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USA bieten Audi zehn Prozent Zoll für Einfuhren an

Donald Trump will die US-Industrie stärken und ausländische Unternehmen zu Investitionen bewegen. Der Autobauer Audi könnte nun von einer solchen Vereinbarung profitieren – mit möglichen Folgen für die gesamte Branche. Die USA haben Audi Insidern zufolge Zollerleichterungen als Gegenleistung für ein Werk in Georgia zugesagt. Der Zollsatz für Einfuhren werde effektiv zehn Prozent betragen, sagten zwei mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Allerdings ist unklar, ob dieser Zollsatz für alle Importfahrzeuge gilt oder nur für die aus Europa eingeführten Autos. Zudem ist offen, wann der niedrigere Satz eingeführt wird. Einer der Insider sagte, Audi habe eine Halbierung der Zölle auf 7,5 Prozent verlangt. Die US-Regierung habe aber auf einem zweistelligen Satz bestanden, hieß es. Derzeit gilt für Einfuhren aus Europa ein Zollsatz von 15 Prozent. Eine Audi-Sprecherin lehnte eine Stellungnahme ab. Auftritt mit Trump: Skandal um den Audi-Chef "Wette auf ein totes Pferd": Minister greift nach Trump-Auftritt Audi-Chef an Bizarrer Vorstoß: Trump-Kritik soll als Krankheit gelten Auch andere Autobauer könnten von den Zollerleichterungen profitieren: Einer der Insider und drei weitere mit dem Vorgang vertraute Personen sagten, es sei davon auszugehen, dass die US-Regierung anderen Unternehmen ähnliche Konditionen anbiete, wenn diese Produktion in die USA verlagerten. Zuerst hatte das "Wall Street Journal" über diese Pläne berichtet. Audi-Chef wirbt für Vorhaben Einem Bericht des "Manager Magazins" zufolge hat Audi-Chef Gernot Döllner vor seinem Auftritt bei einer Wahlkampfveranstaltung mit Trump dem Präsidium des VW-Aufsichtsrats das Vorhaben vorgestellt. Unter Berufung auf Beteiligte hieß es, sowohl der Zollsatz von 15 Prozent beim Import aus Europa als auch die 25 Prozent für in Mexiko gefertigte Fahrzeuge würden reduziert. Trump werde ein entsprechendes Dekret unterzeichnen. Zahlen und Fakten habe Döllner jedoch nicht vorgelegt, hieß es in dem Bericht weiter unter Berufung auf Teilnehmer des Treffens. Trump hatte den Bau des Werks auf einer Wahlkampfveranstaltung in Georgia angekündigt, bei der auch Döllner auf die Bühne kam. Insgesamt geht es um eine Investition von vier Milliarden Euro. Audi will dort 200.000 Fahrzeuge jährlich bauen, vor allem große SUV-Modelle wie den Q7, den Q8 und den Q9.