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Frontalzusammenstoß auf B 464 bei Reutlingen: Polizei vermutet Mordversuch

Ein Mann fährt über eine Bundesstraße. Plötzlich gerät er in den Gegenverkehr, streift erst einen Audi und trifft dann einen anderen frontal. Mittlerweile haben die Beamten einen Verdacht. Nach einem schweren Frontalzusammenstoß auf einer Bundesstraße in Baden-Württemberg sitzt der mutmaßliche Verursacher in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 42-Jährigen versuchten Mord vor. Der Mann soll sein Auto demnach absichtlich in den Gegenverkehr gelenkt haben. Der Zusammenstoß geschah am Montagmorgen (28. September) auf der B 464 zwischen Stuttgart und Reutlingen. Laut Polizei war der 42-Jährige in einem BYD auf der geraden und übersichtlichen Strecke unterwegs. Mehr als ein Dutzend Autos beteiligt: Fahrradfahrerin mehrfach auf Autobahn überfahren Gegen 8.45 Uhr geriet er den Beamten zufolge "abrupt nach links in den Gegenverkehr". Ein 60 Jahre alter Audi-Fahrer konnte noch ausweichen, sein Auto wurde von dem BYD gestreift. Den Audi dahinter traf der 42-Jährige mit großer Wucht. Der 38-jährige Fahrer erlitt schwere Verletzungen, ebenso der 60 Jahre alte Fahrer im ersten Audi. Dashcam-Aufnahmen erhärten Verdacht der Ermittler Der 42-Jährige selbst wurde in seinem Auto eingeklemmt und ebenfalls mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert. Bei den anschließenden Ermittlungen erhärtete sich dann der Verdacht gegen ihn: Für die Annahme, dass er den Zusammenstoß absichtlich herbeiführte, sprechen laut Polizei unter anderem Dashcam-Aufnahmen eines Zeugen. Wieso der Mann sein Auto in den Gegenverkehr gesteuert haben könnte, teilten die Ermittler nicht mit. Die Staatsanwaltschaft Tübingen erwirkte einen richterlichen Haftbefehl gegen den Verdächtigen. Eine Haftrichterin beim Amtsgericht Tübingen setzte diesen am Donnerstag in Vollzug.