Ukraine-Krieg: Drohnenalarm an Moskauer Flughäfen – Flugbetrieb eingestellt
Selenskyj macht Putin ein Angebot – und kündigt mögliche Neuwahlen an. Vier große Flughäfen Moskaus stehen vorübergehend still. Alle Entwicklungen im Newsblog. Montag, 12. Oktober Trump verkündet Waffenruhe – Russen greifen an Kurz nach der überraschenden Ankündigung von US-Präsident Donald Trump , dass im Ukraine-Krieg alle Angriffe auf Energieanlagen sofort gestoppt werden, hat die Führung in Kiew dem Angreifer Russland einen Verstoß vorgeworfen. Sie beschuldigte das russische Militär, seine Attacken auf das Nachbarland fortgesetzt und ein Heizkraftwerk schwer getroffen zu haben. Außenminister Andrij Sybiha warf dem Kreml einen klaren Verstoß gegen die begrenzte Feuerpause vor, die laut Trumps Ankündigung vom Sonntagnachmittag (MESZ) unmittelbar in Kraft treten und für beide Kriegsparteien gelten sollte. Hier lesen Sie mehr. Behörden: Ein Toter nach ukrainischem Drohnenangriff in russischer Region Belgorod Bei einem ukrainischen Drohnenangriff in der russischen Grenzregion Belgorod ist laut den örtlichen Behörden ein Mensch ums Leben gekommen. Die Drohne habe ein Auto auf einer Straße nahe der Grenze getroffen, teilt die regionale Einsatzzentrale mit. Zudem wurde im von Russland kontrollierten Teil der ostukrainischen Region Donezk nach Angaben der dortigen pro-russischen Verwaltung eine weitere Person bei einem ukrainischen Angriff getötet. Kallas warnt vor Ölkatastrophe durch russische Schattenflotte Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat vor einer drohenden Ölkatastrophe an den europäischen Küsten durch die sogenannte russische Schattenflotte gewarnt. Die Schiffe seien "ökologische Zeitbomben", da sie oft alt, schlecht gewartet und unzureichend versichert seien, sagte Kallas einem Vorabbericht des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) vom Montag zufolge. "Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass die nächste große Ölkatastrophe an unseren Küsten von der Schattenflotte ausgehen wird", so Kallas. Die Flotte diene zudem der Finanzierung des russischen Krieges gegen die Ukraine und sei in der Vergangenheit als Ausgangspunkt für hybride Angriffe genutzt worden. Die Europäische Union (EU) hat im Kampf gegen die sogenannte russische Schattenflotte Kallas zufolge in den vergangenen Monaten sechs Inspektionen vorgenommen. Jeder dieser Einsätze an Bord koste Russland Zeit und Geld, erklärte die Chefdiplomatin. Der größte Druck auf Moskau entstehe jedoch durch diplomatische Maßnahmen, erklärte sie weiter. So hätten afrikanische Länder auf Bitte der EU Hunderte Schiffe aus ihren Registern gestrichen. "Der Verlust der Flagge macht einen Tanker anfälliger für Inspektionen und Festsetzungen und führt dazu, dass Behörden, Versicherer, Banken und Händler zögern, mit ihm Geschäfte zu tätigen", so Kallas. Bislang habe die EU rund 670 Schiffe mit Sanktionen belegt. Die EU hatte ihre Marine-Mission Irini vor drei Monaten auf die Bekämpfung der russischen Schattenflotte ausgeweitet. Sonntag, 11. Oktober Drohnenalarm an Moskauer Flughäfen – Flugbetrieb eingestellt Die vier Flughäfen der russischen Hauptstadt Moskau haben am Abend den Flugbetrieb wegen einfliegender ukrainischer Drohnen vorübergehend eingestellt. Auf den Flughäfen Scheremetjewo, Wnukowo, Domodedowo und Schukowski wurden alle Landungen und Starts für kurze Zeit abgesagt, berichtete die Staatsagentur Tass. Mindestens 25 anfliegende Maschinen wurden in dieser Zeit auf andere Flugplätze umgeleitet. Der Alarm wurde am späten Abend an allen Airports aufgehoben. Nach Angaben von Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin wurden mindestens 23 ukrainische Drohnen auf ihrem Weg in die russische Metropole noch vor den Stadtgrenzen abgeschossen. Er machte jedoch keine Angaben dazu, ob Drohnen die Flugabwehr überwunden oder Schäden angerichtet hatten. Der Flugbetrieb wurde am Abend auch in anderen Städten Russlands durch einfliegende Drohnen gestört. Unter anderem kam es in Kostroma und Jaroslawl nordöstlich von Moskau und Jaroslawl zum kurzfristigen Stopp aller Starts und Landungen. Die Ziele der ukrainischen Drohnen waren nicht bekannt. Die Ukraine greift seit Monaten Rüstungsbetriebe und Raffinerieanlagen tief in Russland an, um die Kriegsmaschinerie Moskaus zu schwächen. Trump soll Ukraine gedroht haben Die USA drohen einem Zeitungsbericht zufolge mit der Blockade von Waffenlieferungen an die Ukraine, um ein Ende der Angriffe auf russische Ölraffinerien zu erzwingen. Wie die "Financial Times" unter Berufung auf europäische Kreise berichtet, droht die Regierung in Washington damit, das Beschaffungssystem für Waffensysteme auszusetzen. Zudem versuchten die USA, in europäischen Hauptstädten und in Kiew darauf hinzuwirken, weitere ukrainische Vorstöße auf die russische Energieinfrastruktur zu unterbinden. Selenskyj bietet Neuwahlen bei Waffenruhe an Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj erklärt sich im Gegenzug für eine 60-tägige Waffenruhe Russlands zu Wahlen in der Ukraine bereit. "Bitte sagen Sie (Russlands Präsidenten Wladimir) Putin: Geben Sie uns zwei Monate, 60 Tage eines vollständigen Waffenstillstands – 60 Tage –, und wir werden Wahlen organisieren", sagte er dem US-Sender ABC. US-Präsident Donald Trump hat einen Stopp der ukrainischen Angriffe auf russische Raffinerien verlangt und sich überdies für eine Ablösung Selenskyjs ausgesprochen. Zuvor hatte er Diesel-Lieferungen aus dem mit internationalen Sanktionen belegten Russland angekündigt. Trump behauptet: Ukraine und Russland stimmen Deal zu Die Ukraine und Russland sollen ein Abkommen über eine "Energie-Waffenruhe" getroffen haben. Das behauptet US-Präsident Donald Trump. Bei Truth Social schreibt er, das Abkommen gelte "ab sofort": "Brecht es nicht!" Die Ukraine erklärte, sie wisse von einem solchen Abkommen nichts. Mit einer ähnlichen Äußerung war Trump bereits Mitte September vorgeprescht. Beide Seiten hatten ihre Angriffe danach allerdings fortgesetzt. Selenskyj bietet Putin Stopp der Angriffe auf Ölraffinerien an Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Russland angeboten, die Angriffe auf dessen Ölraffinerien einzustellen. Voraussetzung sei, dass Moskau im Gegenzug seine Attacken auf die ukrainische Energieversorgung beende, erklärte Selenskyj am Sonntag auf Telegram. Schritte zur Deeskalation müssten von beiden Seiten kommen und mit konkreten Garantien verbunden sein, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Damit reagiert Selenskyj auch auf den wachsenden Druck aus Washington. US-Präsident Donald Trump hatte die ukrainischen Angriffe auf russische Raffinerien am Samstag scharf kritisiert und Selenskyj aufgefordert, sie einzustellen. Zugleich hatte Trump einen Führungswechsel in der Ukraine ins Spiel gebracht. Der Streit hatte sich nach einer Vereinbarung zwischen Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin über Diesellieferungen zugespitzt. Selenskyj kritisierte den Deal, weil er Russland wirtschaftlich stärken könnte. Die Ukraine greift seit