Auto-Aktionstag in Wolfsburg: Beschäftigte protestieren am VW-Stammsitz
In Wolfsburg gehen am Montag Beschäftigte der Autoindustrie auf die Straße. Am VW-Stammsitz beginnen die Aktionen bereits am Morgen, später folgt eine öffentliche Kundgebung. In Wolfsburg beginnen am Montagmorgen die Proteste zum bundesweiten Auto-Aktionstag der IG Metall. Um 8.30 Uhr sind vor Tor Ost zunächst Statements der IG-Metall-Vorsitzenden Christiane Benner und der VW-Gesamtbetriebsratsvorsitzenden Daniela Cavallo angekündigt. Um 9.30 Uhr soll eine Aktion auf dem Werksgelände folgen. Anschließend geht der Protest vor dem Wolfsburger Gewerkschaftshaus weiter. Von 10 bis 11 Uhr findet an der Siegfried-Ehlers-Straße 2 eine öffentliche Kundgebung statt. Dort sollen unter anderem der Bezirksleiter der IG Metall Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, Thorsten Gröger, der Wolfsburger Geschäftsführer Matthias Disterheft sowie Betriebsräte aus der Region sprechen. Gewerkschaft warnt vor weiterem Stellenabbau Zum Aktionstag aufgerufen sind Beschäftigte aus verschiedenen Bereichen der Autoindustrie. In Wolfsburg erwartet die IG Metall unter anderem Mitarbeiter von Volkswagen-Töchtern, Entwicklungsdienstleistern, Logistikunternehmen und weiteren Betrieben der Branche. Lauter Knall und Trümmer: Kita stürzt teilweise ein Es gibt eine Umleitung: Sperrung auf der A2 in dieser Woche Hintergrund ist die angespannte Lage in der deutschen Autoindustrie. Nach Angaben der IG Metall haben bei Herstellern, Zulieferern und Entwicklungsdienstleistern bereits Zehntausende Beschäftigte ihren Arbeitsplatz verloren. Weitere Stellen seien gefährdet. Mit dem Aktionstag will die Gewerkschaft Druck auf Unternehmen und Politik ausüben. 280 Aktionen in rund 100 IG-Metall-Geschäftsstellen Für Wolfsburg fordert sie unter anderem Investitionen in neue Produkte und Technologien, die Sicherung von Standorten und Arbeitsplätzen sowie mehr Qualifizierung und Weiterbildung. Bundesweit verlangt die IG Metall von den Arbeitgebern zudem den Erhalt der 35-Stunden-Woche. Von der Politik fordert sie unter anderem niedrigere Stromkosten und Unterstützung für Zulieferer beim Umbau der Branche. Insgesamt sind nach Angaben der Gewerkschaft mehr als 280 Aktionen in rund 100 IG-Metall-Geschäftsstellen geplant. Nicht alle davon sind öffentlich, einige finden ausschließlich oder teilweise auf Werksgeländen statt.
