Schaeffler schließt Standort bei Frankfurt: 190 Jobs fallen weg
Der Konzern plant den Abbau von rund 190 Stellen am Standort im Main-Taunus-Kreis. Europaweit sollen 3.460 Jobs wegfallen, davon 2.660 in Deutschland. Der Auto- und Industriezulieferer Schaeffler will seinen Standort in Schwalbach am Taunus aufgeben. Ein Großteil der rund 385 Beschäftigten soll nach Unternehmensangaben an den Standort Frankfurt wechseln. Insgesamt seien in Schwalbach rund 190 Stellen vom Abbau betroffen. Schaeffler kündigte am Dienstag (3. November) ein weiteres Kostensenkungsprogramm an. In Europa sollen 3.460 Stellen gestrichen werden, davon rund 2.660 in Deutschland. Fünf Standorte sollen perspektivisch geschlossen werden – vier davon in Deutschland. Neben Schwalbach betrifft das die Werke in Dortmund, Morbach und Berlin. Auch der belgische Standort Herstal soll schließen. Stellenabbau in kriselnder Autobranche geht weiter Der Konzern begründet die Einschnitte mit der anhaltenden Krise im europäischen Automobilgeschäft. Ziel sei es, Überkapazitäten abzubauen, Entwicklungskapazitäten anzupassen, Personalkosten zu senken und die Organisation zu vereinfachen. Rund die Hälfte des Stellenabbaus entfalle auf die Produktion, 30 Prozent auf Forschung und Entwicklung und 20 Prozent auf weitere Bereiche. Die strukturellen Maßnahmen sollen überwiegend 2027 und 2028 umgesetzt werden. Schaeffler erwartet ab 2030 jährliche Einsparungen von rund 300 Millionen Euro. Für das Programm veranschlagt das Unternehmen einmalige Kosten von etwa 480 Millionen Euro. Die IG Metall und der Konzernbetriebsrat kritisierten das Vorhaben. Bei Schaeffler folge ein Abbauprogramm auf das nächste, sagte Thomas Höhn, Unternehmensbeauftragter der IG Metall für Schaeffler. "Das ist kein Zukunftskonzept für den Industriestandort Deutschland."
