht näher bezeichneten Industriebetrieb. Drohnenattacken wurden auch aus dem Gebiet Rostow in Südrussland gemeldet. Samstag, 5. September Neues Treffen im Ramstein-Format Die Ukraine und ihre westlichen Verbündeten wollen bei einer neuen Sitzung der Ukraine-Kontaktgruppe in der nächsten Woche über weitere militärische Hilfe für das von Russland angegriffene Land beraten. Das teilte der ukrainische Verteidigungsminister Jewhenij Chmara nach einem Telefonat mit seinem deutschen Amtskollegen Boris Pistorius (SPD) mit. Ein Datum für das Treffen im sogenannten Ramstein-Format nannte Chmara nicht. Gespräch mit Putin beendet In Moskau sind die kurzfristig anberaumten neuen Gespräche zum russischen Angriffskrieg in der Ukraine zwischen Kremlchef Wladimir Putin und den US-Unterhändlern Steve Witkoff und Jared Kushner zu Ende gegangen. Nach etwa dreistündigen Unterredungen verließen die beiden Gesandten von US-Präsident Donald Trump in der Nacht den Kreml, wie Staatsmedien berichteten und dazu auch ein Video der Fahrzeugkolonne veröffentlichten. Der hochrangige russische Regierungsvertreter Kirill Dmitrijew bezeichnet die Reise der Ukraine-Gesandten des US-Präsidenten Donald Trump nach Moskau als "wichtigen Friedensbesuch". Witkoff und Trumps Schwiegersohn wollen nach Kiew weiterreisen, wo sie an diesem Sonntag vom ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj empfangen werden. Nach Angaben von Kremlsprecher Dmitri Peskow hatten die US-Unterhändler neue Vorschläge im Gepäck gehabt. Peskow nannte keine Details. Auch Trump hatte gesagt, dass Witkoff und Kushner einen Vorschlag mitbrächten. Hier lesen Sie ältere Nachrichten zum Krieg in der Ukraine.