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Israelischer Diplomat bittet um ein Wunder für seinen Sohn

Ein Reservist wird an einem Kontrollpunkt westlich von Ramallah von einem Auto erfasst und schwer verletzt. Sein Vater ist Israels Botschafter in Washington. Neria Leiter, Sohn des israelischen Botschafters in den USA , ist bei einem Fahrzeugangriff an einem Kontrollpunkt westlich von Ramallah schwer verletzt worden. Ein Angreifer raste mit seinem Auto auf den Reservisten und eine Polizistin zu, als diese ein anderes Fahrzeug kontrollierten. Einsatzkräfte erschossen den Angreifer. Botschafter Yechiel Leiter schrieb am Mittwoch auf X: "Neria braucht ein Wunder." Israelische Medien berichteten unter Berufung auf das behandelnde Krankenhaus, der Verletzte schwebe nach einer Hirnoperation in Lebensgefahr. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu besuchte den Sohn des Botschafters im Krankenhaus, bevor er zur UN-Generaldebatte nach New York aufbrach. Auf X erklärte Netanjahu: "Meine Frau Sara und ich beten gemeinsam mit allen Menschen in Israel für ein Wunder." "MBS wird das nicht vergessen": Trump lässt Verbündeten auflaufen Protest und Widerstand: Netanjahu in New York erwartet Älterer Bruder ist bereits gefallen Leiter teilte mit, sein Sohn Neria habe weiterhin als Reservist gedient, nachdem sein älterer Bruder im November 2023 bei einem Einsatz im Gazastreifen gefallen sei. Der israelische Sender Kan berichtete, der Botschafter hätte eigentlich Netanjahus Rede vor der UN-Vollversammlung verfolgen sollen, sei aber stattdessen nach Israel zurückgekehrt, um seinen Sohn zu besuchen. Die islamistische Terrororganisation Hamas lobte den Anschlag als "heroische Operation". Es handele sich um eine "natürliche Reaktion" auf Angriffe radikaler israelischer Siedler. Die Organisation rief zu verschärftem "Widerstand in all seinen Formen und mit allen Mitteln" gegen die Besatzung und Siedler im arabisch geprägten Ostteil Jerusalems und im Westjordanland auf. Israel hält das Westjordanland seit dem Sechstagekrieg 1967 besetzt. Dort leben rund drei Millionen Palästinenser und mehr als 500.000 israelische Siedler. Die Siedlungen verstoßen gegen das Völkerrecht. Seit dem Hamas-Angriff auf Israel am 7. Oktober 2023 hat die Gewalt in der Region deutlich zugenommen. Einer AFP-Zählung zufolge wurden seither mehr als 1.100 Palästinenser von israelischen Soldaten oder Siedlern getötet, darunter auch bewaffnete Kämpfer. Nach israelischen Angaben kamen im selben Zeitraum mindestens 49 Israelis ums Leben.