Radlader-Unglück in Ruppertshofen: Kind überollt Bruder
Auf einem Bauernhof in Baden-Württemberg sitzt ein kleiner Junge am Steuer eines Radladers. Was er nicht sieht: Sein kleiner Bruder begibt sich währenddessen in große Gefahr. Bei einem schweren Unglück in Baden-Württemberg ist ein einjähriger Junge von einem Radlader überrollt und schwer verletzt worden. Das Kleinkind kam am Dienstagabend in eine Klinik, Lebensgefahr soll nicht bestehen, wie ein Polizeisprecher t-online auf Nachfrage mitteilte. Zu dem Unglück kam es auf einem landwirtschaftlichen Anwesen in Ruppertshofen (Ostalbkreis), wie die Beamten erklärten. Am Steuer des Radladers saß demnach ein Achtjähriger. Plötzlich sei sein einjähriger Bruder zwischen zwei geparkten Autos hervorgesprungen, das Ganze sei "außerhalb des Sichtfeldes" des Achtjährigen passiert. In der Folge habe der Achtjährige das Kleinkind mit dem Radlader überrollt. Verdächtige Tierhaare am Trikot: Autofahrerin findet Sterbenden auf Straße Die Eltern hätten sich daraufhin sofort auf den Weg ins Krankenhaus gemacht, sagte der Polizeisprecher. Der Achtjährige soll bei den Großeltern untergekommen sein. Staatsanwaltschaft prüft mögliche Ermittlungen Warum der Achtjährige den Radlader fuhr, blieb unklar. Auf Bauernhöfen sei es aber nicht unüblich, dass schon Kinder die großen Maschinen steuerten. Ermittelt werde gegen den Jungen nicht. Die Strafmündigkeit beginnt erst ab 14 Jahren. Der Fall werde aber der Staatsanwaltschaft vorgelegt, so der Sprecher. Diese müsse entscheiden, ob möglicherweise andere Straftaten wie eine Verletzung der Aufsichtspflicht durch die Eltern vorliegen. Ruppertshofen liegt nördlich von Schwäbisch Gmünd und hat etwa 1.900 Einwohner. Der Ort ist sehr ländlich geprägt. In der Umgebung gibt es mehrere landwirtschaftliche Betriebe.
