Porsche Stuttgart: So teuer wird eine besondere Fahrzeugübergabe
Porsche bietet Kunden in Zuffenhausen eine besonders aufwendige Fahrzeugübergabe. Für das Erlebnis nennt der Hersteller rund 6.000 Euro pro Projekt. Für ein erstes Date kann man in Stuttgart ziemlich viel Geld ausgeben. Porsche treibt das Prinzip allerdings auf eine ungewöhnliche Spitze: Am Stammwerk in Zuffenhausen bietet der Sportwagenbauer ausgewählten Kunden ein streng limitiertes "First Date" mit ihrem individuell gestalteten Fahrzeug an. Und Porsche selbst nennt dafür eine bemerkenswerte Größenordnung. In einer offiziellen Investorenpräsentation zum Individualisierungsgeschäft führt der Hersteller das "First Date" mit rund 6.000 Euro pro Projekt auf. Dabei handelt es sich nicht um einen öffentlich ausgewiesenen deutschen Listenpreis. Porsche verwendet in der Präsentation ausdrücklich die Angabe "pro Projekt". Das Angebot selbst ist aber real und weiterhin Teil der Sonderwunsch-Welt des Herstellers. Das bekommen Porsche-Kunden beim "First Date" Porsche führte das Programm Anfang 2026 in Zuffenhausen ein. Es richtet sich an Kunden, die ein individuell gestaltetes Fahrzeug bestellt haben. Der Hersteller beschreibt das "First Date" als streng limitiertes und persönlich zugeschnittenes Erlebnis rund um die erste Begegnung mit dem eigenen Auto. Dazu kommen exklusive Einblicke hinter die Kulissen von Porsche. Gebucht wird das Angebot ausschließlich über Porsche-Zentren. Wie weit diese Individualisierung gehen kann, zeigen die öffentlich beschriebenen Sonderwunsch-Projekte. Die Kunden wählen dort nicht lediglich Farben oder Sitze aus. Porsche arbeitet mit ihnen über längere Zeit an eigenen Fahrzeugkonzepten. Dabei erhalten sie einen festen Sonderwunsch-Berater in Zuffenhausen und können sich je nach Projekt direkt mit Designern, Ingenieuren sowie Fachleuten der Exclusive Manufaktur und von Porsche Classic abstimmen. Bei besonders aufwendigen Projekten werden sogar Entwickler aus Weissach hinzugezogen. Porsche beschreibt den Kunden bei solchen Projekten selbst nicht mehr nur als Käufer, sondern praktisch als Mitglied des Projektteams. Bei aufwendigen Einzelanfertigungen begleitet er die Entwicklung von den ersten Ideen und technischen Entscheidungen bis zur Umsetzung. Persönlicher Fotograf und Essen im Christophorus Noch konkreter wird das Angebot für Kunden aus Nordamerika, die ihren Porsche im Rahmen des European-Delivery-Programms in Zuffenhausen übernehmen. Porsche-Zentren in den USA führen für das "First Date" unter anderem einen persönlichen Ansprechpartner am Auslieferungstag, eine Werksführung, einen Blick hinter die Kulissen des Porsche-Museums, ein Drei-Gänge-Menü im Restaurant Christophorus und einen persönlichen Fotografen auf. Diese konkrete Zusammenstellung gilt für das nordamerikanische Auslieferungsprogramm und lässt sich deshalb nicht eins zu eins auf deutsche Kunden übertragen. Porsche Deutschland beschreibt das Zuffenhausener Programm allgemeiner als individuell auf den jeweiligen Gast zugeschnittenen Tag. Bei Porsche geht es noch deutlich teurer Die rund 6.000 Euro markieren bei Porsche offenbar noch nicht das Ende solcher Kundenerlebnisse. In derselben Investorenpräsentation führt der Hersteller neben "First Date" auch "Discover Porsche" mit rund 10.000 Euro pro Projekt sowie "Be Part of Porsche" mit mehr als 20.000 Euro pro Projekt auf. Was Kunden bei diesen beiden Kategorien jeweils für die genannte Summe bekommen, schlüsselt Porsche öffentlich allerdings nicht ausreichend klar auf. Gerade beim Sonderwunsch-Programm kann die Beteiligung sehr weit gehen: Bei Factory One-Offs sind Kunden über Monate oder sogar Jahre in Entwicklung, Design und technische Entscheidungen eingebunden und erhalten teilweise Zugang zu Bereichen, die normalerweise Porsche-Mitarbeitern und Entwicklern vorbehalten sind.
