Hannover Verkehr: Überblick zu Baustellen und Sperrungen 2026 | A2 A7 B6
Auf mehreren Autobahnen und Bundesstraßen in und um Hannover wird bis Jahresende gebaut. Auch Anschlussstellen werden gesperrt. Ein Überblick. Wer in Hannover und der Region mit dem Auto unterwegs ist, muss sich in den kommenden Wochen auf weitere Baustellen einstellen. Besonders auf der A2 zwischen Hannover-Herrenhausen und Garbsen stehen größere Arbeiten bevor. Auf der A7 werden mehrere Anschlussstellen gesperrt. Auch auf wichtigen Bundesstraßen wie der B3, B6 und B65 müssen Pendler mit Einschränkungen rechnen. Einige Bauarbeiten dauern bis weit ins Jahr 2027. Die Autobahn GmbH und die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr haben für die kommenden Wochen mehrere Maßnahmen angekündigt. Ein Überblick über die Sperrungen und Baustellen bis Ende 2026. A2: Anschlussstelle Garbsen wird im November gesperrt Auf der A2 haben am Freitag, 30. Oktober, umfangreiche Sanierungsarbeiten zwischen Hannover-Herrenhausen und Garbsen begonnen. Bis voraussichtlich 20. Dezember wird auf rund 3,2 Kilometern die Asphaltdeckschicht in Fahrtrichtung Dortmund erneuert. Die Vorbereitungen dauern etwa zwei Wochen. Dafür werden abschnittsweise einzelne Fahrstreifen kurzzeitig gesperrt. Während der anschließenden Bauphasen stehen in beiden Fahrtrichtungen grundsätzlich jeweils drei Fahrstreifen zur Verfügung. Im Baustellenbereich gilt Tempo 80. Zu einer größeren Einschränkung kommt es vom 16. bis voraussichtlich 19. November. In diesem Zeitraum werden sowohl die Auf- als auch die Abfahrt der Anschlussstelle Garbsen in Richtung Dortmund gesperrt. Autofahrer werden über Hannover-Herrenhausen umgeleitet. Auch in Richtung Berlin kann es zu Problemen kommen. Weil Fahrstreifen auf die Gegenfahrbahn verschwenkt werden, ist die Auffahrt Garbsen verkürzt. Dort gilt eine Stoppschildregelung. Die Autobahn GmbH warnt vor möglichen Rückstaus, insbesondere im Berufsverkehr, und empfiehlt nach Möglichkeit die Auffahrt Hannover-Herrenhausen. Die Sanierung soll Mitte Dezember abgeschlossen sein. A7: Anschlussstelle Evendorf bis 13. November dicht Auf der A7 zwischen Egestorf und Evendorf wird die Fahrbahn auf rund sieben Kilometern erneuert. Die Arbeiten laufen bereits seit Oktober und dauern voraussichtlich bis Ende Dezember. Vom 30. Oktober bis zum 13. November sind die Auf- und Abfahrt der Anschlussstelle Evendorf in Fahrtrichtung Hannover gesperrt. Der Verkehr wird über die ausgeschilderten Bedarfsumleitungen U65 und U12 geführt. Zuvor war bereits die Anschlussstelle Egestorf betroffen. Ab Mitte November folgt die nächste Bauphase. Dann werden die beiden Überholfahrstreifen in Richtung Hannover saniert. Der Verkehr wird teilweise auf die Gegenfahrbahn verlegt. In Richtung Hamburg stehen zwei Fahrstreifen zur Verfügung, in Richtung Hannover ebenfalls zwei, verteilt auf beide Richtungsfahrbahnen. Die Anschlussstellen sollen während dieser Bauphase wieder nutzbar sein. A7: Anschlussstelle Westenholz vom 4. bis 24. November gesperrt Eine weitere Vollsperrung auf der A7 betrifft die Anschlussstelle Westenholz zwischen Hannover und Hamburg. Von Mittwoch, 4. November, bis voraussichtlich Dienstag, 24. November, wird die Anschlussstelle vollständig geschlossen. Gleichzeitig wird die Landesstraße 191 zwischen der Autobahnanschlussstelle und der Abzweigung nach Krelingen gesperrt. Grund sind Instandsetzungsarbeiten an der Brücke über die A7 und eine Erneuerung der Fahrbahn. Wer auf die Autobahn fahren möchte, muss auf die Anschlussstelle Schwarmstedt ausweichen. Die ausgeschilderte Umleitung führt unter anderem über Essel und die B214. Für den Verkehr auf der Landesstraße sind Umleitungen über Kröpke, Hademsdorf und Eickeloh eingerichtet. Auf der A7 selbst sind während der Arbeiten nächtliche Fahrstreifensperrungen vorgesehen. Eine Vollsperrung der Autobahn ist nicht angekündigt. A7: Großbaustelle am Horster Dreieck dauert bis Ende November Auch auf der Verbindung zwischen Hamburg und Hannover bleibt eine größere Baustelle bestehen. Zwischen dem Horster Dreieck und der Anschlussstelle Thieshope wird die A7 in Fahrtrichtung Hannover auf rund sechs Kilometern grundlegend saniert. Die Arbeiten laufen seit dem 13. April und sollen voraussichtlich am 30. November beendet werden. Dabei werden der gesamte Fahrbahnaufbau, die Schutzeinrichtungen und Teile der Entwässerung erneuert. Die Richtungsfahrbahn Hannover ist in diesem Abschnitt für die Bauarbeiten gesperrt. Der Verkehr wird über die Gegenfahrbahn geführt. Autofahrer müssen daher weiterhin mit einer veränderten Verkehrsführung rechnen. B6: Bei Neustadt stehen im November