Fehlermeldung

Deprecated function: Array and string offset access syntax with curly braces is deprecated in include_once() (line 20 of /mnt/web715/a0/94/5496894/htdocs/automotivemedia-cms/includes/file.phar.inc).

Mercedes-AMG SUV mit 1.169 PS: Elektro-SUV mit Kraft wie ein Sportwagen

Mercedes-AMG verpackt seine neue Elektroplattform in einem großen SUV. Die Technik erinnert stark an den GT 4-Türer – doch es gibt Unterschiede. Mercedes-AMG stellt ein neues Elektro-SUV vor. Der AMG GT SUV ist das erste selbst entwickelte SUV der Marke – und zugleich das zweite Modell auf der neuen Technik-Plattform AMG.EA. Diese nutzt bereits der elektrische AMG GT 4-Türer. Im Kern geht es bei beiden Autos um dieselbe Grundidee: Hohe Leistung, kurze Ladezeiten und wiederholbare Performance stehen im Mittelpunkt, beim SUV wird diese Technik nur in eine größere und praktischere Karosserie verpackt. Dass beide Modelle eng verwandt sind, zeigt schon der Blick auf die wichtigsten Leistungsdaten: 1.169 PS im Topmodell, bis zu drei Motoren, 800-Volt-Technik und sehr hohe Ladeleistungen. Mehr Platz als im GT 4-Türer Das AMG GT SUV ist 5,08 Meter lang, gut zwei Meter breit und 1,66 Meter hoch. Der Kofferraum fasst 607 Liter, bei umgeklappter Rückbank bis zu 1.740 Liter. Dazu kommt ein vorderes Staufach mit 111 Litern Volumen. Innen setzt Mercedes-AMG auf drei Displays, eine tiefe Sitzposition und eine fahrerorientierte Gestaltung. Die Rückbank ist als Dreiersitzbank ausgelegt, die Lehnen lassen sich umklappen. Zweites AMG-Modell auf neuer Plattform Trotzdem ist das SUV nicht einfach die gleiche technische Basis mit höherem Dach und mehr Praxisnutzen. Mercedes-AMG bietet es mit zwei Batteriegrößen an: 106 oder 128 kWh netto. Beim AMG GT 4-Türer gibt es nur die 106-kWh-Batterie. Damit bekommt das SUV mehr Spielraum bei der Reichweite und gleicht einen Teil der Nachteile aus, die ein größeres und höheres Auto mitbringt. Für AMG GT 55 SUV und AMG GT 63 SUV nennt Mercedes-AMG mit kleiner Batterie eine Reichweite von 525 bis 585 Kilometer nach WLTP. Mit der größeren 128-kWh-Batterie sollen 620 bis 700 Kilometer möglich sein. Der AMG GT 4-Türer kommt auf bis zu knapp 700 Kilometer. Gleiche Leistung, aber andere Fahrwerte Die Verwandtschaft zum Viertürer zeigt sich vor allem bei der Leistung. Das Topmodell AMG GT 63 SUV kommt auf 860 kW, also 1.169 PS. Damit liegt es exakt auf dem Niveau des AMG GT 4-Türers in der stärksten Ausführung. Auch die Dauerleistung, also die Leistung, die auf lange Zeit verfügbar ist, ist gleich: Beide Modelle erreichen 530 kW beziehungsweise 721 PS. In beiden Fällen arbeiten drei Elektromotoren, bei den stärkeren SUV-Versionen sind es sogenannte Axial-Fluss-Motoren. Beim Sprint hat die flachere Sportlimousine aber Vorteile. Der AMG GT 63 SUV beschleunigt laut Mercedes-AMG in 2,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Der 4-Türer schafft den Sprint auf 100 km/h in 2,1 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit des SUV liegt mit "Driver's Package" bei 270 km/h, der AMG GT 4-Türer erreicht bis zu 300 km/h. Das ist keine Überraschung. Ein großes SUV ist höher, schwerer unter den Wind zu bekommen und auf mehr Nutzwert ausgelegt. AMG begegnet dem mit aktiver Aerodynamik, unter anderem mit Luftleitelementen, Dachspoiler und verkleidetem Unterboden. Ganz wegdiskutieren lässt sich die Karosserieform aber nicht. Wie beim AMG GT 4-Türer spielt auch beim neuen SUV der Klang eine Rolle. Mercedes-AMG nutzt künstlich erzeugte Soundwelten, die auf realen AMG-Motoraufnahmen basieren. Je nach Fahrprogramm verändert sich die akustische Begleitung. Laden mit bis zu 710 kW Beim Laden liegt das SUV vorn: Mit der 106-kWh-Batterie sind bis zu 600 kW Ladeleistung möglich. Das entspricht dem Wert des AMG GT 4-Türers. Mit der größeren 128-kWh-Batterie nennt Mercedes-AMG für den SUV sogar bis zu 710 kW. Von 10 auf 80 Prozent soll das Laden je nach Batterie in 11 oder 12 Minuten möglich sein. In zehn Minuten sollen bis zu 454 Kilometer WLTP-Reichweite nachgeladen werden. Solche Werte setzen passende Schnellladesäulen voraus. Die sind allerdings noch selten. Viel Technik gegen viel Gewicht Damit das große SUV nicht nur geradeaus schnell ist, bekommt es ein umfangreiches Fahrwerkspaket. Dazu gehören ein adaptives Fahrwerk mit aktiver Wankstabilisierung und eine Hinterachslenkung. Die Hinterräder können je nach Geschwindigkeit um bis zu sechs Grad einschlagen. Beim elektrischen Allradantrieb sitzen zwei Motoren an der Hinterachse, ein weiterer an der Vorderachse. Drei Varianten geplant Zum Start plant Mercedes-AMG drei Versionen. Den Einstieg bildet der AMG GT 53 SUV mit 400 kW beziehungsweise 544 PS. Er nutzt zwei permanenterregte Synchronmotoren und eine 106-kWh-Batterie. Diese Variante ist ab dem 20. Oktober 2026 bestellbar und kostet ab 113.050 Euro. Darüber rangieren AMG GT 55 SUV und AMG GT 63 SUV. Beide setzen auf drei Axial-Fluss-Motoren und können mit 106- oder 128-kWh-Batterie bestellt werden. Der GT 55 leistet 600 kW beziehungsweise 816 PS, der GT 63 kommt auf 860 kW beziehungsweise 1.169 PS. Diese beiden Versionen sollen im Frühjahr 2027 folgen. Preise nennt Mercedes-AMG dafür noch nicht. Beim AMG GT 4-Türer kosten die stärkeren Varianten 155.000 beziehungsweise knapp 200.000 Euro für den GT 63 4Matic+.