Längerem russische Raffinerien und andere Ölanlagen an, um Moskaus Einnahmen aus dem Energiegeschäft und die Treibstoffversorgung zu schwächen. Russland attackiert seinerseits regelmäßig die ukrainische Energieinfrastruktur. Ob Moskau auf Selenskyjs Angebot eingehen wird, ist offen. EU plant strengere Einreiseregeln für Russen Die EU-Kommission bereitet strengere Visaregeln für russische Staatsbürger vor. Hintergrund ist die Sorge, Russland könnte Reisen in die EU für Sabotage und andere hybride Angriffe nutzen. Wie "Politico" berichtet, soll im Januar ein Vorschlag vorgelegt werden. Estland fordert darüber hinaus ein Einreiseverbot für ehemalige russische Soldaten. Außenminister Margus Tsahkna bezifferte deren Zahl auf rund 650.000. Er warnt, russische Geheimdienste könnten ehemalige Kämpfer für gewaltsame Aktionen in Europa einsetzen. Auch Polen und Schweden drängen auf strengere Regeln. Im vergangenen Jahr erhielten russische Staatsbürger rund 478.000 touristische Schengen-Visa. Beschlossen sind die geplanten Verschärfungen bislang nicht. Drittes Yandex-Rechenzentrum nach Drohnenangriff ausgefallen Nach einer Serie von Drohnenangriffen auf den russischen Technologiekonzern Yandex ist ein weiteres Rechenzentrum vollständig ausgefallen. Die Anlage in Wladimir sei bei einem Angriff in der Nacht zum Sonntag beschädigt worden, berichtet die russische Wirtschaftszeitung "RBC" unter Berufung auf das Unternehmen. Verletzte habe es nicht gegeben. Es ist bereits das dritte betroffene Rechenzentrum innerhalb von vier Tagen. Am Donnerstag war eine Anlage in Sasowo in der Region Rjasan getroffen worden, am Freitag folgte ein Angriff auf einen Standort in Kaluga. Beide Vorfälle hatte Yandex selbst bestätigt. Auch die Dienste des Konzerns sind offenbar beeinträchtigt. Nutzer meldeten Probleme mit der Taxi-App Yandex Go sowie weiteren Anwendungen. Ähnliche Störungen wurden nach Angaben des russischen Nachrichtenportals Ostorozhno Novosti aus Serbien , Kasachstan , Belarus und Armenien gemeldet. Die Organisation NetBlocks, die Störungen von Internetverbindungen dokumentiert, meldete am Sonntag einen erneuten Zusammenbruch der Yandex-Netzwerke. Messdaten belegten einen zweiten größeren Ausfall, teilte NetBlocks auf der Plattform X mit. Ob sämtliche gemeldeten Probleme auf die Drohnenangriffe zurückzuführen sind, lässt sich bislang nicht unabhängig bestätigen. 20 Tote nach russischem Angriff auf Wohngebiet in Saporischschja Nach dem russischen Luftangriff auf die ukrainische Großstadt Saporischschja ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 20 gestiegen. Unter den Toten seien drei Kinder, teilte der ukrainische Katastrophenschutz am Samstagabend mit. Nach jüngsten Angaben der regionalen Behörden wurden zudem 32 Menschen verletzt, wie die ukrainische Nachrichtenagentur Ukrinform berichtet. Russische Streitkräfte hatten die Stadt am frühen Samstagmorgen mit fünf gelenkten Fliegerbomben angegriffen. Zwei davon trafen Mehrfamilienhäuser. An einem fünfstöckigen Wohngebäude stürzten Teile eines Hauseingangs ein. Mehrere Bewohner wurden unter den Trümmern verschüttet. Republikaner will Diesel-Deal von Trump kippen Der republikanische Abgeordnete Brian Fitzpatrick hat einen Gesetzesentwurf angekündigt, mit dem der Kauf von russischem Öl durch die USA unterbunden werden soll. Der Name des Gesetzes soll "Ronald Reagan Peace Through Strength Act" (Ronald Reagan Gesetz für Kraft durch Stärke) heißen, schrieb er auf der Plattform X. Er wolle es beschleunigt zur Abstimmung bringen. Fitzpatrick geht davon aus, dass es mit großer Mehrheit angenommen wird. Zuvor hatte er die Solidarität der USA mit der Ukraine betont. Samstag, 10. Oktober Wegen Selenskyj: Republikaner widerspricht Trump Der republikanische Kongressabgeordnete Brian Fitzpatrick hat US-Präsident Donald Trump widersprochen. "Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die überwältigende Unterstützung des Kongresses, Amerikas und des ukrainischen Volkes. (...) Russland trägt die Schuld für allen Schaden und all die Zerstörung, sowohl menschlich als auch finanziell, die aus Putins unprovoziertem Angriff entstanden sind." Amerika stehe hinter Selenskyj "bis der ukrainische Sieg erreicht ist". Streit mit Selenskyj: Trump fordert "neuen Präsidenten" in der Ukraine Der US-Präsident hat das Aus für Wolodymyr Selenskyj als Präsident der Ukraine gefordert. Reportern vor dem Weißen Haus sagte Donald Trump: "Ich schlage vor, sie besorgen sich einen neuen Anführer, der einen Deal machen kann. Er hätte viele Deals machen können und tut es aus irgendeinem Grund nie. Es ist an der Zeit, dass die Ukraine einen neuen Präsidenten bekommt." Zuvor hatte Selenskyj Trumps Diesel-Abkommen mit Putin als "schwach" bezeichnet. In der Vergangenheit hatte Trump gefordert, die Ukraine solle russische Treibstoff-Infrastruktur nicht beschießen – das treibe die Treibstoffpreise in den USA nach oben. Trumps Diesel-Bestellung in Moskau: Bundesregierung will an Sanktionen festhalten Die Bundesregierung hat betont, trotz der Diesel-Bestellung von US-Präsident Donald Trump in Russland an den Sanktionen gegen Moskau festzuhalten. "Ihre Haltung und die der europäischen Partner ist eindeutig: Die Bundesregierung hält an den Sanktionsbeschlüssen gegen Russland fest und arbeitet gemeinsam mit den europäischen Partnern an weiteren Sanktionen", erklärte Regierungssprecher Stefan Kornelius am Samstag in Berlin . Die Bundesregierung nehme Trumps Entscheidung in Bezug auf russische Diesel-Lieferungen "zur Kenntnis". "Die Unterstützung der Ukraine in ihrem Abwehrkampf bleibt ungebrochen", erklärte Kornelius weiter. Auch die "diplomatische Arbeit an einer Friedenslösung" werde fortgesetzt. Schwere Angriffe in Ukraine und Russland – mehrere Tote Bei russischen Angriffen sind im Südosten der Ukraine mindestens sieben Menschen getötet worden. Die Gebietshauptstadt Saporischschja sei an mehreren Stellen getroffen worden, schrieb der Militärgouverneur der gleichnamigen Region, Mychajlo Semikin, auf der Plattform Telegram. Unter den Todesopfern seien drei Minderjährige, außerdem gebe es zehn Verletzte, schrieb er. Such- und Rettungsarbeiten dauern demnach an. Die Ukraine nahm bei Gegenangriffen ihrerseits das südrussische Gebiet Rostow ins Visier. Auf der Nasa-Webseite Firms, die weltweit Brandherde erfasst, waren mehrere Feuer dort zu sehen, wo sich ein Erdöl verarbeitendes Unternehmen befindet. Der Gouverneur der Region, Juri Sljussar, schrieb bei Telegram von Bränden und Schäden an Wohnhäusern infolge ukrainischer Angriffe. Zudem sei eine Eisenbahnbrücke beschädigt worden. Sechs Menschen benötigten demnach ärztliche Hilfe. Das Verteidigungsministerium in Moskau gab an, in der Nacht 560 ukrainische Drohnen über russischen Gebieten und der annektierten Krim abgewehrt zu haben. Ölterminal in Rostow in Flammen In Rostow nahe der russischen Grenze zur Ukraine brennt ein Ölterminal des Erdölverarbeitungswerks Nowoschachtinsk. Das Terminal dient der Annahme, Lagerung und Umladung von Erdölprodukten auf Fluss- und Seeschiffe, berichtet der