Nissan Pixo: Kleinstwagen kommt 2027 als E-Auto zurück
Die Japaner kehren ins Kleinstwagen-Segment zurück. Der neue Pixo ist technisch ein enger Verwandter des Renault Twingo, trägt optisch aber die Handschrift von Nissan. Der Name ist bekannt, das Konzept neu: Mit dem Pixo kehrt Nissan Anfang 2027 in das Kleinstwagengeschäft zurück. Hatte der erste Namensträger ab 2009 noch einen Benzinmotor und Suzuki-Technik unter der Haube, fährt die Neuauflage ausschließlich elektrisch. Die technische Basis liefert diesmal Allianzpartner Renault . Technisch ist der neue Pixo praktisch ein Zwilling des elektrischen Renault Twingo und des Dacia Spring, die ebenfalls im slowenischen Werk Novo Mesto vom Band laufen. Nissan sorgt vor allem mit einem eigenständigen Design und einer etwas anderen Ausstattungspolitik für Abstand zu den Brüdern. Bruder des Renault R5: Das ist der elektrische Nissan Micra Vom Kleinwagen bis zum Luxusmodell: Das sind Deutschlands beste Autos Kantige Front statt freundlicher Retro-Look Mit 3,80 Metern Länge ist der viersitzige Fünftürer ein klassischer Stadtwagen. Die Breite beträgt 1,79 Meter und der Wendekreis handliche 9,9 Meter. Bei Dimensionen und Proportionen entspricht der Pixo dem Twingo. Trotzdem unterscheiden sich beide Modelle sichtbar: Während Renault mit runden Formen, freundlich blickenden Leuchten und zahlreichen Zitaten des Ur-Twingos von 1993 auf Retro-Charme setzt, verzichtet Nissan auf Nostalgie. Der Pixo erhält eine kantigere Front, pixelartig gestaltete Leuchten und einen Stoßfänger, dessen Gestaltung an ein Robotergesicht erinnern soll. Unter dem Blech sind die Gemeinsamkeiten größer: Für den Antrieb sorgt ein 60 kW/82 PS starker E-Motor, der für rund 130 km/h Höchstgeschwindigkeit gut sein dürfte. Die Kleinstwagen nutzen als Energiespeicher eine 27,5 kWh große Lithium-Eisenphosphat-Batterie. Nissan nennt für den Pixo bis zu 259 Kilometer Reichweite. Auch das Raumkonzept übernimmt er im Wesentlichen vom Twingo. Vier Erwachsene sollen Platz finden, die beiden Rücksitze können einzeln längs verschoben werden. Das Kofferraumvolumen ist mit 365 Litern angegeben, bei umgeklappten Lehnen sollen bis zu 1.221 Liter zur Verfügung stehen. Hinzu kommen insgesamt 18 Liter Ablagevolumen im Innenraum. Das Cockpit orientiert sich ebenfalls eng am französischen Teilespender. Vor dem Fahrer befindet sich ein 7 Zoll großes Digitalinstrument, zentral im Armaturenbrett ein 10-Zoll-Touchscreen. Unterschiede gibt es vor allem bei Grafik, Software und Ausstattungsumfang. Nissan kündigt Google-Software für die Navigation sowie den KI-Assistenten Gemini serienmäßig für alle Ausstattungsversionen an. Auch 11-kW-Wechselstromladen und die 50-kW-Gleichstrom-Ladefunktion sind immer an Bord – anders als bei Twingo und Spring, die zugunsten eines günstigen Basispreises das schnelle Laden gegen Aufpreis anbieten. Der Akku soll sich im besten Fall innerhalb von knapp einer halben Stunde von 15 auf 80 Prozent füllen lassen. Für den Stadtverkehr bietet Nissan eine One-Pedal-Funktion, mit der sich der Pixo weitgehend über das Fahrpedal beschleunigen und verzögern lässt. Zur Assistenztechnik gehören unter anderem ein adaptiver Tempomat mit Stop-and-go-Funktion, Spurhalteassistent sowie eine automatische Einparkfunktion. Damit bewegt sich der Kleinstwagen bei Ausstattung, Elektronik und Komfort zumindest auf dem Papier eher auf dem Niveau größerer Fahrzeuge. Einen Preis will Nissan erst zum Bestellstart im Dezember nennen. Die ersten Exemplare sollen Anfang 2027 ausgeliefert werden. Die Basisvarianten von Dacia Spring und Renault Twingo kosten ab 18.000 Euro beziehungsweise 20.000 Euro. Angesichts der umfangreicheren Ausstattung dürfte der Nissan knapp oberhalb davon starten.
