Sportwagen-Marke enthüllt neues Logo
Ein neues Logo, ein geplanter SUV und 500 Millionen Pfund Investition: McLaren stellt die Weichen für eine neue Ära. Dabei spielen die Wurzeln des Unternehmens eine zentrale Rolle. McLaren vereinheitlicht den Markenauftritt seiner Rennsport- und Straßensportwagensparten. Das neue Logo des Unternehmens greift dabei Elemente aus der Frühgeschichte der Marke auf. Zentrales Element ist ein neues Wortzeichen in Großbuchstaben. Das neue Logo orientiert sich an einem frühen Schriftzug über der Service-Station der Familie McLaren im neuseeländischen Remuera bei Auckland. In dieser Werkstatt baute Firmengründer Bruce McLaren einst das Auto für seinen ersten Rennsieg. Auch das traditionelle Kiwi-Vogel-Maskottchen "Speedy Kiwi" aus den Anfangstagen bleibt als Verweis auf die neuseeländischen Wurzeln des Gründers Teil des Markenauftritts. Rennsport-Erbe und neue Modelle Die Umstellung des Markenauftritts fällt in eine Phase, in der McLaren seine eigene Geschichte wieder stärker in den Fokus rückt. Dazu gehört auch die Bezugnahme auf den M6GT aus den späten 1960er-Jahren – Bruce McLarens Vision eines Straßensportwagens, die zu seinen Lebzeiten nie vollständig verwirklicht werden konnte. Mit dem McL 6GT zeigte McLaren im August 2026 bei der Monterey Car Week ein Konzeptfahrzeug, das diese historische Idee neu interpretiert. Die Designstudie zeichnet sich durch einen V8-Motor, Hinterradantrieb und ein mechanisches Sechsgang-Handschaltgetriebe aus – das erste manuelle Getriebe bei McLaren seit dem Modell F1 von 1993. Das fahrfertige Konzept soll den Weg für eine exklusive Serienversion im Jahr 2028 ebnen. Eine halbe Milliarde Pfund für den Schritt zum SUV Parallel zur visuellen Erneuerung plant McLaren am britischen Stammsitz ein Investitionsprogramm von 500 Millionen Pfund. Die Investition soll direkt in den Ausbau von Produktion und Entwicklung fließen. Mit dieser Kapitalspritze bereitet McLaren auch eine strategische Erweiterung des Portfolios vor. Das Unternehmen will sein Angebot über klassische zweisitzige Sport- und Supersportwagen hinaus ausbauen. Dazu gehören auch konkrete Pläne für die Entwicklung des ersten SUVs der Markengeschichte. Für McLaren bedeutet dieser Schritt einen deutlichen Bruch mit der bisherigen Modellpolitik. Die Marke stand über Jahrzehnte hinweg konsequent für Leichtbau, Rennsport und kompromisslose Mittelmotor-Sportwagen. Laut dem Unternehmen soll diese Tradition mit dem SUV nicht aufgegeben, sondern wirtschaftlich neu ausgelegt werden. Das ist anderen Sportwagenherstellern bereits erfolgreich gelungen. Mit dem Leichtbau ist es dennoch vorbei.
