Verschwundene Klassiker: Diese Heide-Park-Attraktionen gibt es nicht mehr
Manche gehörten mehr als 30 Jahre zum Heide Park, andere waren schon zur Eröffnung dabei. Heute erinnern nur noch Fotos an die früheren Publikumslieblinge. Wer den Heide Park in Soltau seit Jahrzehnten besucht, kennt längst nicht nur "Colossos", "Big Loop" oder die Wildwasserbahn. Einige Fahrgeschäfte prägten den Freizeitpark über Generationen – und sind inzwischen komplett verschwunden. Das gehört gewissermaßen zur Geschichte des Parks. Als der Heide Park am 19. August 1978 eröffnete, gab es gerade einmal sechs Fahrgeschäfte. Seitdem wurde immer wieder erweitert, umgebaut und ersetzt. Unter den verschwundenen Attraktionen sind einige echte Klassiker. Monza-Piste: Seit Tag eins dabei Die Monza-Piste gehörte zur Erstausstattung des Heide Parks. Ab 1978 konnten Besucher in kleinen Autos selbst Gas geben, die Fahrzeuge blieben dabei über eine Führungsschiene auf dem rund 80 Meter langen Kurs. Seit 2009 dicht: Mitten im Heide-Park verfällt ein Dorf zum Lost Place 34 Jahre hielt sich die Attraktion. Nach der Saison 2011 war Schluss. Der Park entfernte die Monza-Piste im Zuge der Umgestaltung und Erweiterung neuer Themenbereiche. Damit verschwand eines der letzten Fahrgeschäfte aus dem Eröffnungsjahr. Wildwasserbahn II: 23 Meter ging es hinab Deutlich spektakulärer ging es ab 1990 bei der Wildwasserbahn II zu. Anders als bei ihrer älteren Schwester gab es nur eine große Abfahrt – die hatte es mit rund 23 Metern Höhe allerdings in sich. Die 575 Meter lange Strecke schmiegte sich ungewöhnlich stark an das hügelige Gelände und war in eine aufwendige Felsen- und Minenlandschaft eingebettet. Ende August 2011 wurde die Bahn nach 22 Saisons geschlossen. Sie musste den Erweiterungsplänen des Heide Parks weichen. Teile der Anlage wurden anschließend entfernt; 2014 eröffnete auf dem Gelände der Wing-Coaster "Flug der Dämonen". Mississippi-Dampfer: 20 Minuten über den großen See Wer es ruhiger mochte, konnte ab 1986 mit dem Mississippi-Dampfer über den Heide-Park-See fahren. Zwei nach amerikanischen Vorbildern gestaltete Schiffe drehten dort ihre etwa 20 Minuten lange Runde. Eine unter Wasser verlaufende Schiene gab den Kurs vor. Dabei passierten die Besucher unter anderem die frühere Nachbildung der Freiheitsstatue und ein Capitol-Modell. Nach 25 Jahren endete die Fahrt 2010. Hintergrund waren die Erweiterungspläne rund um den See; dort entstand anschließend unter anderem die Achterbahn "Krake". Riesenkrake wurde später zu "Okti" Schon 1982 eröffnete die Riesenkrake. An fünf Armen hingen mehrere Gondeln, die sich während der Fahrt zusätzlich drehten. Später zog die Anlage innerhalb des Parks um, wurde mehrfach überholt und erhielt 2010 einen neuen Namen: Aus der Riesenkrake wurde "Okti". Die letzte Fahrt fand am 1. November 2015 statt. Während einer erneuten Generalüberholung wurden nach Angaben des historischen Heide-Park-Archivs Mängel entdeckt, die schließlich zur Stilllegung führten. Eine geplante Wiedereröffnung kam nicht mehr zustande. Koggenfahrt musste nach 36 Jahren weichen Auch die Koggenfahrt gehörte für viele Familien fest zum Parkbesuch. Seit 1982 bewegten sich kleine Schiffe über die Wellen eines Rundfahrgeschäfts. Über der Anlage thronte lange die Heide-Park-Figur Wumbo. Markantes Gebäude: Diese Funktion hat die "Rakete" am Autobahnzubringer Erst nach der Saison 2017 war nach 36 Jahren Schluss. Die Anlage musste neuen Erweiterungen Platz machen. 2018 eröffnete in diesem Bereich des Parks die neue Themenwelt Peppa Pig Land mit mehreren Fahrgeschäften für jüngere Kinder. Panorama-Turm verschwand aus der Silhouette Noch auffälliger war das Ende des Panorama-Turms. Seit 1985 fuhr seine verglaste Gondel an dem etwa 75 Meter hohen Turm empor. In rund 67 Metern Höhe drehte sie sich langsam und bot einen Rundumblick über den Heide Park und die Lüneburger Heide. 2019 lief die letzte reguläre Saison. Während der Corona-Jahre 2020 und 2021 blieb die Attraktion außer Betrieb. Danach entschied sich der Park gegen eine Rückkehr: Der Turm wurde nach Angaben des Heide-Park-Archivs aus Altersgründen aufgegeben und im März 2022 abgebaut.
