Opel Crossland als Gebrauchtwagen beim TÜV: Stärken und Schwächen im Check
Er ist ein praktisches Auto – was er auch seinen Genen verdankt. Doch geerbt hat der kleine Opel-Crossover zudem ein "markentypisches" Manko. Den Wandel der Karosseriemoden verkörpert kaum ein anderes Modell so gut wie der Opel Crossland: Der Vorgänger hieß Meriva. Jener zählte zur aussterbenden Gattung der Minivans und musste dem Crossover mit angedeuteter Geländeoptik Platz machen. Blickt man als Gebrauchtwageninteressent auf das Modell, stellt man fest: Eine Kontinuität ist da, eine ärgerliche. Denn laut "Auto Bild TÜV-Report 2026" hat der Crossland, dem bei der letzten Modellpflege das X im Namen gestrichen wurde, ein markentypisches Manko, unter dem schon der Meriva litt. Auch wenn die Technik vom jetzigen Mutterkonzern Stellantis kam. Mehr dazu im Kapitel "Schwächen". Fakten zum Opel Crossland X Modellhistorie: Der Crossland X war, als er 2017 auf den Markt kam, das erste Modell, das Opel mit dem einstigen PSA-Konzern gemeinsam entwickelte, noch bevor beide im Stellantis-Konzern aufgingen. 2021 erhielt der Crossland X ein Facelift, er hieß fortan nur noch Crossland. Das Fahrwerk wurde optimiert, die Frontpartie geliftet. Eine neue Traktionskontrolle kam hinzu. 2025 war Schluss für den Crossland, der Nachfolger rollte heran – als Frontera . Karosserie und Varianten: Als Crossover verkörpert der Crossland X Merkmale eines SUV, wie die erhöhte Sitzposition und den erwähnten Offroad-Look, und die eines Minivans: Zum Erbe des Meriva zählt die verschiebbare Rückbank und der geräumige Innenraum, der auch fünf Sitze bietet. Abmessungen (laut ADAC): 4,20 m bis 4,23 m x 1,77 m x 1,61 m (LxBxH); Kofferraumvolumen: 410 l bis 1.255 l. Motoren: Benziner (Dreizylinder, Frontantrieb): 81 bis 130 PS (Autogasversion 81 PS; im LPG-Betrieb: 75 PS); Diesel (Vierzylinder, Frontantrieb): 102 bis 120 PS. Stärken Bei der Kfz-Hauptuntersuchung (HU) tritt der Crossland mit haltbaren Lenkgelenken auf und bislang keiner Spur von Rost am Fahrwerk. Abblendlicht, Rücklicht und auch die Blinker sorgen für sehr niedrige Beanstandungsquoten im Prüfkapitel Licht. Funktion von Fuß- und Feststellbremse rufen ebenso wenig Kritik hervor wie die Bremsschläuche und -leitungen. Die Abgasuntersuchung (AU) stellt kein Problem dar. Schwächen Opel-typisch sei der Ölverlust, der laut HU-Daten auch den Crossland quasi in allen Jahrgängen überdurchschnittlich oft trifft, so der Report. Ebenfalls schon zum ersten Check schwächelt das Modell an den Achsaufhängungen, wobei die Quote zum dritten Check nach sieben Jahren am höchsten liegt. Achsfedern und Dämpfer sind ein weiteres Manko mit hohen Beanstandungsquoten ab der ersten HU. Zur dritten Untersuchung kommen Schwächen an der Lenkanlage hinzu. Die Abgasanlage ist zur HU zwei und drei ein Sorgenkind. "Vor dem Kauf gründlich checken", rät der TÜV. Pannenverhalten In der ADAC-Pannenstatistik schneidet das Modell "durchgehend zuverlässig" ab, wie der Club mitteilt. Ein paar Pannenschwerpunkte gibt es demnach aber: die Arretierung der Feststellbremsen bei Autos mit Erstzulassung 2020, Zündkerzen (2017 und 2020) sowie die Zündspule bei Dieselausführungen von 2017. Händler-Verkaufswert Nach Angaben der Deutschen Automobil Treuhand (DAT) mit statistisch erwartbaren Kilometern - drei Preisbeispiele: Crossland 1.2 Basis (6/2020); 83 PS (Dreizylinder); 74.000 Kilometer; 9.087 Euro. Crossland 1.5 D GS Line (6/2022); 110 PS (Vierzylinder); 65.000 Kilometer; 12.370 Euro. Crossland X 1.2 Edition LPG (6/2018); 81 PS (Dreizylinder); 30.000 Kilometer; 8.399 Euro.
