Explosionen in Frankfurt: Polizei stoppt Brandstiftung an Kiosk
Nach mehreren Explosionen beschäftigt ein neuer Vorfall die Ermittler. Vor einem Kiosk in Niederrad kommt es zur versuchten Brandstiftung. Die Polizei prüft Zusammenhänge. Nach mehreren Explosionen in Frankfurt und Offenbach gab es in Frankfurt an einem Kiosk eine versuchte Brandstiftung. In der Nacht zu Samstag soll es vor einem Kiosk in Niederrad zunächst einen lauten Knall gegeben haben. Kurz darauf entdeckten Polizisten dort eine brennende Flüssigkeit. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, hatte ein Anwohner gegen 3 Uhr in der Adolf-Miersch-Straße das Knallgeräusch gemeldet. Eine Streife löschte die brennende Flüssigkeit vor dem Kiosk. Am Gebäude blieben lediglich leichte Rußspuren zurück, verletzt wurde niemand. Taskforce prüft Verbindung zu früheren Taten Beim Eintreffen bemerkten die Beamten zudem in einiger Entfernung ein Auto, vermutlich einen Kombi, das plötzlich davonfuhr. Ob das Fahrzeug mit der Tat in Verbindung steht, ist Gegenstand der Ermittlungen. Nach Explosionen: Kriminologin sieht gefährliche Entwicklung Explosionen in Frankfurt: Ermittler prüfen Verbindung zur Organisierten Kriminalität Brisant ist der Fall vor allem vor dem Hintergrund der jüngsten Serie ähnlicher Taten im Rhein-Main-Gebiet. Das Fachkommissariat für Brandursachenermittlungen ermittelt gemeinsam mit der Taskforce "Violence as a Service" des Hessischen Landeskriminalamts. Weil es zuletzt mehrere ähnlich gelagerte Vorfälle an Kiosken gegeben habe, prüfe die Polizei mögliche Zusammenhänge. Bestätigt ist eine Verbindung bislang nicht. Erst Mitte September hatte es innerhalb weniger Tage fünf Sprengstoffexplosionen im Rhein-Main-Gebiet gegeben. In Frankfurt wurden unter anderem ein Kiosk in Sachsenhausen, ein Gebäude in Bockenheim sowie ein Geschäft an der Berger Straße und eine Shisha-Bar auf der Zeil beschädigt. Bei den beiden Explosionen am 17. September nahm die Polizei einen 17 Jahre alten Niederländer fest. Er sitzt inzwischen in U-Haft. Die Ermittler prüfen bei derartigen Fällen mögliche Bezüge zur Organisierten Kriminalität und zum Phänomen "Violence as a Service". Dabei werden häufig junge Täter für Gewalttaten angeworben und bezahlt. Die Polizei sucht nun Zeugen des Vorfalls in Niederrad. Hinweise zum Brand oder zu dem davonfahrenden Auto nimmt die Kriminalpolizei unter 069/755-51599 sowie jede andere Polizeidienststelle entgegen.
