Autofreier Sonntag in Brüssel: Was Besucher jetzt unbedingt wissen müssen
Am 20. September wird Brüssel autofrei. Wer die belgische Hauptstadt dennoch ansteuert, braucht einen Passierschein. Oder starke Nerven. Am kommenden Sonntag wird Brüssel weitgehend autofrei sein. Von 9.30 Uhr bis 19 Uhr ist die gesamte Hauptstadtregion für den privaten Autoverkehr gesperrt. Betroffen sind alle 19 Gemeinden. Ausnahmen gelten nur für bestimmte Fahrzeuge sowie für Personen mit ausdrücklicher Genehmigung. Der äußere Ring und die Autobahnen sind von der Regelung ausgenommen. Wer Brüssel dennoch mit dem Auto erreichen muss, sollte auf Park-and-Ride-Plätze am Stadtrand ausweichen oder die Hauptstadtregion großräumig umfahren. Ausnahmegenehmigungen: Fristen genau prüfen Wer zwingend eine Ausnahmegenehmigung benötigt, sollte die Vorgaben der zuständigen Gemeinde genau prüfen. Die Fristen können je nach Kommune unterschiedlich sein. Eine Ausnahmegenehmigung in Form eines Passierscheins wird nur bei nachweislich notwendigem Grund ausgestellt, etwa aus medizinischen oder unaufschiebbaren beruflichen Gründen. Der Antrag muss bei der zuständigen Gemeinde eingereicht werden. Welche Fahrzeuge fahren dürfen Das Fahrverbot auf den Regional- und Gemeindestraßen gilt nicht für alle Fahrzeuge. Erlaubt bleiben während der Sperrzeit unter anderem: Busse, Straßenbahnen und andere öffentliche Verkehrsmittel Rettungsdienste, Feuerwehr und Polizei zugelassene Taxis Reisebusse Fahrzeuge öffentlicher Dienste bestimmte akkreditierte Medien- und Gastgewerbsfahrzeuge Fahrzeuge von Menschen mit eingeschränkter Mobilität bei Vorlage einer entsprechenden Parkkarte Inhaber eines gültigen behördlichen Passierscheins Für alle zugelassenen Fahrzeuge gilt im gesperrten Gebiet während der Verbotszeit eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h. An- und Abreise: Planen Sie mehr Zeit ein Da das Straßennetz schrittweise geschlossen und wieder freigegeben wird, kann es sowohl kurz vor 9.30 Uhr als auch nach 19 Uhr zu Verkehrsbehinderungen an den Stadteinfahrten kommen. Autofahrer sollten die Region in diesem Zeitfenster möglichst umfahren oder ihr Fahrzeug auf einem Park-and-Ride-Platz am Stadtrand abstellen. Touristen mit einer Hotelreservierung in Brüssel sollten vorab prüfen, ob sie eine Genehmigung benötigen. Ohne gültigen Passierschein dürfen auch Fahrzeuge mit ausländischem Kennzeichen nicht in die gesperrte Zone einfahren. Kostenloser Nahverkehr zur Mobilitätswoche Als Alternative zum eingeschränkten Individualverkehr wird das Angebot im öffentlichen Nahverkehr verstärkt. Die Busse, Straßenbahnen und U-Bahnen können am gesamten autofreien Sonntag kostenlos genutzt werden. Mehrere Linien fahren zudem in dichterer Taktung. Der Aktionstag bildet zugleich den Höhepunkt der Europäischen Mobilitätswoche, die am 22. September endet.
