VW ID. Tiguan: Elektro-SUV kommt 2027 als Nachfolger des ID.4
Aus ID.4 und ID.5 wird ID. Tiguan: VWs Elektro-SUV bekommt ein neues Design – und auch die klassischen Türgriffe kehren zurück. Technisch ändert sich hingegen wenig. Bereits vor mehreren Monaten hatte sich abgezeichnet, dass der ID.4 einen Nachfolger bekommt, sein Coupé-Bruder ID.5 jedoch keinen: Im kommenden Jahr betritt das Elektro-SUV ID. Tiguan die Bühne – auf einer weiterentwickelten technischen Plattform, mit deutlich ruhigerem Design und einem neuen Innenraum samt frischem Bedienkonzept. Optisch unterscheidet sich der ID. Tiguan deutlich von seinen beiden Vorgängern. Die neue Designsprache hatte VW bereits mit ID. Polo und ID. Cross eingeführt. Die Linienführung wirkt deutlich ruhiger als noch beim ID.4 und ID.5, an der Front verbindet ein dunkles Designelement die beiden Scheinwerfer. Auch am Heck findet sich ein breites Leuchtenband. Neu außerdem: Die bislang elektrisch gesteuerten Türgriffe, die Probleme mit Feuchtigkeitseintritt gemacht hatten, werden durch klassische Bügelgriffe ersetzt. Gegenüber dem ID.4 ist der Elektro-Tiguan um vier Zentimeter gewachsen und misst nun 4,62 Meter in der Länge. Der Kofferraum fasst 534 bis 1.577 Liter, hinzu kommt erstmals ein 32 Liter großes Staufach unter der Fronthaube (ein sogenannter Frunk). Das Cockpit erinnert in seinen Grundzügen ebenfalls an ID. Cross und ID. Polo – auch im Elektro-Tiguan gibt es künftig ein oben und unten abgeflachtes Lenkrad sowie richtige Knöpfe für die Bedienung von Klimatisierung oder Lautstärke. Vor dem Fahrer sitzt ein 10-Zoll-Display, in der Mitte ein Touchscreen mit 15 Zoll (ca. 38 Zentimeter). Erstmals in einem europäischen VW ist zudem ein 12-Zoll-Bildschirm für den Beifahrer erhältlich, auf dem etwa Musik ausgewählt oder der Fahrtverlauf angesehen werden kann. Auch den schon in den Elektro-Kleinwagen eingeführten Retromodus gibt es hier wieder. Sprich: Auf dem Display lassen sich statt moderner Zahlen auch klassische Tachoskalen einblenden. Während ID. Polo und ID. Cross noch den Stil des ersten Golfs aufgriffen, gibt es im Tiguan die blau hinterleuchteten Rundinstrumente des Golf IV als Option. Drei Antriebsvarianten stehen zur Wahl, wobei sich im Vergleich zum Vorgänger relativ wenig verändert: Die Basis kombiniert einen 140 kW/190 PS starken Heckmotor (vorher: 170 PS) mit einer 58-kWh-Batterie (vorher 52 kWh) für bis zu 450 Kilometer Reichweite. Darüber rangiert ein Hecktriebler mit 210 kW/286 PS und 77-kWh-Akku, der bis zu 600 Kilometer ermöglichen soll. Die ebenfalls mit der größeren Batterie ausgestattete Allradversion leistet 220 kW/299 PS und kommt auf bis zu 560 Kilometer. Die Ladeleistung ist ebenfalls etwas gestiegen, wobei das vom Vorgänger übernommene 400-Volt-Bordnetz keine großen Fortschritte ermöglicht: Der kleine Akku lädt mit bis zu 105 kW (26 Minuten von 10 auf 80 Prozent), der größere mit bis zu 165 kW (29 Minuten von 10 auf 80 Prozent). Die maximale Anhängelast beträgt je nach Batterieversion 1.800 beziehungsweise 2.000 Kilogramm. Zur Ausstattung zählt außerdem One-Pedal-Driving, womit der Wagen beim Loslassen des Fahrpedals bis zum Stillstand verzögern kann. Hinzu kommen ein digitaler Fahrzeugschlüssel und eine Vehicle-to-Load-Funktion zur Stromversorgung externer Geräte. Produziert wird der ID. Tiguan im Werk Emden . Der Vorverkauf startet am 13. Oktober zu Preisen ab rund 42.700 Euro.