Telegramkanal Exilenova+. Insider: Neuer Friedensvorschlag in Vorbereitung Die USA, die Ukraine und europäische Partner wollen Russland einem Insider zufolge noch vor dem Winter einen gemeinsamen Vorschlag zur Beendigung des Krieges in der Ukraine vorlegen. Zu diesem Zweck hätten Unterhändler am Freitag in Miami sechs Stunden lang beraten, sagt eine mit den Gesprächen vertraute Person. Die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner sowie Delegationen aus der Ukraine, Europa und der Nato hätten daran teilgenommen. Bei den Gesprächen sei es unter anderem um ein Nachkriegspaket mit Sicherheitsgarantien der USA und Europas für die Ukraine gegangen. Zudem seien ein Wirtschaftsplan für die Ukraine sowie ein Weg zu einem EU-Beitritt Kiews diskutiert worden. Auch über "einige Ideen" zu Gebietsfragen sei bei dem Treffen gesprochen worden, hieß es weiter, ohne dass Details genannt wurden. Kreml zu Putin-Trump-Telefonat: Keiner wollte auflegen Nach Altkanzler Gerhard Schröder haben laut Kremlangaben auch US-Präsident Donald Trump und seine Frau Melania dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zum Geburtstag gratuliert. Trump habe Putin während eines Telefonats Erfolg und Wohlbefinden gewünscht und auch nicht vergessen, Grüße von seiner Frau Melania zu übermitteln, sagte Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow laut staatlicher Nachrichtenagentur Tass. Putin habe Trump dafür gedankt. Das Telefonat – laut Kreml das sechste in diesem Jahr – lief der Darstellung nach positiv: Weder Putin noch Trump hätten als Erster auflegen wollen, sagte Uschakow. Putin hatte am Mittwoch seinen 74. Geburtstag gefeiert. Putin schiebt Ukraine Schuld zu Der russische Präsident Wladimir Putin hat in einem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump der Ukraine die Schuld für den aktuellen Stillstand bei den trilateralen Friedensverhandlungen zugewiesen. Laut dem außenpolitischen Berater des russischen Präsidenten, Juri Uschakow, sagte Putin, Kiew habe die Gespräche durch Drohnenangriffe auf Moskau während der russischen Parlamentswahl im vergangenen Monat untergraben. "Mit dem massiven Drohnenangriff auf Moskau, andere Städte und Wahllokale am Hauptwahltag hat das Regime in Kiew die Möglichkeit einer sofortigen Wiederaufnahme des Verhandlungsprozesses faktisch zunichtegemacht." Man werde nun prüfen, wann die Dreiergespräche zwischen den USA, Russland und der Ukraine wieder aufgenommen werden könnten. Bislang beharrt Russland darauf, dass der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zu Verhandlungen nach Moskau kommen soll, was dieser ablehnt. In vergangenen Friedensgesprächen hatte der Kreml an seinen Maximalforderungen festgehalten. Selenskyj hatte am Freitag angedeutet, dass in bestimmten Sektoren Waffenruhen möglich seien. Freitag, 9. Oktober Selenskyj kritisiert Trump-Deal scharf Eine zwischen den USA und Russland vereinbarte Aufhebung von Sanktionen für den Verkauf von russischem Diesel ist von der Ukraine stark kritisiert worden. "Die Erlaubnis für Russland, Erdölprodukte zu verkaufen, ist eine Investition in den Krieg (gegen die Ukraine), den man beenden und nicht verlängern muss", schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bei Telegram. Moskau werde mit weiterem "Terror und Gemeinheiten" danken. Selenskyj erneuerte dabei die ukrainische Bereitschaft, Angriffe auf russische Raffinerien einzustellen, wenn Russland im Gegenzug die Attacken auf ukrainische Energieanlagen einstellt. "Wir haben eben Amerika eine solche Vereinbarung vorgeschlagen und finden, dass die Kräfte der Vereinigten Staaten ausreichend sind, um einen derartigen Kompromiss zu erreichen", schrieb der Staatschef. Eine Abschwächung der Russland-Sanktionen sei ein Zeichen der "offensichtlichen Schwäche". Russland werde die USA noch weniger ernst nehmen. Russlands bekanntester Militärblogger in Montenegro festgenommen Der Gründer des meistgelesenen russischen Militärblogs Rybar, Michail Swintschuk, ist in Montenegro festgenommen worden. Das teilte montenegrinische Ministerpräsident Milojko Spajić auf der Plattform X mit, ohne allerdings den Namen zu nennen. Rybar bestätigte die Festnahme von Swintschuk auf Telegram. Er und die anderen Festgenommenen seien legal in dem Balkanland an der Adria gewesen. Das Außenministerium in Moskau teilte mit, es versuche die Umstände über die russische Botschaft in Podgorica zu klären. Das meldete die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass. Nach Medienberichten wurden Swintschuk, seine Frau und drei weitere russische Staatsbürger in dem Ort Risan in der Bucht von Kotor festgenommen. Er war angeblich zu Dreharbeiten dort. Als Verfechter des russischen Angriffskriegs steht Swintschuk auf mehreren westlichen Sanktionslisten. Die Behörden von Montenegro äußerten sich zunächst nicht, was den Festgenommenen vorgeworfen werde. Spajić schrieb von einer "erfolgreichen Operation". Lesen Sie hier mehr dazu. Dieser Streit spielt Russland in die Hände Südkorea und die Ukraine waren bislang wichtige Partner, nicht zuletzt wegen der militärischen Zusammenarbeit zwischen Russland und Nordkorea. Nun steigen die Spannungen zwischen Seoul und Kiew. Die Gründe sind vielfältig. Lesen Sie den ganzen Artikel hier . Mehr Druck auf die Ukraine? Putin holt offenbar "General Armageddon" zurück Einst kommandierte Sergej Surowikin Russlands Truppen in der Ukraine, nach dem Wagner-Aufstand geriet er ins Abseits. Nun ist der als "General Armageddon" bekannte Militär offenbar nach Moskau zurückgekehrt. Lesen Sie den ganzen Artikel hier . Klitschko rät Einwohnern von Kiew, die Stadt zu verlassen Der Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko hat den Einwohnern empfohlen, die Stadt vorübergehend zu verlassen. In einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP wandte er sich insbesondere an Menschen, die Freunde oder Verwandte außerhalb der ukrainischen Hauptstadt haben. "Täglich erreichen uns neue Meldungen über zerstörte Gebäude, Verletzte und Tote, da der Beschuss unserer Stadt immer heftiger wird", sagte der Bürgermeister. "Heute geht es ums Überleben." Bei seiner Empfehlung gehe es ausdrücklich nicht um eine vollständige Evakuierung der Stadt. Das werde er niemals anordnen. "Das ist Putins Ziel … das beste Szenario für Putin wäre, wenn wir alle gehen und ihm unsere leeren Städte und unser Land übergeben würden", sagte Klitschko. Erneut Rechenzentrum von Yandex in Russland von Drohnen getroffen Beim russischen Technologiekonzern Yandex hat ein Drohnenangriff mehrere Module eines Rechenzentrums in der Region Kaluga vollständig außer Betrieb gesetzt. Es könne zu Beeinträchtigungen bei einigen Dienstleistungen des Unternehmens kommen, teilte Yandex mit. Am Donnerstag hatten ukrainische Drohnen erstmals ein wichtiges Rechenzentrum der Firma getroffen. Yandex bietet unter anderem mit YandexGPT eines der führenden russischen Modelle für Künstliche Intelligenz (KI) an. Auch eine Suchmaschine gleichen Namens sowie Fahrdienst- und weitere Technologiedienste gehören zum Portfolio des