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TÜV-Check: Sparsame Gebrauchtwagen mit niedrigem Verbrauch

Wer ein günstiges Auto sucht, sollte nicht nur auf den Kaufpreis achten. Sechs bezahlbare Autos in der Übersicht. Ein Auto für kleines Geld zu finden, ist eine Sache. Doch der Kaufpreis allein sagt wenig darüber aus, ob ein Gebrauchtwagen zu seinem neuen Besitzer passt. Wer regelmäßig mit der Familie unterwegs ist, braucht beispielsweise mehr Platz als ein Pendler, der hauptsächlich allein durch die Stadt fährt. Hinzu kommen laufende Kosten für Versicherung, Wartung und mögliche Reparaturen. Auswertung: Diese Autos schneiden beim TÜV besonders gut ab Übersicht: Das sind die besten gebrauchten E-Autos Sechs Modelle mit einem guten Preis, niedrigem Verbrauch sowie ihren wichtigsten Stärken und Schwächen im Überblick – die Auswahl stammt von "Autoscout24": VW Up, Seat Mii und Skoda Citigo: Sparsame Drillinge VW Up, Seat Mii und Skoda Citigo teilen sich weitgehend die Technik. Die Einliter-Dreizylinder mit 60 oder 75 PS haben einen Verbrauch von etwa 4,2 bis 4,5 Litern Super auf 100 Kilometer. Gebrauchte Exemplare beginnen demnach bei rund 3.500 Euro. Das Platzangebot bleibt klein, für Stadtverkehr und kurze Pendelstrecken kann das Trio aber interessant sein. Auch beim TÜV machen die Kleinstwagen grundsätzlich eine ordentliche Figur. Fahrwerk, Bremsleitungen und Abgasanlage bereiten vergleichsweise wenige Probleme. Genauer hinschauen sollten Käufer bei Fußbremse und Beleuchtung . Bei älteren Exemplaren kann zudem Rost an tragenden Teilen auftreten. Toyota Aygo, Citroën C1 und Peugeot 108: Klein und genügsam Auch Toyota Aygo, Citroën C1 und Peugeot 108 teilen sich einen großen Teil ihrer Technik. 4,5 Liter Super auf 100 Kilometer sind hier keine Ausnahme. Für Aygo und C1 beginnen die Preise bei etwa 3.500 Euro. Der Gebrauchtwagencheck des Citroën C1 der zweiten Generation zeigt ein solides Fahrwerk: Achsaufhängungen, Federn, Dämpfer, Antriebswellen und Lenkung bereiten beim TÜV vergleichsweise wenig Ärger. Schwächen zeigen sich dagegen bei Bremsscheiben und Beleuchtung . Mit zunehmendem Alter kann zudem Rost an Auspuffanlage und vereinzelt am Fahrwerk auftreten. Dacia Sandero II: Mehr Platz fürs Geld Wer mehr Platz benötigt, findet im Dacia Sandero II eine Alternative zu den Kleinstwagen. Autoscout24 nennt für den TCe-90-Benziner einen Verbrauch von etwa 5,3 bis 5,5 Litern Super auf 100 Kilometer, die Autogasversionen können bei den Kraftstoffkosten nochmals günstiger sein. Gebrauchte Sandero führt der Marktüberblick ab rund 4.500 Euro. Der Kofferraum fasst 320 Liter. Beim Gebrauchtkauf lohnt allerdings ein genauer Blick. Schon ab der ersten Hauptuntersuchung liegt die Quote erheblicher Mängel laut TÜV-Report 2023 über dem Durchschnitt. Auffällig sind vor allem Beleuchtung und Fußbremse, später außerdem Radaufhängungen und Bremsscheiben . Federn, Dämpfer sowie Bremsleitungen und -schläuche schneiden dagegen besser ab. Toyota Yaris Hybrid: Besonders sparsam in der Stadt Eine andere Möglichkeit bietet der Toyota Yaris der dritten Generation (ab 2012) mit Hybridantrieb. Praxisverbräuche von etwa 3,6 bis 4,0 Liter Super auf 100 Kilometer und Preise ab ungefähr 7.500 Euro sind die Regel. Seine Vorteile spielt der Vollhybrid vor allem im Stadtverkehr und auf Strecken mit