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Formel 1: Dieses Problem legte die Autos beim Chaosrennen in Malaysia lahm

Beim Rennen in Malaysia bringt starker Regen eine Verzögerung des Starts. Als es endlich losgehen soll, lahmen auf einmal die Autos. Der Große Preis von Bahrain in Malaysia hielt in der Formel 1 einige Kuriositäten bereit – nicht nur aufgrund des Namens. Das Rennen, das eigentlich schon im April in der Wüste von Sakhir hätte stattfinden sollen, aufgrund des Iran-Kriegs jedoch in den Oktober und nach Malaysia verlegt wurde, wird den Rennsport-Fans wohl noch länger in Erinnerung bleiben. Zunächst musste der eigentlich für 9 Uhr deutscher Zeit geplante Start aufgrund schwerer Regenfälle verschoben werden. Das allein war noch nicht überraschend: Auf dem Kurs von Sepang, der von 1999 bis 2017 fester Bestandteil des Rennkalenders war, kam es auch in der Vergangenheit regelmäßig zu monsunartigen Regenfällen. 2009 war dort der Grand Prix nach 31 Runden sogar abgebrochen worden. Chaosrennen in Malaysia: Max Verstappen gewinnt Regen-Krimi Kurioses Problem für Verstappen: "Da ist ein Nagel in meinem Reifen" So weit kam es in diesem Jahr nicht: Nach über 40 Minuten Verzögerung starteten die Piloten auf einige Einführungsrunden hinter dem Safety-Car. Soweit alles normal. Doch während die Fahrer sich gerade versuchten, auf dem rutschigen Kurs zurechtzufinden, ereignete sich dann ein Kuriosum: Einige Autos, unter anderem der Red Bull von Pole-Setter Max Verstappen und der zweitplatzierte Ferrari von Lewis Hamilton rollten plötzlich nur noch über die Strecke. Hamilton musste gar gänzlich stehen bleiben. Ähnlich erging es einigen anderen Autos mit Ferrari-Motor im Heck. Es herrschte Chaos, die vorgesehene Startreihenfolge geriet durcheinander. Die Rennleitung entschied sich kurzerhand, das Startprozedere mit einer roten Flagge abzubrechen. Alle Autos kehrten in die Box zurück, wo offenbar an den Problemen gearbeitet wurde. Schließlich konnte das Rennen erst mit insgesamt über eineinhalb Stunden Verspätung gestartet werden. Regen brachte die Software durcheinander Nach dem Sieg Verstappens, der sich vor dem WM-Führenden Mercedes-Piloten Kimi Antonelli und Hamilton durchsetzte, erklärte Nikolas Tombazis das Problem der Autos. Tombazis ist der Verantwortliche Direktor für Formelsport bei den Regelhütern der Fia. Nach seinen Angaben haben die Autos, deren Motoren in diesem Jahr erstmals zur Hälfte von elektrischer Energie gespeist werden, in nassen Bedingungen andere Software-Einstellungen, um die Leistung der Motoren aus Sicherheitsgründen in gewissen Bereichen zu reduzieren. Das Problem: In der bisherigen Saison gab es noch kein Regenrennen. Die Software-Einstellungen waren also noch nicht unter Real-Bedingungen erprobt und auf den Einführungsrunden kamen laut Tombazis dann einige Faktoren zusammen: "Es war insgesamt eine Kombination verschiedener Vorgänge. Einige Autos sind sehr langsam gefahren. Das hat die Software durcheinandergebracht, sodass die Autos nicht mehr richtig beschleunigen konnten", sagte er. Das entstandene Durcheinander im Feld habe dann zum Entschluss geführt, den Start abzubrechen. Während die Autos in der Boxengasse standen, habe die Fia den Teams dann ein Software-Update zur Verfügung gestellt, um das Problem zu beheben. Die weitere Verzögerung sei entstanden, da die Teams Zeit gebraucht hätten, um das Udpate zu installieren. Obwohl das Problem behoben werden konnte, dürfte die Kritik an den neuen Motoren durch den Vorfall nur wachsen. Der hohe Elektroanteil der neuen Antriebseinheiten war bereits zu Saisonbeginn unter Beschuss geraten, da die Batterie nicht für konstantes Fahren am Limit reicht. Immer wieder müssen die Fahrer verfrüht vom Gas gehen, um die Batterie neu zu laden. Zur neuen Saison soll der Elektroanteil an den Motoren deshalb wieder etwas zurückgefahren werden. Für die Jahre ab 2030 wird sogar eine Rückkehr zum reinen Verbrenner diskutiert. Die Motorenpanne war jedoch nicht die letzte des Rennens. Bei der Siegerehrung kam es zu einem weiteren Technik-Aussetzer ganz anderer Art. Als die Fahrer um Sieger Verstappen ihre Plätze auf dem Podium eingenommen hatten, verstummte die Hintergrundmusik. Eigentlich sollten nun die niederländische Hymne für Verstappen gefolgt von der österreichischen Hymne für das siegreiche Red-Bull-Team erklingen. Stattdessen herrschte lange Stille. Verstappen schaute etwas verdutzt umher. Die Fans reagierten schnell und füllten die Stille kurzerhand mit Verstappen-Gesängen. Erst nach über 30 Sekunden begann dann die niederländische Hymne zu spielen.