Unternehmens. Ukraine greift Treibstoffanlage für Marschflugkörper an Die Ukraine hat in der Nacht zu Freitag mehrere russische Regionen angegriffen. Wie die Online-Zeitung "Kyiv Independent" berichtet, richtete sich einer der Angriffe gegen eine russische Fabrik, die Treibstoff für Marschflugkörper der Typen Kh-55 und Kh-101 herstellt. In dem Werk werden demnach Teile des Raketentreibstoffs Decilin-M sowie Zusätze für Diesel und Flugturbinentreibstoff hergestellt. Die Anlage war bereits im Februar 2026 Ziel eines ukrainischen Angriffs. Damals sollen laut ukrainischem Generalstab rund 6.000 russische FPV-Drohnen zerstört worden sein. Ein ukrainischer Angriff soll in der Nacht zudem einen Brand in einem Öldepot nördlich der Stadt Belgorod ausgelöst haben. Das geht aus Daten der Nasa-Plattform Fire Information for Resource Management System (FIRMS) hervor. Über das Ausmaß des entstandenen Schadens war zunächst nichts bekannt. Donnerstag, 8. Oktober Selenskyj: Prüfen sektorale Waffenruhen Die Ukraine erörtert alle Optionen für eine sektorale Waffenruhe, auch zu Wasser und im Energiebereich. Das sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj im Gespräch mit Journalisten, wie die ukrainische Nachrichtenagentur Ukrinform berichtet. "Was mögliche sektorale Waffenruhen betrifft: Wir besprechen alles, sowohl den Seeverkehr als auch die Energieversorgung. Was realistisch oder realistischer wäre, dazu bin ich noch nicht bereit, etwas zu sagen, aber ich verstehe es", so Selenskyj. Er erklärte, er wolle Details nicht vorschnell preisgeben, da Russland bewusst entgegen den Vereinbarungen handeln könnte. Wadephul verschärft Ton gegenüber Putin Außenminister Johann Wadephul verschärft nach dem ergebnislosen Treffen mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow am Rande der UN-Generalversammlung in New York den Ton gegenüber Moskau. Nach den jüngsten massiven Angriffen auf die Ukraine mit zahlreichen zivilen Opfern attackiert der CDU-Politiker Russland scharf und droht mit umfangreichen Sanktionen. "Putins Grausamkeit kennt keine Grenzen", kritisiert Wadephul. Putin setze "seinen Raketenterror auf die Ukrainerinnen und Ukrainer, darunter viele Kinder, mit immer größerer Härte fort", sagte Wadephul der Deutschen Presse-Agentur in Berlin mit Blick auf den russischen Präsidenten Wladimir Putin. Putin werde dennoch scheitern, "am Widerstand der Ukraine – und an unserer fortgesetzten Unterstützung für deren Verteidigung". Ukraine-Team zu Gespräch mit Trump-Unterhändlern Ein ukrainisches Verhandlungsteam will am Freitag und Samstag in den USA mit den Unterhändlern von US-Präsident Donald Trump zusammentreffen. Die Delegation werde mit Jared Kushner und Steve Witkoff sprechen, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Donnerstag gegenüber Journalisten. Die Gespräche sollten zwei Tage dauern. Auch ein europäisches Team solle dazustoßen. Am Sonntag hatte Selenskyj gesagt, dass die USA neue trilaterale Gespräche der Vereinigten Staaten, Russlands und der Ukraine über ein Ende des Ukraine-Krieges planten. Die von Washington vermittelten Gespräche sollten demnach bis Ende Oktober stattfinden. Die USA stünden dafür mit der Ukraine und Russland in Kontakt. Schröder feierte offenbar Geburtstag mit Putin Am Mittwoch zeigte sich Gerhard Schröder in der Filiale der russischen Supermarktkette Globus in Moskau, für die er nun arbeitet. Doch das scheint nicht der einzige Programmpunkt des Altkanzlers in der russischen Hauptstadt gewesen zu sein. Wie die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass nun berichtet, feierte Schröder später noch mit Kremlchef Putin dessen 74. Geburtstag. Altkanzler in Russland : Schröder zeigt sich in Moskauer Markt "Gestern Morgen erfuhr Putin aus Medienberichten, dass Gerhard Schröder geschäftlich für die Firma Globus in Moskau sei", schreibt "Tass" unter Berufung auf Putins Pressedienst. "Der Präsident lud seinen alten Freund zu sich nach Hause ein. Aufnahmen, die vom Kreml veröffentlicht wurden, zeigen einen festen Händedruck zwischen Putin und Schröder vor einem russischen Ofen." Ob das Bild authentisch ist, ist unklar. Schröder selbst hat sich bislang nicht zu dem angeblichen Treffen geäußert. Sackgasse? Selenskyj widerspricht Rubio Für den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sind bei den Bemühungen um Verhandlungen mit Russland noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft. "Wir befinden uns nicht in einer diplomatischen Sackgasse", bekräftigte der Staatschef bei einer Pressekonferenz mit dem britischen Außenminister Ed Miliband in Pryluky. Die russische Wirtschaft müsse blockiert, Moskau mundtot gemacht und die Waffenproduktion durch Sanktionen stillgelegt werden. Zuvor hatte US-Außenminister Marco Rubio bei seinem Besuch in Lissabon bei einer Pressekonferenz gesagt, dass der Ukraine-Krieg derzeit in einer Sackgasse zu sein scheint. In einem Interview der griechischen Zeitung "Kathimerini" sagte er zudem, dass er derzeit keine Aussichten auf eine Verhandlungslösung sehe. Zugleich erneuerte Selenskyj seine Forderung, den Satelliten-Internetdienst Starlink über Russland für das ukrainische Militär freizuschalten. Sobald die Ukraine mit ihren Waffen den russischen Himmel dominiere, werde der russische Präsident Wladimir Putin sich an den Verhandlungstisch setzen. "Warum? Weil er alles verliert. Drei Monate, zwei Monate und er verliert alles", sagte Selenskyj. Dabei warf er den USA "Unwillen" vor, den Kreml zu Verhandlungen zu bewegen. Washington koste eine Freigabe von Starlink gar nichts. Dutzende Tote nach russischem Angriff auf Linienbusse Ein russischer Angriff trifft zwei Linienbusse in Kramatorsk, zahlreiche Menschen wurden verletzt. Mindestens 33 Menschen wurden getötet. Lesen Sie den ganzen Artikel hier . Ungarn gibt Veto gegen EU-Beitritt von Ukraine auf Auch nach dem Machtwechsel in Ungarn blieb eine kritische Haltung gegenüber einem EU-Beitritt der Ukraine. Das ändert sich nun. Lesen Sie den ganzen Artikel hier . Südkorea zieht Botschafter aus Kiew ab Wegen eines diplomatischen Streits mit der Ukraine zieht Südkorea seinen Botschafter Park Ki-chan aus Kiew ab. Die Verhandlungen zur Beilegung des Konflikts liefen aber weiter, betont das südkoreanische Außenministerium. Die Regierung in Seoul wirft der Ukraine den Bruch einer Geheimhaltungsvereinbarung vor, nachdem der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die Übergabe zweier gefangener nordkoreanischer Soldaten, die auf russischer Seite gegen die Ukraine gekämpft hatten, an Südkorea bekannt gegeben hatte. Zuletzt tauchten auch Berichte auf, wonach aus Südkorea knapper Diesel-Treibstoff nach Russland geliefert worden war. Drohnen treffen großes Yandex-Rechenzentrum in Russland Drohnen haben in der Nacht ein großes Rechenzentrum des russischen Technologiekonzerns Yandex in der Region Rjasan getroffen. Nach Angaben des Unternehmens brach ein Feuer aus, der Betrieb des Standorts wurde vollständig eingestellt. Yandex Cloud meldete Probleme mit der Stromversorgung und arbeitet nach eigenen Angaben daran, betroffene