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Kerstin Lee Langley: Verdächtige gesteht – drei Tatverdächtige im Fokus

19 Jahre gab es kein Lebenszeichen von Kerstin Lee Langley. Jetzt hat die Polizei drei Tatverdächtige – und ein detailliertes Geständnis, das den Tathergang beschreibt. Im Vermisstenfall Kerstin Lee Langley gibt es Gewissheit: Die seit 19 Jahren vermisste Frau ist sehr wahrscheinlich tot. Das teilten Behördenvertreter der Polizei Oberpfalz am Montag auf einer Pressekonferenz mit. Es gebe drei Tatverdächtige, hieß es. Bei den drei Tatverdächtigen handelt es sich laut Polizei um einen 66 Jahre alten Mann, eine 56 Jahre alte Frau sowie einen weiteren Mann, der 2024 verstorben sei. Bei dem 2024 verstorbenen Mann handelt es sich laut Staatsanwaltschaft um den Ex-Partner der Getöteten. Die tatverdächtige Frau ist wiederum die Ex-Frau des verstorbenen Beschuldigten. Der dritte Verdächtige ist der ehemalige Mitbewohner der tatverdächtigen Frau. Kerstin Lee Langley war 2007 von ihrem Bruder in Regensburg als vermisst gemeldet worden. Seitdem hatten intensive Ermittlungen der Kriminalpolizei nicht zu einem Ergebnis geführt. Der Ex-Partner der Vermissten hatte angegeben, Kerstin Lee Langley habe sich von ihm getrennt und sei mit einem "alten Freund" in einem Auto davongefahren. Dieser angebliche Freund war nie ausfindig gemacht worden. Fall Kerstin Lee Langley: Tatverdächtige meldete sich schon 2012 2012 hatte die Polizei eine Frau ins Visier genommen – genau die Frau, die jetzt unter Tatverdacht steht. Die heute 56-Jährige hatte damals bei einer Faschingsfeier erzählt, ihr Ex-Mann habe zwei Frauen getötet, darunter Kerstin Lee Langley – und sie zeigte der Polizei im Laufe der weiteren Ermittlungen mögliche Ablageorte. Doch die Ermittlungen führten ins Leere und die Glaubwürdigkeit der Frau wurde in Zweifel gezogen, weil eine der beiden angeblich getöteten Frauen noch am Leben war. Im August dieses Jahres habe sich die nun Tatverdächtige erneut gemeldet. "Sie möchte reinen Tisch machen", zitierte Robert Fuchs von der Polizei Oberpfalz die Frau. Sie habe ein "umfangreiches und detailliertes Geständnis" abgelegt. Die Frau habe auch gezeigt, wo die Leiche vergraben sei. Am 9. Oktober entdeckte die Polizei schließlich bei Grabungsarbeiten im Bereich Kadenzhofen menschliche Überreste. Bei diesen handele es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um die sterblichen Überreste der damals 39-Jährigen. Insgesamt wurden sechs Knochen gefunden. Die Aussage der Tatverdächtigen im August dieses Jahres habe "viele Parallelen" zu ihrer Aussage im Jahr 2012 aufgewiesen. "Für uns hat sich all das, was sie gesagt hat, als wahr herausgestellt", sagte Fuchs. Wieso es nicht bereits 2012 nach der Aussage der Frau zu intensiveren Ermittlungen gekommen war, sagte er nicht. "Die Ermittlungen dauern an." Er bat weitere mögliche Zeugen oder Mitwisser, sich dringend bei der Polizei zu melden. Vermisste Mutter: Sterbliche Überreste gehören zu ihr Laut Thomas Rauscher von der Staatsanwaltschaft Regensburg verabredeten sich die drei Beschuldigten im Jahr 2007, Kerstin Lee Langley zu töten. "Alle hatten einen Groll auf Frau Lee Langley", sagte der Staatsanwalt, Details ließ er offen. In der Wohnung der Getöteten trafen die drei Verdächtigen den Ermittlungen zufolge schließlich mit dem späteren Opfer zusammen. Zunächst habe die tatverdächtige Frau versucht, Lee Langley zu erwürgen. Als das nicht gelang, habe einer der beiden Männer die 39-Jährige bis zu ihrem Tode gewürgt. Der damalige Lebensgefährte soll in den Plan eingeweiht, an der Tötung selbst aber nicht beteiligt gewesen sein. Es gelte die Unschuldsvermutung. Es handele sich um "gemeinschaftlichen Totschlag" – auf diesen Vorwurf lauteten auch die Haftbefehle. Rauscher betonte, ohne das Geständnis der Frau wäre der Fall wohl bis heute nicht geklärt worden. Dies könne sich auf eine mögliche Strafmilderung auswirken. Das Ermittlungsverfahren werde wohl noch mehrere Monate andauern, sagte der Staatsanwalt. Der Fall zeige, dass "auch nach langer Zeit Verbrechen aufgeklärt werden können", so Rauscher.