Wolkenbrüche in Sepang: Formel-1-Start mit Verspätung
Kurz vor dem Start des Formel-1-Rennens macht Sepang seinem Ruf alle Ehre. Es gießt wie aus Eimern. Das hat Folgen. Das Rennen startet, wenn es nach Plan eigentlich fast beendet gewesen wäre. Das Formel-1-Rennen in Malaysia ist mit mehr als anderthalb Stunden Verspätung wegen heftigen Regens gestartet worden. Weniger als eine Stunde vor dem geplanten Erlöschen der Roten Ampeln um 09.00 Uhr MEZ hatte Niederschlag über dem Sepang International Circuit eingesetzt. Für die Autos wurden schnell Zelte zum Schutz in der Startaufstellung aufgebaut, bei den Nationalhymnen für Malaysia und Bahrain goss es wie aus Eimern. Der Grand Prix ist der Ersatz für das Rennen in der Wüste von Sakhir im April, das wegen des Iran-Kriegs abgesagt worden war. Mit mehr als 40 Minuten Verspätung ging es auf Formationsrunden hinter dem Safety Car von Bernd Mayländer. Auf einmal funkte Polesetter Max Verstappen an die Red-Bull-Box: "Ich kann nicht beschleunigen." Auch Lewis Hamilton rollte mit dem Ferrari nur vor sich hin. Die Autos reagierten nicht nach den vorgenommenen Software-Einstellungen auf den Regen. Das Start-Prozedere wurde wieder abgebrochen. Es herrschte zunächst Rätselraten darüber, wann es weitergeht. 1:33 Stunden nach dem eigentlichen Rennstart fuhren die Autos hinter dem Safety Car aus der Boxengasse zur nächsten Formationsrunde zum stehenden Start. Regenrennen gab es in Malaysia öfter, als der Kurs von 1999 bis 2017 fest zum Rennkalender gehört hatte. 2009 musste der Grand Prix sogar nach 31 Runden abgebrochen werden. Mit der aktuellen Fahrzeuggeneration hatte es in diesem Jahr noch kein klassisches Regenrennen gegeben.