Dienste wiederherzustellen. Auch der Netzwerkbeobachter NetBlocks registrierte eine deutliche Störung im Yandex-Netzwerk. Der Konzern ist Russlands größtes Internetunternehmen und wird wegen seiner Suchmaschine und zahlreichen weiteren Online-Diensten häufig als russisches Pendant zu Google bezeichnet. Das betroffene Rechenzentrum liegt in Sassowo, rund 380 Kilometer südöstlich von Moskau. Auf demselben Industrieareal befindet sich der Maschinenbauer Sasta, dessen Werkzeugmaschinen auch für die russische Rüstungsindustrie von Bedeutung sind. Moldau baut Bunker an Grenzübergängen Angesichts einer wachsenden Zahl von Drohnenübergriffen rüstet die Republik Moldau ihre Grenzübergänge zur Ukraine auf. Innenministerin Daniella Misail-Nichitin hat am Mittwoch angekündigt, Schutzbauten errichten zu lassen, in denen sich Grenzbeamte und die Zivilbevölkerung in der Nähe bei einem Drohnenangriff in Sicherheit bringen können. Allein im Jahr 2026 drangen russische Drohnen laut Präsidentin Maia Sandu bereits mehr als 45-mal in den moldauischen Luftraum ein. Gleichzeitig zieht Moldau seine Grenzsoldaten teilweise von ukrainischem Boden ab. Die an den Stationen "Kryva" und "Palanka" auf ukrainischer Seite stationierten Beamten sollen künftig auf moldauisches Territorium verlegt werden. Am Übergang Palanka war zuletzt ein moldauischer Grenzbeamter durch den Einschlag einer Granate verletzt worden. Moldaus Verteidigungsministerium arbeitet unterdessen an Systemen zur Abwehr von Drohnen und Raketen und tauscht Luftlagedaten mit der Ukraine und Rumänien aus. 32 Tote nach russischen Angriffen Bei einem der schwersten russischen Luftangriffe auf die Ukraine sind am Mittwoch nach ukrainischen Angaben mindestens 32 Menschen getötet und 100 weitere verletzt worden. Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von einem der "niederträchtigsten Angriffe". Die schwersten Verluste gab es in der Stadt Pryluky in der nördlichen Region Tschernihiw, wo eine russische Rakete ein fünfstöckiges Wohnhaus zerstörte. Regionalgouverneur Wjatscheslaw Tschaus zufolge starben dort 22 Menschen, darunter fünf Kinder. Insgesamt feuerte Russland nach Angaben Selenskyjs in der Nacht 70 Raketen und Dutzende Schahed-Angriffsdrohnen auf die Ukraine ab. Mittwoch, 7. Oktober Sachsen-Anhalt: AfD und BSW wollen schnelle Sondersitzung – für Russland AfD und BSW wollen im Landtag von Sachsen-Anhalt rasch ihren ersten gemeinsamen Antrag beschließen: Es geht um die Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie den ganzen Artikel hier . Russischer Dauerangriff fordert viele Opfer Der in der Nacht begonnene russische Großangriff auf Städte der Ukraine hat nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mindestens 25 Menschenleben gefordert, unter ihnen fünf Kinder. Die Gesamtzahl der Verletzten gab er mit mindestens 100 an. Bei den Angriffen hatte das russische Militär einen Waffenmix von Drohnen, ballistischen Raketen und Marschflugkörpern eingesetzt. Kremlchef Putin, der am Mittwoch seinen 74. Geburtstag feierte, habe sich dies zum Geschenk gemacht: "Die Ermordung von Kindern, die Ermordung von Menschen." Allein in der Stadt Pryluky wurden mindestens 18 Menschen getötet und 55 weitere verletzt, wie Selenskyj mitteilte. Unter den Toten waren nach diesen Angaben auch vier Kinder, fünf Kinder wurden verletzt. In der Stadt etwa 120 Kilometer östlich von Kiew sei ein fünfstöckiger Wohnblock getroffen worden. Unter den Trümmern würden noch Verschüttete vermutet. Aus Krementschuk wurden 34 Verletzte nach einem russischen Drohnenangriff gemeldet. In der zentralen Oblast Kirowohrad starben zwei Menschen bei einem Angriff auf einen nicht näher beschriebenen Betrieb, wie die Behörden mitteilten. Drei Menschen seien dabei verletzt worden. Das russische Militär hat zuletzt seine Angriffe auf Städte und Ballungszentren in der Ukraine verstärkt und nutzt Schwächen in der ukrainischen Abwehr aus. Die ukrainische Flugabwehr leidet unter Munitionsmangel vor allem bei Waffensystemen, mit denen sich ballistische Raketen bekämpfen lassen. Daneben setzt Russland neuartige Drohnen ein, gegen die die ukrainische Flugabwehr noch keine passende Abwehrstrategie entwickelt hat. Zu Putins Geburtstag: Kiew rechnet Russlands Verluste vor Für Wladimir Putin steht in der Ukraine viel auf dem Spiel. Zu seinem Geburtstag hat der ukrainische Generalstab neue Zahlen zu Russlands Verlusten veröffentlicht. Lesen Sie den ganzen Artikel hier . Altkanzler in Russland: Schröder zeigt sich in Moskauer Supermarkt Gerhard Schröder ist in Moskau erstmals öffentlich für seinen neuen Russland-Job aufgetreten. Der Altkanzler steht wegen seiner engen Beziehungen zu Wladimir Putin seit Jahren in der Kritik. Lesen Sie den ganzen Artikel hier . Neue russische Angriffe auf Kiew Nach der Warnung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vor einem neuen russischen Großangriff ist in der Nacht erneut die Hauptstadt Kiew attackiert worden. Das Portal "The Kyiv Independent" berichtete, Russland habe einen massiven Raketen- und Drohnenangriff auf die Hauptstadt begonnen. In den frühen Morgenstunden seien zahlreiche Explosionen in der Stadt zu hören gewesen, berichteten Reporter. "Eine Rakete nach der anderen schlägt ein. Soweit ich zählen kann, sind es mindestens 10 bis 12 Explosionen. In der Innenstadt ist es ziemlich laut", wurde einer der Reporter zitiert. Der britische Journalist Tim White schreibt auf X: "Im Morgengrauen senkt sich eine düstere Wolke über Kiew." Bürgermeister Vitali Klitschko berichtete laut dem Portal von einem Angriff auf Gebäude im Bezirk Obolonskyj, die nicht zu Wohnzwecken genutzt werden. Im Bezirk Podilskyj seien Lagerhallen getroffen worden. Auch Journalisten des Mediums berichteten von Angriffen dort, Flammen und Rauch seien zu sehen gewesen. Über Schäden war zunächst nichts bekannt. Einem anderen Bericht zufolge war es bereits am Abend zu einem Drohnenangriff in der nordostukrainischen Großstadt Sumy gekommen. Die Nachrichtenagentur RBK Ukraine berichtete unter Berufung auf den Bürgermeister von einem Toten und mehreren Verletzten. Russland: Besatzung des in Brand geratenen Tankers gerettet Ein Tanker im Schwarzen Meer ist russischen Behörden zufolge in Brand geraten. Die Strände in der betroffenen Ortschaft im Süden der russischen Region Krasnodar seien für die Öffentlichkeit gesperrt, teilen die Behörden mit, ohne jedoch Einzelheiten zur Brandursache zu nennen. Die 23-köpfige Besatzung des unter liberianischer Flagge fahrenden Tankers, der "Aframax Rio", sei gerettet worden, teilt das russische Verkehrsministerium mit. Er war nach einem Angriff von einem unbemannten Schiff in Brand geraten. Die Besatzung habe ausschließlich aus indischen Staatsangehörigen bestanden. Verletzt wurde niemand. Das Ministerium erklärt, die Feuerwehr habe über ausreichende Mittel verfügt, um den Brand zu bekämpfen, sobald er an Intensität nachgelassen habe. Ukrainischer Drohnenangriff löst schweren Brand auf Öltanker aus Bei einem ukrainischen Drohnenangriff ist nach russischen Angaben am Dienstagabend