Seefeld: Mysteriöser Mordfall – Polizei hat Verdacht um Millionenerbe
Drei Schüsse peitschen durch die Nacht. Stunden später findet eine Frau das Mordopfer – der Mann liegt neben seinem Auto in seiner Einfahrt. Wurde er wegen eines Erbes erschossen? Die Polizei ermittelt im Fall eines im oberbayerischen Seefeld erschossenen Seniors "weiterhin auf Hochtouren und in alle Richtungen". Wie die Beamten mitteilten, suchte am Mittwoch eine Gruppe von Polizeitauchern den in Tatortnähe gelegenen Pilsensee ab. Zeitweise mit Schnorchel und Metalldetektor ausgerüstet forschten die Beamten im Schlamm um einen Steg – während Badegäste laut Münchner "Merkur" über Geröll ans Ufer stapfen mussten, weil der Steg belegt war. Unterdessen berichtet die "Bild"-Zeitung von einem möglichen Motiv in dem Kriminalfall: Das Mordopfer, ein 66 Jahre alter Mann, soll sich um eine ältere Frau gekümmert haben, die im Sterben lag und ein Millionenvermögen besessen haben soll. Peter Z. hätte demnach vielleicht bald viel Geld geerbt. Polizei geht von Gewaltverbrechen aus: Senior liegt tot neben seinem Auto Auch die alte Dame starb – nur einen Tag nach Peter Z. Einen Tag nach dem Tod von Z. starb laut "Bild" auch die alte Dame. Zufall? Oder wurde sie ebenfalls Opfer eines Verbrechers? Um das zu prüfen, ordnete die Staatsanwaltschaft der Zeitung zufolge eine Obduktion an. In dem Zusammenhang erscheint es zumindest als verdächtig, dass die vermögende Dame mehrfach ihre Testamente geändert haben soll. Drei Schüsse in der Nacht: Polizei bittet Bevölkerung um Mithilfe Peter Z. starb in der Nacht zum 25. September vor seinem Haus im Seefelder Gemeindeteil Hechendorf. Wie die "Süddeutsche" berichtete, hatten Zeugen gegen 22 Uhr drei Schüsse gehört. Seine Tochter habe den ehemaligen Diplom-Ingenieur für Bauplanung und Produktentwicklung am nächsten Morgen gegen 7 Uhr neben seinem Auto in der Einfahrt gefunden. Die Polizei bat die Bevölkerung um Mithilfe. Besonders Videoaufzeichnungen aus der Nacht zum vergangenen Freitag, ob von Hofeinfahrtskameras oder Kameras mit Wächterfunktion in Autos, seien wichtig, hieß es. "Jeder Hinweis kann wertvoll sein."
