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Ausflug ab Stuttgart: Durch malerische Felsengärten am Neckar wandern

Schmale Pfade führen zwischen Felsen zu Ausblicken auf den Neckar. Ab Stuttgart ist das Ziel schnell erreicht – die große Runde braucht mehr Zeit. Weinberge ziehen sich die steilen Hänge hinauf, tief unten macht der Neckar seine Kurve. Dazwischen stehen plötzlich mächtige Felsblöcke und Türme aus hellem Muschelkalk. Was ein wenig nach Mittelgebirge aussieht, liegt nur rund 30 Kilometer von Stuttgart entfernt. Mit dem Auto dauert die Fahrt nach Hessigheim ohne größere Verkehrsbehinderungen etwa 35 bis 40 Minuten. Dort beginnt eine Landschaft, die sich deutlich von den sanften Weinbergen ringsherum absetzt. Die Hessigheimer Felsengärten bilden eine fast 300 Meter lange Felswand. Davor stehen natürliche Mauern und freistehende Felstürme, dazwischen öffnen sich schmale Schluchten. Ursache sind Bewegungen gewaltiger Kalksteinpakete am Neckarhang. Und genau hindurch führt der Weg. Zwischen Felstürmen öffnet sich der Blick auf den Neckar Schmale Pfade verlaufen zwischen den Felsen und oberhalb der Weinberge. Immer wieder öffnet sich der Blick auf den Neckar, das Tal und bis hinüber nach Besigheim. Ein Aussichtspunkt in den Felsengärten wurde 2016 sogar zur "Schönsten Weinsicht Württembergs" gewählt. Von dort reicht der Blick über Neckar- und Enztal; bei entsprechender Sicht ist in rund 25 Kilometern Entfernung sogar Stuttgart auszumachen. Wer nicht gleich einen halben Wandertag einplanen möchte, muss das auch nicht. Die offizielle Felsengartenrunde ist etwa 7,1 Kilometer lang und mit knapp zwei Stunden angegeben. Sie verbindet die Felstürme mit Weinbergen, Trockenmauern und der Neckarschleife bei Hessigheim. Wer weiterläuft, landet in Besigheim Für einen ganzen Tagesausflug gibt es eine deutlich längere Variante. Die offizielle Felsengarten-Tour führt von Hessigheim weiter durch Weinberge und Feldwege bis in die historische Altstadt von Besigheim und anschließend am Neckar zurück. Die Runde misst 18,14 Kilometer, überwindet 218 Höhenmeter und ist mit knapp fünf Stunden Gehzeit angegeben. Fast die Hälfte der Strecke verläuft auf naturnahen Wegen. Damit lässt sich die Tour gut nach Zeit staffeln: Wer hauptsächlich wegen der Felsen kommt, nimmt die kurze Runde. Wer Fachwerk, Weinberge und Neckarufer dazunehmen möchte, macht daraus einen Tagesausflug. Gerade im Herbst passt die Landschaft zum Stoff. Die offiziellen Toureninformationen empfehlen die Strecke ganzjährig, warnen in dieser Jahreszeit allerdings davor, dass Laub Wurzeln, Steine und Unebenheiten verdecken kann. Bei Nässe können die Naturwege zudem rutschig werden. In den Felsengärten gelten besondere Regeln Die spektakuläre Kulisse ist zugleich ein Naturschutzgebiet. Besucher müssen deshalb auf den markierten Wegen bleiben. Die Felsengärten selbst dürfen laut Erlebnisregion Stuttgart außerdem nur in der ausgeschilderten Richtung durchquert werden. Festes Schuhwerk ist sinnvoll. Für Familien gibt es einen weiteren Vorteil: Direkt am Wanderparkplatz bei der Felsengartenkellerei befinden sich nach Angaben der Tourismusinformation Ludwigsburg ein Spielplatz und eine Grillstelle. Die eigentlichen Felsengärten sind wegen der schmalen und steilen Wege jedoch nicht barrierefrei. Als Ausgangspunkt eignet sich der Bereich an der Felsengartenkellerei, Am Felsengarten 1 in 74394 Hessigheim. Dort befindet sich auch ein Wanderparkplatz. Wer nach der Tour noch regionalen Wein mitnehmen möchte, findet direkt daneben die Vinothek der Kellerei. Sie ist derzeit montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr, samstags von 9 bis 16 Uhr sowie sonntags von 12 bis 17 Uhr geöffnet.