Fehlermeldung

Deprecated function: Array and string offset access syntax with curly braces is deprecated in include_once() (line 20 of /mnt/web715/a0/94/5496894/htdocs/automotivemedia-cms/includes/file.phar.inc).

Hyundai Tucson: Fünfte Generation des Kompakt-SUV mit neuem Look

Hyundai legt den Tucson neu auf und verändert mehr als nur das Blechkleid. Das Kompakt-SUV wird größer, digitaler und fährt künftig ohne Selbstzünder. Der Tucson gehört zu den wichtigsten Modellen der Marke Hyundai und hat sich in den Top Ten der weltweit meistverkauften Autos etabliert. Seit 2020 ist die aktuelle Generation des Kompakt-SUVs auf dem Markt, nun folgt eine deutlich veränderte Neuauflage: Die fünfte Generation ist größer, kantiger und mit neu sortierter Antriebspalette. Der neue Tucson misst 4,56 Meter in der Länge, 1,90 Meter in der Breite und 1,67 Meter in der Höhe. Der Radstand beträgt 2,72 Meter. Damit rückt er an das obere Ende des Kompakt-SUV-Segments, in dem auch der VW Tiguan, Ford Kuga und Toyota Corolla Cross antreten. Für Europa wird der Tucson weiterhin im Hyundai-Werk in Tschechien gebaut. Mehr Kanten, weniger Rundungen Optisch bricht Hyundai stärker mit dem bisherigen Tucson als bei einem normalen Generationswechsel. Die Karosserie wirkt kantiger, die Front steht aufrechter, die Kotflügel sind stärker ausgeformt. Hinzu kommen Kunststoffbeplankungen an den Flanken und neue Lichtsignaturen vorn und hinten. An der Front setzt Hyundai auf die sogenannte H-Edge-Beleuchtung. Die Hauptscheinwerfer sind in die Schürze integriert, bei Tag fallen vor allem die senkrechten LED-Elemente und die horizontale Lichtlinie auf. Am Heck gibt es dreidimensional gestaltete Rückleuchten und ebenfalls eine quer verlaufende Leuchtspange. Je nach Ausstattung ist außerdem das sogenannte Micro Pixel Lighting erhältlich: Dabei nutzt das System 25.600 einzelne LED-Pixel für Lichtmuster sowie Begrüßungs- und Verabschiedungsanimationen. Eine weitere, sportlicher gestaltete Version des Tucson soll am 12. Oktober 2026 auf der Paris Motor Show vorgestellt werden. Innenraum mit großem Bildschirm – und echten Tasten Auch innen stellt Hyundai den Tucson um. Das Cockpit bekommt ein neues Bediensystem namens Pleos Connect, das auf dem Google-Betriebssystem Android basiert. Vor dem Fahrer sitzt ein 9,9 Zoll großes digitales Kombiinstrument. Der zentrale Touchscreen misst serienmäßig 12,9 Zoll, optional 17 Zoll. Trotz der stärkeren Digitalisierung bleiben unterhalb des Bildschirms physische Tasten und Regler für Klima- und Audiofunktionen erhalten. Der Gangwahlhebel wandert an die Lenksäule. In der Mittelkonsole entstehen dadurch zusätzliche Ablagen. Beim Raumangebot legt der Tucson ebenfalls zu. Hyundai nennt ein Kofferraumvolumen von 695 Litern nach VDA-Norm. Im Fond gibt es ersten Tests zufolge ordentlich Knie- und Kopffreiheit, auf dem mittleren Platz stört allerdings der Mitteltunnel. Die Rückbank ist dreigeteilt umklappbar und lässt sich um 15 Zentimeter verschieben – allerdings nicht beim Vollhybrid. Damit lässt sich je nach Bedarf mehr Platz für Passagiere oder Gepäck schaffen. Je nach Ausstattung sind außerdem ein Fahrersitz mit Massagefunktion, eine Dreizonen-Klimaanlage und eine beheizbare, metallbeschichtete Windschutzscheibe erhältlich. Letztere soll laut Hyundai innerhalb von 15 Minuten enteisen. Neue Assistenten fürs Rangieren Bei den Assistenzsystemen legt Hyundai vor allem beim Rangieren nach. Der sogenannte Memory Reverse Assist kann bis zu 50 Meter einer zuvor vorwärts gefahrenen Strecke speichern und beim Rückwärtsfahren die Lenkung entlang dieser Route übernehmen. Das kann etwa in engen Einfahrten oder auf schmalen Wegen helfen. Für den Anhängerbetrieb gibt es einen Trailer Reverse Assist. Er unterstützt die Lenkung beim Rückwärtsfahren mit Anhänger. Bei Allradmodellen ist zudem ein Ground View Monitor erhältlich, der den Bereich rund um und unter dem Fahrzeug besser sichtbar machen soll. Hinzu kommen je nach Ausstattung ein Parkassistent mit Fernbedienung, ein digitaler Innenspiegel, ein autonomer Notbremsassistent und ein Autobahnassistent. Kein Diesel, kein Elektro-Tucson Bei den Antrieben trennt sich Hyundai vom Diesel. Eine rein elektrische Tucson-Version ist ebenfalls nicht vorgesehen; diese Rolle bleibt im Konzern der Ioniq-Reihe vorbehalten. Die Basis bildet ein 1,6-Liter-Turbobenziner mit 150 PS und 250 Newtonmetern Drehmoment. Er wird je nach Variante mit Sechsgang-Schaltgetriebe oder als 48-Volt-Mildhybrid mit Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe angeboten. Darüber rangiert der Vollhybrid mit 245 PS Systemleistung und 380 Newtonmetern Drehmoment. Er nutzt eine 1,49-kWh-Batterie und eine Sechsgang-Automatik. Der Plug-in-Hybrid kommt auf 292 PS und ebenfalls 380 Newtonmeter. Seine Batterie hat 17,1 kWh Kapazität und soll eine elektrische Reichweite von bis zu 81 Kilometern ermöglichen. Geladen wird über ein 7,2-kW-Onboard-Ladegerät mit Wechselstrom. Allradantrieb ist bei einigen Motorisierungen erhältlich. Die Anhängelast beträgt beim Benziner bis zu 1.700 Kilogramm, beim Plug-in-Hybrid 1.810 Kilogramm und beim Hybrid bis zu 1.910 Kilogramm. Preise kommen später Der Bestellstart für die fünfte Tucson-Generation ist im ersten Quartal 2027. Preise für das neue Modell nennt Hyundai noch nicht. Der bisherige Tucson startet aktuell bei 36.490 Euro für den 150-PS-Benziner mit Frontantrieb; die bisherige Plug-in-Hybrid-Variante mit Allrad und umfangreicher Ausstattung liegt bei 56.880 Euro.