häufigem Bremsen und Anfahren aus. Beim TÜV hinterlässt der Yaris insgesamt einen guten Eindruck. Schwachstellen sind vor allem Blinker und Beleuchtung sowie Bremsscheiben und Bremsleitungen. Bei älteren Exemplaren fallen vereinzelt auch Federn und Dämpfer auf. Ölverlust und die Abgasanlage bereiten dagegen kaum Probleme. Ford Fiesta: Der etwas größere Allrounder Beim Ford Fiesta wird die letzte Generation betrachtet, die von 2018 bis 2023 gebaut wurde. Mit 292 Litern Kofferraum bietet er etwas mehr Alltagsnutzen als die ganz kleinen Modelle, verbraucht rund fünf Liter Super auf 100 Kilometer und ist schon ab 6.500 Euro zu haben. Beim TÜV schneidet die achte Fiesta-Generation besser ab als ihr Vorgänger. Die Achsaufhängungen bereiten selten Probleme, auch die Bremsen fallen positiv auf. Auffälliger sind Beleuchtung sowie bei einzelnen Jahrgängen Federn und Dämpfer; mit zunehmendem Alter kann auch die Abgasanlage Probleme verursachen. Bei frühen 1.0-EcoBoost-Modellen sollte außerdem auf die Motorhistorie geachtet werden. Renault Clio IV: Günstig, aber genauer hinsehen Auch der Renault-Kleinwagenklassiker Clio gehört zu den sparsamen Gebrauchten. Beim Clio IV verbrauchen die TCe-Benziner demnach etwa 4,8 bis 5,2 Liter Super auf 100 Kilometer, die Diesel rund 3,8 Liter. Die von 2012 bis 2019 gebaute vierte Generation ist schon ab rund 4.000 Euro zu haben. Mit 300 Litern Kofferraum ist der Clio alltagstauglicher als ein klassischer Kleinstwagen. Beim TÜV fällt die Bilanz allerdings schwächer aus. Beim Clio IV werden unter anderem die Achsaufhängung, Feststellbremse, Bremsleitungen und Bremsscheiben überdurchschnittlich häufig beanstandet. Positiv: Ölverlust ist selten, auch die Abgasuntersuchung und die Abgasanlage bereiten vergleichsweise wenig Probleme. Eine nachvollziehbare Wartungshistorie ist deshalb bei diesem Modell besonders wichtig. Kann ein gebrauchtes E-Auto günstiger sein? Auch ein gebrauchtes Elektroauto kann eine Alternative sein. Die Preise vieler gebrauchter Stromer sind gesunken. Gleichzeitig können die Energiekosten niedriger ausfallen, insbesondere wenn günstig zu Hause geladen werden kann. Entscheidend sind allerdings unter anderem Zustand und Restkapazität der Batterie sowie die eigenen Lademöglichkeiten. Kaufen ist nicht die einzige Möglichkeit Wer kurzfristig ein Auto benötigt, muss es zudem nicht zwingend kaufen. Leasing kann beispielsweise interessant sein , wenn die monatlichen Kosten gut planbar sein sollen und das Fahrzeug nur für einen bestimmten Zeitraum benötigt wird. Dafür gehört das Auto am Ende der Laufzeit nicht dem Leasingnehmer, außerdem können Kilometerbegrenzungen und mögliche Kosten bei der Rückgabe eine Rolle spielen. Wer das Fahrzeug dagegen langfristig behalten möchte, kann Kauf und Finanzierung gegenüberstellen . Das günstigste Angebot muss nicht das beste sein Gerade bei älteren Gebrauchtwagen lohnt es sich, nicht nur nach dem niedrigsten Preis zu suchen. Entscheidend sind der Zustand des konkreten Autos und eine nachvollziehbare Wartungshistorie. Vor dem Kauf sollten Interessenten deshalb unter anderem HU-Berichte und Rechnungen prüfen und bei der Probefahrt auf die modellspezifischen Schwachstellen achten. Ein etwas teureres, gut gewartetes Exemplar kann so die bessere Wahl sein als ein vermeintliches Schnäppchen mit Reparaturbedarf.