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Schnee in Bremen: 68 Zentimeter – der Rekordwinter im Februar 1979

Züge fallen aus, Schulen schließen, der Räumdienst kommt kaum hinterher: Im Februar 1979 trifft die Hansestadt ein Schneesturm. Dann wendet sich der Senat an die Bremer. Am 18. Februar 1979 lagen an der Wetterstation Bremen 68 Zentimeter Schnee. Bis heute ist das der höchste Wert in der Messreihe des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Ab dem 13. Februar traf ein heftiger Wintereinbruch die Stadt. Innerhalb von zwei Tagen fiel etwa ein halber Meter Schnee, wie der "Weser-Kurier" in einem Rückblick berichtet. Der Verkehr brach zusammen, zeitweise fielen auch Züge aus. Mit Schneeketten durch die Neustadt Der damalige Pendler Joseph Krusche erinnerte sich in einem Rückblick des "Weser-Kurier" an seine Fahrt zur Arbeit. Mit Schneeketten fuhr er seinen VW Käfer von Delmenhorst durch die Bremer Neustadt ins Büro. Die Straßen seien "weiß, still und leer" gewesen. Schneekatastrophe 1978/79: Als der Norden im tödlichen Winter-Chaos versank Schnee räumen in Bremen: Das müssen Anwohner wissen In Habenhausen knickte unter der Schneelast das Vordach eines Kaufhauses ein. Die Schulen blieben wegen des Winterwetters drei Tage lang geschlossen. Senat ruft Bremer zum Schneeschippen auf Am 15. Februar rief der Senat die Bevölkerung zum gemeinsamen Schneeschippen auf. Mehr als 1.300 Freiwillige meldeten sich am nächsten Morgen, wie "buten un binnen" in einem Rückblick berichtet. Darunter waren auch Jugendliche. Trotz der vielen Helfer blieben zahlreiche Straßen zunächst unpassierbar. Die Freiwilligen unterstützten zudem "Essen auf Rädern" für ältere Menschen, die sich nicht mehr vor die Tür trauten. In einer Mitteilung an die Stadtbürgerschaft zog der Senat damals Bilanz, wie "buten un binnen" berichtet. Der Winterdienst von Ende Dezember 1978 bis Ende Februar 1979 kostete Bremen demnach rund 7,35 Millionen D-Mark.