Winterreifen für Kleinwagen 185/65 R15: 9 Reifen fallen im ADAC-Test durch
Beim ADAC-Test zeigen sich große Unterschiede bei Sicherheit und Haltbarkeit. Einige Modelle offenbaren vor allem auf nasser Fahrbahn deutliche Schwächen. Reifen sehen sich auf den ersten Blick zum Verwechseln ähnlich – in ihrer Leistung können sie sich jedoch erheblich unterscheiden. Das zeigt der aktuelle Winterreifentest des ADAC . Der Automobilklub hat 16 Modelle der Dimension 185/65 R15 untersucht, die bei zahlreichen Kleinwagen zum Einsatz kommt. Geprüft wurde unter anderem auf trockener und nasser Fahrbahn sowie auf Schnee und Eis. Ein Winterreifen sollte schließlich nicht nur bei Schnee funktionieren, sondern unter möglichst allen Bedingungen ausgewogen bleiben. Gerade in Deutschland sind Autofahrer im Winter häufig auf trockenen oder nassen und nicht unbedingt auf verschneiten Straßen unterwegs. Hinzu kamen Umweltkriterien wie Laufleistung, Abrieb und Effizienz. Das Ergebnis zeigt, dass ein niedriger Preis allein bei der Auswahl kein guter Ratgeber ist. Besonders deutlich werden die Unterschiede dort, wo es auf jeden Meter ankommt: beim Bremsen auf nasser Fahrbahn. Zwischen einzelnen Reifen liegen dabei nicht nur ein paar Meter – mit manchen Modellen ist das Auto noch mit erheblichem Tempo unterwegs, während es mit anderen bereits steht. Insgesamt 9 der 16 getesteten Reifen werden nicht empfohlen. Ein Modell fällt im AvD-Test durch: Diese fünf Ganzjahresreifen sind "sehr gut" AvD warnt: 15 Winterreifen im Test: Drei Modelle fallen durch Der ADAC bremste den Testwagen, einen Skoda Fabia aus 80 km/h ab. An der Stelle, an der das Auto mit dem Bridgestone Blizzak LM 005 (Note "ausreichend") bereits steht, ist es mit den letztplatzierten Reifen von Sunny, Atlas und Rockblade noch zwischen 38 und 47 km/h schnell. Genau diese Schwäche kostet den drei Modellen am Ende die Bewertung. Die Ergebnisse bei den Kleinwagenreifen legen dem ADAC zufolge nahe, dass diese Dimension bei den Herstellern nicht so stark im Fokus steht wie andere Reifengrößen. Drei Reifen fallen besonders ab Der Sunny Winter-max NW611 kommt nur auf die Gesamtnote 4,8. Noch schlechter schneiden der Atlas Polarbear HP und der Rockblade Rock 868S ab, die jeweils die Note 5,5 erhalten. Alle drei bewertet der ADAC damit als "mangelhaft". Auffällig ist dabei, wie unterschiedlich die Leistungen je nach Untergrund ausfallen: Sunny und Rockblade schneiden auf Schnee und Eis durchaus ordentlich ab. Auf nasser Fahrbahn brechen ihre Ergebnisse dagegen deutlich ein. Diese beiden Reifen liegen vorn Nur 2 der 16 getesteten Modelle erreichen insgesamt die Note "gut". Testsieger ist der Continental WinterContact TS 870 mit der Gesamtnote 2,2. Bei der Fahrsicherheit vergibt der ADAC die Note 2,0. Der Reifen zeigt nach Einschätzung der Tester sowohl auf trockener und nasser Straße als auch auf Schnee gute Leistungen. Der vom ADAC ermittelte typische Marktpreis liegt bei rund 80 Euro pro Reifen. Knapp dahinter folgt der Michelin Alpin 7 mit der Gesamtnote 2,5. Auch er erreicht in keiner der entscheidenden Fahrdisziplinen eine ausgeprägte Schwäche und kostet laut ADAC ebenfalls rund 80 Euro. Wer weniger ausgeben möchte, findet unter den mit "befriedigend" bewerteten Reifen günstigere Modelle. Der Optimo Winter Touring OW41 kostet laut ADAC rund 49 Euro und erreicht die Gesamtnote 3,2. Für die Fahrsicherheit erhält er 3,1. Damit liegt er zwar deutlich hinter den beiden Testsiegern, gehört aber noch zu den fünf Modellen, die der ADAC mit Einschränkungen empfiehlt. Fünf Reifen landen im Mittelfeld Neben dem Optimo erhalten auch der Hankook Winter i*cept RS3 und der Linglong Sport Master Winter jeweils die Note 3,1. Der Goodyear UltraGrip Performance 3 kommt auf 3,3, der GT Radial WinterPro2 Evo auf 3,5. Je nach Fahrprofil unterscheiden sich ihre Stärken: Einige schneiden beispielsweise auf Nässe besser ab, andere auf trockener Fahrbahn. Sechs weitere Reifen bewertet der ADAC nur mit "ausreichend". Dazu gehören Modelle von Bridgestone, Nokian, Vredestein, Barum, Kumho und Viking. Ausschlaggebend sind jeweils Schwächen in einzelnen Disziplinen, die eine bessere Gesamtbewertung verhindern. Auch bei der Haltbarkeit gibt es Unterschiede. Im Schnitt kommen die getesteten Kleinwagenreifen laut ADAC auf eine prognostizierte Laufleistung von rund 31.000 Kilometern. Der Bridgestone erreicht mit rund 22.000 Kilometern den niedrigsten Wert, während der Kumho mit rund 40.000 Kilometern am längsten durchhalten soll. Auch größere Winterreifen im Test Parallel hat der ADAC 16 Winterreifen der Dimension 225/50 R17 geprüft, die bei vielen Mittelklassewagen eingesetzt wird. Dort fällt das Ergebnis besser aus: Vier Modelle erreichen die Gesamtnote "gut". Vorn liegt der Pirelli Cinturato Winter 3 mit 2,2, gefolgt vom Continental WinterContact TS 870 mit 2,3. Auch Reifen von Goodyear und Michelin erhalten eine gute Bewertung. Ganz ohne Ausfälle bleibt aber auch diese Reifengröße nicht: 6 der 16 getesteten Modelle bewertet der ADAC als "mangelhaft". Deutlich höher fällt dagegen die erwartete Laufleistung aus. Im Durchschnitt prognostiziert der Automobilklub für die Mittelklassereifen mehr als 45.000 Kilometer – rund 14.000 Kilometer mehr als bei den getesteten Kleinwagenreifen.
