Scorpions aus Hannover: Rudolf Schenker zeigt seine zweite Leidenschaft
Scorpions-Gründer Rudolf Schenker begeistert sich nicht nur für Rockmusik. Nach 25 Jahren kehrt der 78-Jährige zu einer alten Leidenschaft zurück. Normalerweise steht Rudolf Schenker mit seiner Gitarre auf den großen Bühnen dieser Welt. Doch jetzt hat die Scorpions-Legende eine ganz andere Rolle übernommen: Der 78-Jährige schickte beim Finale der Deutschen Tourenwagen-Masters (DTM) die Rennfahrer auf die Strecke. Der Gründer der Rockband aus Hannover besuchte am vergangenen Wochenende den Hockenheimring. Dort hatte er zuletzt vor 25 Jahren ein DTM-Rennen verfolgt. Schuld an der langen Pause war seine Musikkarriere. Scorpions-Gründer kehrt nach 25 Jahren zurück "Unser Tourplan ließ es einfach nicht zu, zwischendurch mal ein DTM-Rennen zu erleben", sagte Schenker laut einer Mitteilung des ADAC. Bei seiner Rückkehr sei er ziemlich aufgeregt gewesen. "Die Atmosphäre mit den Fans, den Fahrern und diesen tollen Fahrzeugen ist einfach fantastisch. Ich genieße jeden Augenblick." Am Samstag (10. Oktober) tauschte der Musiker seine Gitarre gegen ein Startschild. Mit der Aufschrift "Drivers start your engines" gab er das Signal für den 15. Saisonlauf. Anschließend blickte er hinter die Kulissen des Motorsports. Dabei blieb es nicht beim Zuschauen. Wie die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" (HAZ) berichtet, durfte Schenker auch in einem Rennwagen mitfahren. Begleitet wurde er von seinem Sohn Marcel (55), der ebenfalls ein großer Motorsport-Fan ist. Rudolf Schenker fährt auch privat gern schnell Besonders die spannenden Zweikämpfe auf der Rennstrecke begeisterten Schenker. Anders als in der Formel 1 würden die Autos nicht wie Perlen an einer Schnur hintereinanderfahren, erklärte er der "HAZ". Stattdessen kämpften die Fahrer bis zur letzten Sekunde um ihre Platzierungen. Und wie sieht es bei ihm selbst hinter dem Steuer aus? Auch abseits der Rennstrecke hat Schenker eine Schwäche für Geschwindigkeit. Auf die Frage, ob er deshalb schon Punkte in Flensburg gesammelt habe, antwortete er der "HAZ": "Ich fahre zwar gern schnell, aber nicht so schnell, dass ich Punkte sammle." Das war nicht immer selbstverständlich. In den Anfangsjahren der Scorpions mussten seine Autos vor allem eines bieten: genügend Platz für die Musikausrüstung. Besonders zuverlässig waren sie offenbar nicht. "Leider waren sie immer schon steinalt und wir mussten mehr daran schrauben als sie fahren", erinnerte sich Schenker.
