Meloni-Regierung streicht Millionen Autofahrern die Kfz-Steuer
Die Regierung in Rom reagiert auf die gestiegenen Spritpreise. Die meisten Autobesitzer müssen im kommenden Jahr keine Kfz-Steuer zahlen. Die italienische Regierung hat beschlossen, im Jahr 2027 für Millionen Fahrzeuge die Kfz-Steuer auszusetzen. Anlass sind die hohen Kraftstoffpreise im Land. Die Regelung gilt für alle Autos mit einer Leistung von weniger als 80 Kilowatt. Das entspricht etwa 110 PS. Auch Motorräder und Motorroller sind eingeschlossen. Nach offiziellen Angaben betrifft die Maßnahme rund 14,5 Millionen Fahrzeuge. In der Region Rom mussten Autobesitzer zum Beispiel jährlich zwischen 3,30 und 4.95 Euro pro KW zahlen, je nach Fahrzeugklasse. In der Toskana lag die jährliche Kfz-Steuer bisher zwischen 2,71 und 5,45 Euro pro KW. "3 Euro. Irgendwann reicht es": Autofahrer reagieren auf Spritpreise Spritpreisexplosion: So viel kostet Autofahren mehr als vor der Krise Nur für ein Auto pro Person Es gibt jedoch Einschränkungen: Jeder Besitzer kann nur ein einziges Fahrzeug geltend machen. Für größere Autos sowie Zweit- oder Drittwagen gilt die Steuerbefreiung nicht. Die Entlastung soll nach Angaben der Regierung vor allem Familien zugutekommen. Ministerpräsidentin Giorgia Meloni bezeichnete die Kfz-Steuer als "eine der meistgehassten Steuern" des Landes. Die Einnahmen aus der Abgabe stehen den Regionen zu. Nach Angaben von Wirtschaftsverbänden bringt die Steuer jährlich mehr als sieben Milliarden Euro ein. Die Regierung stellte zunächst etwa 2,3 Milliarden Euro bereit, um die Ausfälle zu kompensieren. Den Regionen reicht dieser Ausgleich nicht aus. Die Spritpreise in Italien liegen derzeit bei 2,13 Euro pro Liter Benzin und 2,24 Euro für Diesel.
