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Wärmepumpen aus China: Heizungsbauer warnen vor nächstem Angriff

China ist bei Solaranlagen bereits der Weltmarktführer, auch bei E-Autos greift das Land schon an. Heizungshersteller warnen: Als Nächstes sind Wärmepumpen dran. Deutsche Wärmepumpenhersteller warnen vor Plänen der chinesischen Regierung, bald die Wärmepumpenbranche weltweit zu dominieren. Peking verfolge in diesem Bereich dieselbe Strategie, die sie schon bei Solaranlagen, Batterien und Elektroautos angewendet hat. Kai Schiefelbein, Geschäftsführer des deutschen Wärmepumpenherstellers Stiebel Eltron, warnt in einer aktuellen Pressemitteilung vor einem Verlust der europäischen Branche, sollte Europa dem nicht entgegentreten. "China setzt konsequent auf Zukunftsindustrien", so der CEO, der auch im Vorstand des Wärmepumpenverbands BWP sitzt. China subventioniere und fördere Schlüsselindustrien wie Windenergie, Photovoltaik und Batteriezellenfertigung , um in diesen Branchen Weltmarktführer zu werden. "Das ist legitim und aus meiner Sicht industriepolitisch ausgesprochen klug. Und damit stellt sich nicht die Frage irgendwelcher moralischer Bewertungen, sondern es stellt sich die Frage, was tun wir, um weiterhin als Europa industriell signifikant zu sein." China will Wärmepumpen kleiner und günstiger machen Der "Aktionsplan zur Förderung einer hochwertigen Entwicklung in der Wärmepumpenindustrie" wurde 2025 von der Regierung in Peking erarbeitet und veröffentlicht. Darin beschreibt China seinen Plan, durch verbesserte Standards, kleinere Modelle und günstige Komponenten auf den internationalen Markt zu drängen. Die Regierung in Peking nimmt sich vor, in Forschung und Entwicklung zu investieren, um bis 2030 mindestens 20 Prozent effizientere Geräte als heute anbieten zu können. Tatsächlich ist China laut einem Bericht der Internationalen Energieagentur (IEA) schon heute der führende Wärmepumpenhersteller weltweit. Die meisten Geräte werden aber noch im Inland verbaut, um vor allem ältere Kohleöfen in chinesischen Städten zu ersetzen. Laut der IEA kann China die Anlagen bis zu 50 Prozent günstiger herstellen als Produzenten in allen anderen Regionen der Welt. Sollte der inländische Wärmepumpenmarkt zu schwächeln beginnen, dürften die Hersteller auf dem internationalen Markt nach Abnehmern suchen. Davor fürchtet sich die deutsche Wärmepumpenbranche, die ihre Geräte nicht zu chinesischen Preisen herstellen kann. "Mit Industriepolitik gilt es zu verhindern, dass der Massenmarkt für Wärmepumpen an die Chinesen geht", sagt deshalb Schiefelbein. Konkret fordert er klare politische Bekenntnisse zur Wärmepumpe, die ein Wachstum der Branche im Inland und in Europa fördern. Flankiert werden sollte das mit guter Förderung und niedrigen Strompreisen, die die Wärmepumpe gegenüber anderen Technologien attraktiver machen. Merz will Strom günstiger machen Am Montag hatte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) auch verkündet, die Stromsteuer für Privathaushalte zu senken und so ein Sinken der Preise zu ermöglichen. Dies würde alle Verbraucher entlasten – Großverbraucher mit Wärmepumpen oder Elektroautos aber ganz besonders. Zudem hatte die Regierung im Sommer eine neue Förderung für den Heizungstausch beschlossen, der Eigentümern bis mindestens 2029 einen Zuschuss zur Wärmepumpe gewährt. Auch im Bereich der Elektromobilität versucht die EU, sich gegen die Flut an Exporten aus China zu wehren. Vergangene Woche rang Europa den Chinesen einen Handelsdeal ab, laut dem Peking die Zahl der exportierten Hybridautos drosseln will. Zudem greifen seit 2024 Sonderzölle auf Elektroautos aus China.