weitere Sperrungen an Auf der B6 bei Neustadt am Rübenberge wird der Bereich der Ortsumgehung umgebaut. Im Mittelpunkt steht unter anderem der Ersatzneubau der Bahnbrücken. Damit der Verkehr während der Bauarbeiten weiterlaufen kann, entsteht eine Behelfsumfahrung. Nach Angaben der Landesbehörde soll diese in der zweiten Novemberhälfte 2026 für den Verkehr freigegeben werden. Für die Anbindung an die bestehende B6 sind kurze Sperrungen erforderlich. Konkrete Tage und Uhrzeiten hat die Behörde dafür bislang nicht veröffentlicht. Im Dezember folgt der Rückbau der bisherigen Brücken. Dafür ist eine Sperrpause im Bahnverkehr vom 16. bis 21. Dezember vorgesehen. Der Verkehr auf der B6 soll dann bereits die Behelfsumfahrung nutzen, sodass während des Brückenabbruchs keine zusätzlichen Einschränkungen auf der Bundesstraße entstehen sollen. Auch die Anschlussstellen bei Himmelreich werden umgebaut. Diese Arbeiten dauern nach derzeitigem Plan bis Sommer beziehungsweise Spätsommer 2027. Grundsätzlich soll die B6 während der Bauarbeiten mit mindestens einem Fahrstreifen je Richtung befahrbar bleiben. B65: Auf- und Abfahrten an der Bornumer Straße Eine längerfristige Baustelle betrifft den Knotenpunkt Bornumer Straße, Beckstraße und B65. Die Stadt Hannover hat dort am 26. Oktober 2026 mit Umbauarbeiten begonnen. Während der voraussichtlich bis Ende Juli 2027 dauernden Maßnahme sind die Auf- und Abfahrten der B65 am Anschluss Bornumer Straße in Fahrtrichtung Innenstadt vollständig gesperrt. Die Umleitung erfolgt über den Tönniesbergkreisel und die Hamelner Chaussee. Die Bornumer Straße bleibt grundsätzlich befahrbar. Je nach Baufortschritt können allerdings einzelne Fahrstreifen oder Straßenabschnitte zeitweise gesperrt werden. Die Stadt lässt unter anderem Geh- und Radwege, Entwässerungsanlagen und Fahrbahnbereiche erneuern. Außerdem werden die Ampelanlagen am Verkehrsknotenpunkt modernisiert. B3: Südschnellweg bekommt im November neue Verkehrsführung Auf dem Südschnellweg in Hannover laufen die Bauarbeiten an der künftigen Tunnellösung weiter. Zwischen Leinebrücke und Bahnunterführung ist die B3 derzeit von vier auf zwei Fahrstreifen verengt. Für November hat die Landesbehörde eine weitere Änderung der Verkehrsführung angekündigt. Im Bereich der Bahnunterführung muss der Verkehr für die Arbeiten am sogenannten Trog erneut verlegt werden. Ein konkreter Termin für die Maßnahme steht allerdings noch nicht fest. Die Behörde betont, dass längerfristige Streckensperrungen deshalb nicht zu erwarten seien. Mehrere Verkehrsverbindungen bleiben bereits jetzt gesperrt. Von der Hildesheimer Straße in stadtauswärtiger Richtung ist das Auffahren auf den Südschnellweg zum Seelhorster Kreuz nicht möglich. Von der Südschnellwegabfahrt zur Hildesheimer Straße kann außerdem weder nach links abgebogen noch geradeaus in die Willmerstraße Nord gefahren werden. Auch die frühere Abfahrt in Höhe der Schützenallee ist zurückgebaut. Die Willmerstraße Süd kann wegen der Bauarbeiten ebenfalls nicht mehr genutzt werden. Ein Termin zur Aufhebung dieser Einschränkungen ist nicht veröffentlicht. B3: Weidetorbrücke bleibt für Lastwagen gesperrt Auf dem Messeschnellweg müssen Autofahrer an der Weidetorbrücke weiterhin mit Einschränkungen rechnen. Die Brücke ist für Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 Tonnen gesperrt. Lastwagen werden über den Weidetorkreisverkehr umgeleitet. Für Pkw steht auf der Brücke nur jeweils ein Fahrstreifen pro Richtung zur Verfügung. Wann diese Einschränkungen aufgehoben werden können, ist derzeit nicht bekannt. Auch auf der Mittellandkanalbrücke des Messeschnellwegs gibt es Arbeiten. Dort ist der Geh- und Radweg am Nordufer wegen Bauarbeiten an einem Auslaufbauwerk seit dem 29. April gesperrt. Die Stadt nennt in ihrer aktuellen Übersicht keinen verbindlichen Freigabetermin. Weitere Einschränkungen auf B65, B217 und B441 Auch abseits der großen Sanierungsprojekte sind Fahrstreifen gesperrt. Seit dem 19. Oktober lässt die Landesbehörde die Mittelstreifen der B65 bei Empelde, der B217 im Bereich Springe und der B441 auf der Hochstraße bei Wunstorf zurückschneiden. Während der Arbeiten wird jeweils der linke Fahrstreifen gesperrt. Der Verkehr kann auf dem rechten Fahrstreifen an der Arbeitsstelle vorbeifahren. Die Behörde rechnet mit geringfügigen Behinderungen. Ein verbindlicher Abschlusstermin wurde nicht genannt. Bei mehreren Baumaßnahmen weisen die zuständigen Behörden darauf hin, dass schlechtes Wetter zu Verzögerungen führen kann. Insbesondere die für November geplanten Verkehrsführungsänderungen und kurzfristigen Sperrungen können deshalb noch angepasst werden.