ein Öltanker vor der Küste Südrusslands getroffen worden und in Brand geraten. Ein unter der Flagge Liberias fahrender Tanker sei von "Seedrohnen" angegriffen worden, teilte das russische Verkehrsministerium mit. Zudem brenne "Rohöl offen auf dem Wasser des Schwarzen Meeres" unweit des beliebten Urlaubsorts Sotschi. Wegen seines Ausmaßes hätten die Einsatzkräfte den Brand nicht löschen können, hieß es weiter. Die 23-köpfige Besatzung, alle von ihnen indische Staatsbürger, sei jedoch gerettet worden. In den Onlinediensten verbreiteten sich zahlreiche Videos und Fotos aus Sotschi. Teile der 500.000-Einwohner-Stadt waren darin von Rauch eingehüllt zu sehen. Zudem waren orange lodernde Flammen auf dem Meer und eine dichte, schwarze Rauchsäule zu sehen, die von dort aufstieg. Der Zugang zur Küste und zu den Stränden werde eingeschränkt, teilte der Bürgermeister der Stadt in den Onlinenetzwerken mit. Sowohl die Ukraine als auch Russland haben in den vergangenen Monaten ihre gegenseitigen Angriffe auf zivile und industrielle Ziele verstärkt, darunter Energie-, Transport- und Hafeninfrastruktur sowie Schiffe im Schwarzen Meer. Beide Seiten kündigten in den vergangenen Wochen an, ihre Angriffe zu intensivieren. Russland greift vermehrt wichtige Brücken in Kiew an, die von entscheidender Bedeutung für Verkehr und Logistik sind. Bei früheren ukrainischen Angriffen auf Ölanlagen in Südrussland kam es zur Bildung von Ölteppichen und zur Schließung von Stränden. Dienstag, 6. Oktober Selenskyj warnt vor massivem russischem Angriff Russland bereitet dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge einen massiven Angriff auf die Ukraine vor. "Es liegen aktuelle Geheimdienstinformationen vor, die darauf hindeuten, dass Russland einen massiven Angriff vorbereitet", sagt Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. "Die ukrainischen Sicherheitsdienste und unsere Luftwaffe sind bereit, im Rahmen unserer verfügbaren Verteidigungsmittel darauf zu reagieren." Russische Drohne tötet Polizisten in Kramatorsk Beim Einschlag einer russischen Drohne in ein Polizeiauto in Kramatorsk in der Ostukraine ist ein Polizist ums Leben gekommen. Drei weitere Polizeibeamte seien bei dem Angriff verletzt worden, teilte der regionale Polizeichef Olexander Biloschizkyj auf Facebook mit. "Es fällt schwer, Worte zu finden, wenn man einen der Seinen verliert", schrieb er. Kramatorsk liegt im Osten der Ukraine. Die Stadt gehört zu dem sogenannten ukrainischen Festungsgürtel, der seit Monaten schweren Angriffen der russischen Militärs widersteht. Russland rückt auf den "Festungsgürtel" vor: Was ein Durchbruch bedeuten könnte Bei einem russischen Angriff auf eine belebte Landstraße bei Odessa im Süden der Ukraine sind mindestens fünf Menschen verletzt worden. Mehrere Fahrzeuge, hauptsächlich Sattelschlepper, seien beschädigt worden, berichtete der regionale Militärverwalter Oleh Kiper auf Telegram. "Russland geholfen": Kiew kritisiert Verbündeten scharf Die Ukraine hat Südkorea wegen der Lieferung von Treibstoff an Russland scharf kritisiert. Die Lieferungen stünden "in scharfem Kontrast" zur Sanktionspolitik Südkoreas, sagte der ukrainische Präsidentenberater Wladyslaw Wlasjuk. Seoul habe Moskau damit geholfen, die durch ukrainische Angriffe ausgelöste Treibstoffknappheit auszugleichen. Laut einem Bericht des britischen "Guardian", der sich auf Angaben von Häfen und Schiffstracking-Daten stützt, wurden im Juli und August 176.000 Tonnen Ölprodukte von Südkorea nach Russland verschifft. Aus den Unterlagen geht demnach nicht hervor, wem der Treibstoff gehörte oder wer ihn verkaufte. Die Lieferungen machten dem Bericht zufolge im August fast ein Drittel der russischen Treibstoff-Importe auf dem Seeweg aus. Drei der sieben eingesetzten Tanker sind demnach mit westlichen Sanktionen belegt. "Diese Lieferungen begannen genau zu dem Zeitpunkt, als ukrainische Angriffe auf russische Raffinerien die Verarbeitungskapazitäten verringerten und in der Russischen Föderation einen Treibstoffmangel verursachten", sagte Wlasjuk, der den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Sanktionsfragen berät. "Mit anderen Worten: Importe aus Südkorea haben Russland de facto dabei geholfen, die Folgen des Verlustes seiner eigenen Raffineriekapazitäten auszugleichen." Südkorea hatte nach dem Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine verschärfte Exportkontrollen gegenüber Russland und dessen Verbündeten Belarus verhängt. Außerdem schränkte Seoul Geschäfte mit den wichtigsten russischen Banken und der Zentralbank ein. Angriffe im Schwarzen Meer – ein Schiff sinkt Zwei Handelsschiffe sind in bulgarischen Gewässern des Schwarzen Meeres von Drohnen angegriffen worden. Das teilte Bulgariens Ministerpräsident Rumen Radew laut der bulgarischen Nachrichtenagentur BTA in Sofia mit. Beide Schiffe wurden beschädigt, eines davon ist gesunken. Die gesamte Besatzung des gesunkenen Schiffs, das unter der Flagge von Togo unterwegs war, werde vermisst. Die Suche nach ihr sei im Gange. Auf dem anderen Schiff sei ein Brand ausgebrochen – 18 Menschen seien von dort gerettet worden, zwei davon schwer verletzt, sagte Radew weiter. Dieses Schiff habe unter der Flagge von Palau Getreide transportiert. Die Besatzung bestehe aus elf Türken und sieben Indern. Zu dem Zwischenfall sei es gegen 03 Uhr morgens 70 Seemeilen östlich der bulgarischen Schwarzmeer-Stadt Byala gekommen. Zum Ursprung der Drohnen äußerte sich Radew nicht. Es seien mehrere Drohnen gewesen, die aus dem Meer und aus der Luft gekommen seien. Radew verurteilte den Vorfall als "absolut groben Verstoß gegen das Völkerrecht" im Kontext des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. Es drohe eine Ausweitung dieses Krieges, falls er nicht beendet werde, sagte Bulgariens Premier weiter. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bezeichnete daraufhin die Situation im Schwarzen Meer als "zunehmend besorgniserregend", wie sie auf der Plattform X schrieb. "Handelsschiffe – und unschuldige Crews – werden zum Ziel genommen, es hat bereits Leben auf See gekostet." Die EU stehe solidarisch an der Seite ihrer Mitglieder an der Ostflanke. Von der Leyen bezog sich damit auch auf einen ähnlichen Vorfall am Montag an der rumänischen Küste. Dort war auf einem Handelsschiff Feuer ausgebrochen, zwei Seeleute starben. Rumänische Medien mutmaßten, dass ein Drohnenangriff Ursache des Vorfalls war, eine offizielle Bestätigung rumänischer Behörden gab es dafür bislang nicht. Russischer Marschflugkörper trifft Krankenhaus Durch russische Luftangriffe auf die Ukraine sind im Verlauf eines Tages mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen, mehr als hundert weitere wurden verletzt. Das berichtete die Zeitung "Kyiv Independent". Besonders betroffen war die Stadt Krywyj Rih im Süden der Ukraine. Dort schlugen russische Banderol-Marschflugkörper in einer Klinik ein. Nach Angaben der lokalen Behörden wurden dabei vier Menschen verletzt, darunter zwei Angehörige des medizinischen Personals. Russland überzieht die Ukraine seit Wochen mit massiven Luftangriffen. Das liegt auch daran, dass Kiew kaum mehr über Luftabwehrwaffen verfügt. