IG Metall plant Großproteste gegen Jobabbau in Autoindustrie
Die IG Metall ruft in Baden-Württemberg und bundesweit zu Protesten gegen Stellenabbau in der Autoindustrie auf. Was die Gewerkschaft fordert und wo Aktionen geplant sind. Mit mehreren Protestaktionen will sich die IG Metall Baden-Württemberg an einem bundesweiten Aktionstag gegen Jobabbau und weitere Einschnitte bei Beschäftigten in der Autoindustrie beteiligen. Bezirksleiterin Barbara Resch sagte in Stuttgart: "Die Beschäftigten haben die Krise nicht verursacht, sie sollen aber für die Fehler der Vorstände bezahlen. Das akzeptieren wir nicht." Wer industrielle Stärke und gute Arbeit in Deutschland sichern wolle, müsse jetzt in Produkte, Standorte und Menschen investieren, statt Arbeitsplätze abzubauen und Zukunft zu verspielen. In Baden-Württemberg sind am kommenden Montag unter anderem Aktionen bei Daimler Truck in Gaggenau, bei Bosch in Abstatt und Reutlingen, Mercedes-Benz in Sindelfingen sowie an Standorten von Porsche und Mahle geplant. Deutschlandweit sind Protestaktionen an über 200 Orten in Vorbereitung. Resch sagte, die deutsche Automobilindustrie stehe vor einem tiefgreifenden Wandel. "Fehlentscheidungen der Unternehmensleitungen und zu geringe Investitionen in neue Technologien haben die aktuelle Situation verschärft. Hinzu kommen der Absatzrückgang in China, der wachsende internationale Wettbewerb sowie internationale Handelskonflikte." Unter dem Motto "Zukunft statt Kahlschlag - Zusammenhalt ist unsere stärkste Marke" will die IG Metall am kommenden Montag in Deutschland mehr als 100.000 Menschen auf die Straße bringen. Geplant seien verschiedene Aktionen wie interne Betriebsversammlungen in Unternehmen, aktive Mittagspausen, Sternmärsche sowie öffentliche Kundgebungen.