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sagte der Ukraine bei seinem jüngsten Besuch in Kiew, die Lieferung von 15.000 Abfangdrohnen zu. Massiver Drohnenangriff auf Moskau fordert mindestens zwei Tote Die Ukraine hat in der Nacht einen massiven Drohnenangriff auf Moskau und das Umland gestartet. Nach Angaben des Moskauer Bürgermeisters Sergej Sobjanin waren seit Montagabend rund 650 Drohnen in Richtung der russischen Hauptstadt und der umliegenden Region unterwegs. Die meisten seien bereits weiter außerhalb abgefangen worden. Allein im direkten Anflug auf Moskau seien zunächst 105 Drohnen abgeschossen worden, später meldete Sobjanin weitere 29. In der Region Moskau kamen nach Angaben von Gouverneur Andrej Worobjow zwei Menschen ums Leben, neun weitere wurden verletzt. In sieben Kommunen seien insgesamt 47 Privathäuser beschädigt worden. Worobjow zufolge schossen die russische Luftabwehr und elektronische Abwehrsysteme über dem Moskauer Gebiet insgesamt 185 Drohnen ab oder brachten sie zum Absturz. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Bei dem Angriff geriet offenbar auch eine große Treibstoffanlage südöstlich von Moskau in Brand. Aufnahmen von Augenzeugen zeigen Flammen und dichten Rauch auf dem Gelände der Anlage "Wolodarskaja" nahe Konstantinowo. Das unabhängige russische Medium "Astra" ordnete die Bilder dem Gelände zu. Die Anlage gilt als größtes Öldepot im Moskauer Gebiet und als wichtiger Knotenpunkt für die Versorgung Moskaus und der Region mit Erdölprodukten. Auch mehrere Moskauer Flughäfen sind über Pipelines mit der Anlage verbunden. Russische Behörden äußerten sich zunächst nicht zu dem Brand. Wie schwer die Anlage beschädigt wurde, war zunächst unklar. Von ukrainischer Seite gab es zunächst keine Angaben zu dem Angriff. Russischer Angriff beschädigt Brücke über Dnipro Bei einem russischen Angriff auf die ukrainische Stadt Saporischschja ist am Dienstagmorgen eine Brücke über den Dnipro beschädigt worden. Aufnahmen der regionalen Behörden zeigen Schäden an der Fahrbahn. Welche Brücke getroffen wurde, teilten die Behörden zunächst nicht mit. Der Verkehr wurde vorübergehend gesperrt beziehungsweise umgeleitet. Bei dem Angriff wurden nach Angaben des amtierenden Gouverneurs der Region, Mychajlo Semikin, fünf Menschen verletzt. Unter ihnen sind zwei 43 und 54 Jahre alte Mitarbeiter des Roten Kreuzes, die sich auf dem Weg zur Arbeit befanden. Auch zwei Frauen im Alter von 24 und 59 Jahren sowie ein 36 Jahre alter Mann wurden verletzt. Russland hatte zuletzt wiederholt Brücken über den Dnipro angegriffen. Anfang Oktober waren bei mehreren Drohnenangriffen auch die Süd- und die Nordbrücke in der Hauptstadt Kiew beschädigt worden. Wadephul verteidigt Handschlag mit Lawrow Bundesaußenminister Johann Wadephul geht davon aus, dass Russland über den Krieg mit der Ukraine hinaus weitergehende Pläne hat. Russland habe vor dem Krieg ein gutes Auskommen mit der Ukraine gehabt, zudem habe keiner Russland bedroht, das Land habe gute Lieferverträge auch mit Deutschland gehabt, sagte der CDU-Politiker in der ntv-Sendung "Pinar Atalay". "Und deswegen müssen wir doch davon ausgehen, dass Russland weitergehende Pläne hat." Auf die Frage, was genau unter weitergehenden Plänen zu verstehen sei, antwortete Wadephul, dass Präsident Wladimir Putin in der Vergangenheit den Zusammenbruch der Sowjetunion als größte Katastrophe des 20. Jahrhunderts bezeichnet habe. "Wenn das die größte Katastrophe war, dann möchte er die wahrscheinlich reparieren." Dazu gehöre die Ukraine, dazu gehört auch Georgien, Moldau und das Baltikum. "Das sind jetzt EU- und Nato-Mitglieder und damit sind wir dann selbst auch betroffen als Alliierte." Bei seinem Gespräch mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow am Rande der UN-Generalversammlung vor mehr als einer Woche habe er die Drohnenvorfälle in Leipzig angesprochen, erklärte der Außenminister. "Für Deutschland ist da eine Linie überschritten worden und hat es eine neue Qualität." Dass er Lawrow bei dem Treffen die Hand gegeben habe, verteidigte Wadephul: "Die Zivilisation – die legt man nicht ab, nur weil die Person, die man trifft und mit der man spricht, völlig andere Werte vertritt als man selber. Dafür hat man einen Außenminister, damit er auch Gespräche führt, die man sich nicht gerade wünscht. Oder wo man nicht nachts träumt: Hoffentlich kann ich endlich dieses Gespräch führen." Montag, 5. Oktober "Ich gehe davon aus": Selenskyj deutet Verhandlungen an Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hofft trotz der verstärkten russischen Angriffe auf sein Land auf eine baldige Wiederaufnahme von Gesprächen über eine Beendigung des Kriegs. "Ich gehe davon aus, dass es der amerikanischen Seite im Oktober gelingen wird, ein Dreiertreffen zu organisieren", sagte er in seiner abendlichen Videoansprache. Das ukrainische Verhandlungsteam stehe bereit. "Diese Bereitschaft muss nun auch von Russland kommen." Die Diplomatie müsse nun auch in Russland zur Priorität werden. "Bislang konzentrieren sie sich ausschließlich auf Angriffe auf die Ukraine und auf destabilisierende Aktivitäten in Europa", sagte Selenskyj. Eine wichtige Aufgabe der USA und aller starken Partner der Ukraine sei es, Russland zur Diplomatie zu bewegen, "zu konkreten Schritten statt zu Tötungen". Russland hat seit Beginn seines Angriffskriegs gegen die Ukraine mehrfach angedeutet, zu Verhandlungen unter Bedingungen bereit zu sein, sich dann aber wieder distanziert. Eine echte Gesprächsbereitschaft Moskaus wird von Kiew, seinen westlichen Verbündeten und Beobachtern stark angezweifelt. Kremlchef Wladimir Putin hatte Anfang des Monats erneut betont, Russland sei bereit, Verhandlungen aufzunehmen und schnellstmöglich abzuschließen. "Aber natürlich zu Bedingungen, die auch für die Russische Föderation, für unser Volk und für das russische Volk akzeptabel sind", schränkte er ein. Tote und Verletzte bei Gleitbombenangriff auf Charkiw Durch russische Fliegerbomben sind in der ostukrainischen Großstadt Charkiw nach Behördenangaben mindestens drei Menschen getötet worden. Bürgermeister Ihor Terechow schrieb auf Telegram außerdem von mindestens 29 Verletzten. Unter den Trümmern eines Wohnhauses werde noch nach Vermissten gesucht. Eine Lagerhalle sei in Brand geraten. Nach Terechows Angaben griff die russische Luftwaffe die Stadt mit drei sogenannten Gleitbomben an. Kampfjets klinken diese Bomben im sicheren eigenen Luftraum aus, sie fliegen dann gesteuert über Dutzende Kilometer ins Ziel. Schon in der Nacht war in Charkiw ein Mann bei einem russischen Angriff getötet worden. Dabei hatte die russische Armee unter anderem kleine Marschflugkörper des Typs Banderol eingesetzt. Im Süden der Ukraine schlug während eines russischen Angriffs ein Geschoss an einem Grenzübergang zur Republik Moldau ein. Dabei wurde nach Medienberichten ein ukrainischer Grenzbeamter leicht verletzt. Ein Reisebus und ein Abfertigungshäuschen am Übergang nach Palanca in Moldau seien beschädigt worden. Russland hat in den vergangenen Wochen immer wieder ukrainische Grenzübergänge nach Polen, Moldau und Rumänien angegriffen. Auf diese Weise soll die Ukraine isoliert werden. Russland überzieht das Nachbarland seit mehr als viereinhalb Jahren mit einem Angriffskrieg. Von Drohne getroffen? Frachter sinkt im Schwarzen Meer – Tote Bei einem Unglück auf einem Handelsschiff im Schwarzen Meer sind zwei Seeleute ums Leben gekommen. Elf Crew-Mitglieder seien gerettet worden, teilte das rumänische Innenministerium mit. Das Schiff sei gesunken. Rumänische Medien hatten berichtet, dass es von einer Drohne getroffen worden sei. Dafür gab es zunächst keine offizielle Bestätigung. Zu dem Unglück sei es 30 Seemeilen südlich des rumänischen Schwarzmeer-Orts Sfantu Gheorghe gekommen, hieß es weiter aus dem Innenministerium in Bukarest. Das Unglück, bei dem es auf dem Schiff auch zu einem Brand gekommen sei, habe sich in der ausschließlichen Wirtschaftszone Rumäniens im Schwarzen Meer ereignet, schrieb das Ministerium weiter. Unbestätigten Medienberichten zufolge soll es sich um ein türkisches Schiff handeln, das mit Getreide beladen auf dem Weg nach Italien war. Mehr Durchschlagskraft, bessere Ortung: Putins neue Geran-4 Putins Militär greift die Ukraine mit verbesserten Drohnen an. Kiews Analysten stellen nun ein Bauteil aus den USA sicher. Den ganzen Artikel lesen Sie hier . Russland verliert offenbar weiter massiv Raffineriekapazitäten Russlands Ölraffinerien haben nach Angaben aus Kiew bislang 51 Prozent ihrer Produktionskapazitäten infolge von ukrainischen Drohnenangriffen eingebüßt. Das sagte der ukrainische Verteidigungsminister Jewhenij Chmara laut "Kyiv Independent" am Sonntag unter Berufung auf ukrainische Geheimdienste. Demnach hat Russland seit der letzten Einschätzung aus Kiew vom 21. September weitere sechs Prozent an Raffineriekapazitäten verloren. "51 Prozent zerstörte Raffineriekapazitäten sind ein erheblicher Schlag gegen die Wirtschaft des Feindes und seine Fähigkeit, Krieg zu führen und seine Armee zu unterhalten", sagte Verteidigungsminister Chmara laut "Kyiv Independent". "Dies ist das Ergebnis systematischer Aktionen mit dem Ziel, Russlands Kriegsmaschinerie und sein militärisch-wirtschaftliches Potenzial zu zerstören", so der Verteidigungsminister weiter. Seit etwa zwei Jahren greift die ukrainische Armee gezielt Anlagen der russischen Ölindustrie an, die wichtigste Finanzierungsquelle des russischen Staates. In diesem Jahr hat die Ukraine die Kampagne gegen Raffinerien, Öldepots und Verladehäfen in Russland verstärkt, auch dank effektiverer Drohnen, die weiter fliegen und größeren Schaden anrichten als früher. Im Bereich der Drohnenkriegsführung sei die Entwicklung aber noch nicht am Ende, so Jewhenij Chmara. "Wir werden unsere Fähigkeiten für Fernschläge weiter ausbauen". Kiew meldet 1,54 Millionen russische Verluste seit Kriegsbeginn Russland hat nach Angaben des ukrainischen Generalstabs seit Beginn der großangelegten Invasion vor mehr als vier Jahren rund 1,54 Millionen Soldaten verloren. Allein in den vergangenen 24 Stunden seien 2.020 weitere Verluste hinzugekommen. Darüber hinaus meldet der Generalstab erhebliche Verluste bei militärischem Gerät. Demnach wurden seit Kriegsbeginn unter anderem 12.393 Panzer, 25.487 gepanzerte Fahrzeuge, 50.733 Artilleriesysteme und 1.688 Luftabwehrsysteme zerstört oder anderweitig außer Gefecht gesetzt. Die Angaben zu den personellen Verlusten lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Der ukrainische Generalstab veröffentlicht keine Angaben zu den eigenen Verlusten und begründet dies mit der operativen Geheimhaltung. Unabhängige westliche Thinktanks gehen davon aus, dass die russischen Verluste die ukrainischen deutlich übersteigen. Das "Center for Strategic and International Studies" (CSIS) schätzte das Verhältnis im Januar 2026 auf etwa 2,5 zu 1 beziehungsweise 2 zu 1. Demnach hat die Ukraine zwischen Februar 2022 und Dezember 2025 wahrscheinlich zwischen 500.000 und 600.000 Verluste erlitten. Darunter sollen zwischen 100.000 und 140.000 im Kampf getötete Soldaten sein. Russland meldet Einkesselung – doch Belege fehlen Russland hat im Raum Wowtschansk eine größere ukrainische Einheit als eingekesselt bezeichnet. Eine aktuelle Analyse des unabhängigen russischen Mediums "Meduza" zieht diese Darstellung jedoch in Zweifel. Demnach liegen zwischen den bislang durch Videos belegten russischen Positionen noch rund 17 Kilometer. Zudem seien auch Wochen nach der russischen Erfolgsmeldung weiterhin ukrainische gepanzerte Fahrzeuge in dem angeblich eingeschlossenen Gebiet zu sehen. Die Lage für die ukrainischen Truppen bleibt dennoch schwierig. Laut "Meduza" fehlen Kiew in dem Abschnitt Kräfte, um eingedrungene russische Einheiten zurückzudrängen. Russische Truppen befinden sich demnach teils nur noch rund 15 Kilometer von Welykyj Burluk entfernt, einem wichtigen Versorgungsknoten für die Frontabschnitte bei Wowtschansk und Kupjansk. Ukraine: Ein Toter bei russischem Luftangriff auf Charkiw Bei einem russischen Luftangriff auf Charkiw ist nach ukrainischen Angaben eine Person getötet worden. Sechs weitere Menschen wurden verletzt, teilt Bürgermeister Ihor Terechow auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Ukrainische Drohnen versorgen besetztes Oleschky Die Ukraine versorgt nach eigenen Angaben die russisch besetzte Stadt Oleschky im Süden des Landes erneut per Drohne mit Hilfsgütern. In knapp 400 Paketen habe das Militär fast vier Tonnen Lebensmittel und Medikamente geliefert, teilt Außenminister Andrij Sybiha auf der Plattform X mit. Die Frontstadt am Dnipro ist seit 2022 von Russland besetzt. Der Kreml räumt Versorgungsengpässe in Oleschky ein, an deren Lösung das russische Militär arbeite. Selenskyj hofft weiter auf Taurus Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wünscht sich von Deutschland weiter den Marschflugkörper Taurus, der Ziele in 500 Kilometern Entfernung präzise treffen kann. Nach seinem Treffen mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in Kiew sagte er auf die Frage, ob er nach all den Jahren der vergeblichen Bitten weiter Hoffnung auf den Taurus habe: "Natürlich. Niemals aufgeben." Die Ukraine hatte die Bundesregierung im Mai 2023 offiziell um die Lieferung der wegen ihrer Treffsicherheit und hohen Durchschlagskraft besonders begehrten Marschflugkörper gebeten. Der damalige Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) lehnte dies ab, auch weil er eine weitere Eskalation des Kriegs befürchtete. Merz hatte dagegen noch im Wahlkampf 2025 Sympathien für eine Lieferung erkennen lassen – bei einer europäischen Abstimmung. "Alle Länder, die auf der richtigen Seite sind, müssen der Ukraine alles an militärischer Hilfe geben, was die Ukraine braucht", sagte Selenskyj. Das mache eine echte Partnerschaft aus. Merz hatte ihm zuvor die Freigabe von einer Milliarde Euro für die Beschaffung von Abfangdrohnen und Waffen größerer Reichweite zugesagt. Um den Taurus geht es dabei aber nicht.
